Das Geschäftsmodell hinter CFDs erklärt

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Der Handel mit Differenzkontrakten lockt mit lukrativen Gewinnen. Da es sich um ein Hebelprodukt handelt, hinterlegen die Trader lediglich einen Bruchteil des gehandelten Wertes als Sicherheitsleistung. Die im Englischen als Contracts for Difference (CFD) bezeichneten Geschäfte finden nicht an der Börse statt. Interessierte Käufer erwerben die CFDs bei einem Broker. Das führt zu der berechtigten Frage nach dem Geschäftsmodell hinter dem Handel mit Differenzkontrakten. Die nachfolgenden Abschnitte informieren darüber, wie die CFD-Broker Einnahmen erwirtschaften.

Die Erläuterung zum Geschäftsmodell hinter den CFDs erfordert zunächst einige Informationen zur grundlegenden Funktionsweise der Differenzkontrakte. Der Trader spekuliert auf die Wertentwicklung von Unternehmensaktien, Rohstoffen, Indizes oder Währungen. Geht er von einem Kursanstieg aus, setzt er eine Long Position. Das Gegenteil stellt die Short Position dar. Liegt der Käufer richtig, erhält er vom Broker die Differenz als Gewinn. Letzterer berechnet sich aus der Veränderungen des Kurses multipliziert mit der Anzahl der gehandelten Einheiten. Solange der Trader die Position noch besitzt, liegt lediglich ein offener Gewinn vor. Die tatsächliche Auszahlung auf das vorhandene Eigenkapital findet erst statt, wenn die betreffende Person sich entscheidet, die Position wieder zu verkaufen.

Der Spread als wichtigste Einnahmequelle der CFD-Broker

Häufig verlangt der CFD-Broker keine Provision am Gewinn. Stattdessen baut das zugehörige Geschäftsmodell von Anbietern wie CMC Markets vor allem auf dem sogenannten Spread auf. Hierbei handelt es sich um die wichtigste Einnahmequelle. Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen den Ankaufs- und Verkaufspreis von Vermögenswerten. Experten sprechen beim Kaufkurs häufig vom sogenannten Briefkurs, wohingegen sie den Verkaufskurs auch Geldkurs nennen.

Der Kaufkurs liegt stets über dem Verkaufskurs. Erwirbt ein Trader eine Short oder Long Position, bezahlt er den Briefkurs. Bei einem späteren Verkauf der Position erhält er den Geldkurs. Die CFD-Broker verwenden für den Ausweis des Spreads die Einheit „Pips“. Für den Käufer gilt: Je größer der Spread, desto länger dauert es bis zu einem tatsächlichen Gewinn. Solange die richtig prognostizierte Kursentwicklung den Spread nicht kompensiert, bringt der Handel mit den CFDs noch keine Mehrerlöse für den Trader. Dadurch kommt es sogar zu einem Verlust, falls sich der betreffende Kurs nicht verändert.

Weitere Möglichkeiten für Erlöse

Darüber hinaus verlangen manche CFD-Broker von ihren Kunden Haltekosten. Als Kriterium dient 17:00 Uhr Ortszeit in New York. Hält der Trader zu besagtem Zeitpunkt noch eine Short oder Long Position, berechnet der Broker dafür Gebühren. Dadurch stellen die Haltekosten eine zusätzliche Einnahmequelle im Geschäftsmodell dar. Daneben existieren weitere Optionen, um Erlöse zu erwirtschaften. Das hängt vom jeweiligen Modell des Brokers ab. Manche Anbieter stellen ihren Nutzern nach einigen Monaten ohne Käufe eine Inaktivitätsgebühr in Rechnung. Zudem stellt es eine Möglichkeit dar, kostenpflichtige Funktionen zur Analyse oder Risikominimierung zu offerieren.

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