Johanna Mikl-Leitner versagt komplett als Kulturchefin

St. Pölten (OTS) – Für die Grüne Landessprecherin Helga Krismer ist
das Dirigentenpult
des Orchesters der Bühne Baden noch nicht abgebaut. „ Johanna Mikl-
Leitner hat komplett die Verhältnismäßigkeit von KünstlerInnen
einerseits und toten Prestigebauten wie dem 18-Millionen-Projekt
Rudolf-Buchbinder-Saal in Grafenegg verloren. Das Kulturland
Niederösterreich lebt primär von den begabten Menschen, die das
Kulturland ausmachen . Teure Prestigebauten wie in der Alten
Reitschule in Grafenegg sind ohne KünstlerInnen tote Materie. Ich
erwarte mir, dass das Kernstück des Kulturlandes Niederösterreich,
die KünstlerInnen die Wertschätzung erhalten und die NÖ Tonkünstler
und das Orchester der Bühne Baden weiterleben und wirken können.“

Helga Krismer geht hart ins Gericht mit dem Projekt in Grafenegg.
„Mit dem Buchbinder-Sall investiert das Land wieder in die private
Liegenschaft in Grafenegg. Die Nachhaltigkeit ist nicht gegeben. Dass
auf dem Rücken von hervorragenden MusikerInnen Prestigeprojekte und
Ausfransungen wie in Wiener Neustadt der NÖKU zu bezahlen sind, ist
ein strategischer Irrläufer von Johanna Mikl-Leitner.“

„Ich zähle in Niederösterreich und in der Ostregion auf die
Tausenden kulturaffinen Menschen, die die Tragweite der
Fehlentscheidung von Johanna Mikl-Leitner sehen. Kurzfristig gespart
heißt in dem Fall langfristig teuer bezahlt. Fakt ist, dass das
kleinste und günstigste Orchester Österreichs in Baden für beste
wirtschaftliche Zahlen sorgt. Chess musste acht zusätzliche
Vorstellungen geben. Beim Musiktheater ist Musik ein unverrückbares,
wichtiges Element. Auch wenn die NÖ-TonkünstlerInnen alles spielen
können, brennen nur wenige für das Genre Operette/Musical“, so Helga
Krismer.

Ferner sieht Helga Krismer immer wieder dieselben Fehler bei der
ÖVP Niederösterreich: Bauten vor Menschen. Auch in Kliniken sind
Abteilungen geschlossen, weil pflegendes und ärztliches Personal
fehlt. Und auch für die neuen Kindergärten sind HelferInnen schwer zu
finden. „Eine Politik der toten Materie ist nicht nachhaltig. Ohne
fachliches Top-Personal von der Geige bis zum Krankenbett ist
Niederösterreich am Irrweg.“, schließt Helga Krismer ab.