Wien (OTS) – Teilnehmer „sehr zufrieden“ – Schwerpunkte von digitalen
Alltagskompetenzen bis hin zu Künstlicher Intelligenz: Mehr als 700
Gemeinden sind inzwischen aktive Partner dieser Initiative und
bringen digitale Bildung direkt zu den Menschen vor Ort.
Seit zwei Jahren stärkt Österreich mit der international
ausgezeichneten „Digitalen Kompetenzoffensive“ gezielt das digitale
Basiswissen der Bevölkerung – gemeinsam mit Ländern, Gemeinden und
Partnern. Das Ergebnis: Platz 8 im EU-Vergleich. Deutschland plant
bereits eine ähnliche Initiative nach dem Vorbild von Österreich.
„Die beste digitale Lösung nützt nichts, wenn die Menschen sie
nicht anwenden können. Daher haben wir die Digitale
Kompetenzoffensive ins Leben gerufen. Die Zahlen sprechen für sich.
43.000 Personen haben teilgenommen und ein Großteil ist mit dem
Angebot zufrieden. Der Schlüssel liegt in kleinen Gruppen von maximal
10 Personen pro Trainerin oder Trainer und an dauernd angepassten
Schwerpunkten. So können sich die Menschen kostenlos und
unkompliziert weiterbilden, eine Win-Win-Situation für alle“, so der
Staatssekretär für Digitalisierung, Alexander Pröll .
Obwohl Österreich im EU-Vergleich bei digitalen Kompetenzen
überdurchschnittlich abschneidet, besteht konkreter Handlungsbedarf:
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Mehr als ein Drittel der österreichischen Bevölkerung verfügt
nicht über ausreichende digitale Grundkenntnisse.
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Drei Viertel der Bevölkerung wissen wenig bis gar nichts über KI.
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Bis 2030 wird ein zusätzlicher Bedarf von rund 38.600 IKT-
Fachkräften erwartet.
Diese Herausforderungen nimmt die Digitale Kompetenzoffensive
gezielt in Angriff:
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Rund 6.000 kostenlose „Digital Überall“-Workshops bzw.
Workshopreihen werden insgesamt abgehalten – mit Fokus auf digitale
Alltagskompetenzen, KI, Sicherheit und digitale Amtswege.
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Bisher wurden rund 4.500 Workshops mit 43.000 Teilnehmenden
durchgeführt – verteilt auf alle Bundesländer: 208 im Burgenland, 360
in Kärnten, 910 in Niederösterreich, 756 in Oberösterreich, 152 in
Salzburg, 672 in der Steiermark, 204 in Tirol, 208 in Vorarlberg und
1.045 in Wien.
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Die aufsuchenden Workshops erreichen gezielt Menschen mit
geringer digitaler Affinität : 61 % der Teilnehmenden sind über 55
Jahre alt, knapp 50 % haben keinen höheren Bildungsabschluss und 58 %
haben in den letzten drei Jahren keine Weiterbildung zu digitalen
Kompetenzen besucht.
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Über ein Drittel der österreichischen Gemeinden stärken bereits
mit „Digital Überall“-Workshops die digitalen Kompetenzen vor Ort.
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Jede vierte Gemeinde setzt zusätzlich auf Digi-Dolmetscherinnen
und Digi-Dolmetscher, die u.a. die Umsetzung der „Digital Überall“-
Workshops in und für die eigene Gemeinde vor Ort ermöglichen.
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Laut einer Zwischenevaluierung (2024) sind über 94 % der
Teilnehmenden mit den Workshops zufrieden , davon fast 80 % sehr
zufrieden.
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Mit „Digital Überall PLUS“ wurde 2025 ein vertiefendes
Aufbauprogramm mit bis zu 1.000 modularen Workshopreihen gestartet.
Die Nachfrage nach mehr und vertiefenden Bildungsangeboten wird auch
mit ergänzenden interaktiven Online-Angeboten beantwortet.
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Der Nationale Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen (NRDK)
liefert eine klare Orientierung über digitale Kompetenzen für
Menschen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Mehr als 550 non-
formale Kurse und 20 formale Curricula wurden bereits zugeordnet.
Damit werden digitale Kompetenzen erstmals einheitlich beschrieben
und österreichweit vergleichbar.
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Ein Schwerpunkt zu KI-Kompetenzen und der Stärkung von Frauen in
KI verstärkt seit 2025 die strategische Ausrichtung der Digitalen
Kompetenzoffensive.
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Ein weiterer erfreulicher Erfolg: Österreich rückte im EU-Ranking
(lt. Digital Skills Indicator von Eurostat) der digitalen
Grundkompetenzen von Platz 9 (2021) auf Platz 8 (2023) vor.
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Eine Buchung der Workshops und Workshopreihen ist möglich unter:
https://www.digitalaustria.gv.at/kompetenzen/workshops.html
„Das Motto lautet: Wir lassen niemanden zurück. Durch die
Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Gemeinden ist ein starkes
Netzwerk für digitale Weiterbildung entstanden. Ziel ist es, allen
Menschen in Österreich – unabhängig von Alter oder Lebenssituation –
einfachen Zugang zu digitalem Wissen zu ermöglichen. Ob für den Beruf
oder den Alltag: Digitale Grundkenntnisse sind heute unverzichtbar,
gerade im Hinblick auf neue Technologien wie Künstliche Intelligenz“,
zieht Staatssekretär Alexander Pröll positive Zwischenbilanz.
Im Einklang mit dem Regierungsprogramm, internationalen
strategischen Rahmen wie der Europäischen Digitalen Dekade und dem AI
Act sowie vor dem Hintergrund aktueller technologischer Entwicklungen
baut die DKO ihre Schwerpunkte konsequent aus:
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KI-Kompetenzen: Umsetzung des Aktionsplans KI-Kompetenzen als
übergreifender Plan zur gezielten Weiterentwicklung von KI-
Kompetenzen in Österreich, Einführung eines KI-Basiscurriculums zur
Qualitätssicherung durch einheitliche Kompetenzstandards als
Grundlage für Bildungsangebote sowie die Initiative She goes AI zur
Stärkung von Frauen in der KI.
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DKO-Wirtschaftsplattform: Stärkung der Zusammenarbeit mit
Unternehmen.