ImmoScout24-Datenanalyse: Nachfrage am Mietmarkt stabilisiert, Preise steigen um 6 Prozent

Wien (OTS) – Sowohl die Nachfrage als auch das Angebot bei
Mietobjekten zeigt
aktuell eine sanftere Entwicklung als 2024. Nachdem die Nachfrage von
2023 auf 2024 um 25 Prozent markant gestiegen war, hat sie sich im
laufenden Jahr auf dem hohen Niveau stabilisiert. Gleichzeitig ist
auch das Angebot an Mietwohnungen nach dem spürbaren Einbruch im Jahr
2024 nur mehr leicht weiter gesunken. Die Angebotspreise sind 2025
bisher um 6 Prozent gestiegen und liegen aktuell österreichweit
durchschnittlich bei 15,2 Euro pro Quadratmeter (Bruttomieten) – das
entspricht rund 1.060 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung. Das
zeigt die aktuelle Datenanalyse von ImmoScout24.at für die rund
180.000 Wohnungsinserate ausgewertet wurden.

„2024 war das Jahr dramatischer Veränderungen am Markt hin zur
Miete, 2025 ist das Jahr der Stabilisierung im neuen Normalzustand.
Die Nachfrage nach Mietwohnungen bleibt hoch, das Angebot schrumpft
immerhin nicht weiter, sondern scheint vorübergehend eine Talsohle
erreicht zu haben“, erklärt Markus Dejmek, Geschäftsführer von
ImmoScout24 Österreich.

Wien, Oberösterreich und Salzburg mit den größten
Preissteigerungen

Ein Blick auf die Bundesländer zeigt deutliche regionale
Unterschiede. Am stärksten haben die Mieten unter anderem in Wien
zugelegt: Hier stiegen die Angebotspreise um 10 Prozent auf
durchschnittlich 21,0 Euro pro Quadratmeter Bruttomiete, was 1.471
Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung entspricht. Auch in
Oberösterreich (+10 Prozent auf 12,6 Euro) legten die Preise spürbar
zu, liegen aber immer noch deutlich unter dem Österreich-Schnitt. In
Salzburg stiegen die Angebotspreise um 9 Prozent auf 19,9 Euro pro
Quadratmeter.

Tirol und Vorarlberg bleiben teuer, moderate Anstiege in
Niederösterreich und Steiermark

In Tirol (+5 Prozent auf 20,9 Euro) und Vorarlberg (+6 Prozent
auf 19,0 Euro) bleiben die Mieten auf ohnehin hohem Level weiterhin
im Spitzenfeld. Moderate Anstiege verzeichneten Niederösterreich (+2
Prozent auf 12,7 Euro) und die Steiermark (+3 Prozent auf 12,7 Euro).
Ein gegenläufiger Trend zeigt sich im Burgenland: Hier gingen die
Angebotspreise leicht zurück – um 7 Prozent auf durchschnittlich 11,7
Euro pro Quadratmeter bzw. rund 820 Euro für eine 70-Quadratmeter-
Wohnung.

Wien im Detail

Die Analyse der Angebotspreise auf ImmoScout24 zeigt für 2025
auch für Wien ein deutliches Plus. Insgesamt verteuerten sich die
Bruttomieten stadtweit um 10 Prozent auf durchschnittlich 21,0 Euro
pro Quadratmeter, was einer Monatsmiete von 1.471 Euro für eine 70-
Quadratmeter-Wohnung entspricht.

„Jeder Bezirk erzählt eine eigene Geschichte. Deutliche Sprünge
im Durchschnittspreis sind oft auf einzelne hochpreisige Bauprojekte
zurückzuführen. Das bedeutet nicht, dass die günstigeren Wohnungen in
diesen Bezirken verschwunden sind, zeigt aber dennoch die Realität
auf, mit der Suchende heute konfrontiert sind“, erläutert Markus
Dejmek.

Besonders stark legten die Preise in innerstädtischen und
zentrumsnahen Lagen zu. Den kräftigsten Anstieg verzeichnete der 7.
Bezirk, Neubau, mit einem Plus von 41 Prozent auf nun 26,3 Euro pro
Quadratmeter. Auch der 20. Bezirk, Brigittenau, mit plus 25 Prozent
sowie der 3. Bezirk, Landstraße, mit plus 23 Prozent gehören zu den
Hotspots des Preisanstiegs. Deutlich über dem städtischen
Durchschnitt lagen zudem Hietzing und Hernals (jeweils plus 22
Prozent).

Moderatere Zuwächse verzeichneten unter anderem der 4. Bezirk,
Wieden, mit 12 Prozent, der 12. Bezirk, Meidling, mit 13 Prozent,
sowie Döbling mit plus 10 Prozent. Stabile Preise zeigten Floridsdorf
(plus 0 Prozent) und Penzing (plus 2 Prozent). In einigen Bezirken
gingen die Angebotspreise hingegen leicht zurück. So lagen die
Quadratmeterpreise im 9. Bezirk, Alsergrund, um 1 Prozent unter dem
Vorjahreswert. In der Donaustadt (22. Bezirk) sanken die Mieten um 5
Prozent auf 20,6 Euro pro Quadratmeter.

Nur noch 5 Bezirke mit Angebotsmieten unter 20 Euro

2025 zählen nur noch fünf Wiener Bezirke zu jener Gruppe, in der
die Mieten unter 20 Euro pro Quadratmeter liegen. Dazu zählen
Favoriten mit 19,3 Euro pro Quadratmeter, Simmering mit 18,5 Euro pro
Quadratmeter, Rudolfsheim-Fünfhaus mit 17,1 Euro pro Quadratmeter,
Floridsdorf mit 18,4 Euro pro Quadratmeter sowie Liesing mit 18,3
Euro pro Quadratmeter.

Befristete Mietwohnungen

ImmoScout24 hat erstmals den Anteil befristeter Mietwohnungen an
allen Wohnungsinseraten untersucht. Demnach ist rund die Hälfte der
aktuell angebotenen Mietwohnungen befristet, in Wien liegt der Anteil
sogar bei rund 70 Prozent. Dieser Wert zeigt seit drei Jahren keine
nennenswerte Veränderung.

Detaillierte Daten pro Bundesland finden Sie im Anhang!

Über die Datenanalyse
Die im November 2025 durchgeführte Analyse basiert auf 183.216
Datenpunkten der ersten zehn Monate 2024 und 2025 der auf
ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten. Basis sind
Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Betriebskosten und
exklusive Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das
statistische Mittel wurde der Median gewählt. Der Median hat im
Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige
extrem billige oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird.
Analysiert wurden sowohl Mietwohnungen sowie Häuser, die zur Miete
angeboten werden. Allerdings ist die Anzahl der Häuser, die vermietet
werden, so gering, dass wir in der Pressemeldung nur von
Mietwohnungen sprechen.