Wien (OTS) – –
14 % der Unternehmen nutzen agile Arbeitsweisen in den meisten
Bereichen – vor allem bei der Einführung neuer Produkte (34 %) und
bei digitalen Projekten (31 %)
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30 % erwarten bis 2027 eine strategische Verankerung von Agilität
in ihrer Organisation
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Erfolg der Anpassungsfähigkeit wird vor allem über
Kundenzufriedenheit gemessen, doch auch die Verringerung der
Projektlaufzeit gewinnt an Relevanz
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Größte Hürde: kultureller Wandel (27 %), Widerstand zu Änderungen
(15 %) oder fehlender Management Support (13 %)
In einer Wirtschaftslage, die von Unsicherheiten, technologischen
Entwicklungen und steigenden Kundenerwartungen geprägt ist, wird
effiziente Anpassungsfähigkeit zum Muss. Dies gilt besonders im
Hinblick auf die dynamische Weiterentwicklung von KI. So können agile
Organisationen schnell auf Veränderungen reagieren und sich an
Marktsituationen und Kundenbedürfnisse anpassen. Das zeigt die
aktuelle PwC-Studie , die bereits zum dritten Mal in Zusammenarbeit
mit dem Project Management Institute Austria (PMI) durchgeführt
wurde. Nicht fehlendes Budget oder fehlende Managementunterstützung
bremsen die Transformation in Österreichs Unternehmen, sondern vor
allem die festgefahrene Unternehmenskultur.
Zwtl.: Von der IT-Methode zum Organisationsprinzip
Agile Arbeitsweisen wurden lange vor allem in der IT eingesetzt.
Heute betrachten sie nur noch 6 % der Unternehmen als reines IT-
Thema, 2023 waren es noch 13 %. Dies verdeutlicht die Transformation
in Österreichs Unternehmen: Agilität wird zunehmend
organisationsübergreifend genutzt. Bereits 14 % der Unternehmen
setzen flexible Methoden in der Mehrheit der Projekte ein. Besonders
häufig kommen sie bei der Einführung neuer Services und Produkte (34
%) sowie in digitalen Projekten (31 %) zum Einsatz.
„ Wir sehen einen klaren Perspektivenwechsel in Österreichs
Unternehmen: Agilität ist keine reine IT-Methode mehr, sondern eine
strategische Haltung, die das ganze Unternehmen betrifft. Das sagen
auch sechs von zehn Befragten: Für sie ist Anpassungsfähigkeit eine
organisatorische Haltung „, ordnet Tobias Kirchebner, Agile Lead bei
PwC Österreich, die Studienergebnisse ein.
Diese Entwicklung zeigt sich auch in den Zukunftserwartungen: 30
% der heimischen Unternehmen rechnen damit, dass agile Methoden bis
2027 strategisch in ihrer Organisation verankert sind. 2023 lag
dieser Wert für 2025 noch bei 10 %, er hat sich damit verdreifacht.
Flexible Arbeitsmethoden werden zunehmend als langfristige
strategische Investition verstanden.
Zwtl.: Erfolg messen: Kundenzufriedenheit an erster Stelle, Effizienz
im Aufwind
Um den Erfolg agiler Arbeitsweisen zu messen, setzen Österreichs
Unternehmen auf klare Kennzahlen. Dabei ist vor allem die
Kundenzufriedenheit wichtig (25 %). Gleichzeitig gewinnt Effizienz im
Hinblick auf die angespannte Wirtschaftslage an Bedeutung: kürzere
Projektlaufzeiten werden immer wichtiger (2025: 21 % statt 13 % in
2023), genauso wie die Kontrolle der Implementierungskosten (2025: 14
% statt 2 % in 2023).
Dazu meint Ursula Wirsching, Agile Lead bei PMI Austria: „
Agilität wirkt dann, wenn sie messbar ist. So lässt sich Wandel aktiv
steuern und Chancen sowie Risiken können rechtzeitig erkannt werden.
Messbarkeit ist die Grundlage für nachhaltige Umsetzung in agilen
Unternehmen.“
Zwtl.: Kulturwandel als Schlüsselhürde
Agile Transformationen stoßen auch auf Hürden. Die größte Hürde
bildet dabei die Unternehmenskultur: 27 % der befragten Unternehmen
sehen ihre Kultur zu stark in traditionellen Methoden verwurzelt (
2023: 23 %). Auch der Widerstand gegenüber Veränderungen ist eine
zentrale Herausforderung (15 %). Deutlich seltener werden hingegen
fehlende Unterstützung vom Management (13 %) und Budgetmangel (4 %)
als Hürden genannt.
„ Die größten Bremsen sind nicht Budget oder Tools, sondern die
Kultur. Wer Agilität verankern will, muss an der Unternehmenskultur
arbeiten, beispielswiese mit gezielten Trainings und Skill-Aufbau in
allen Teams. Denn Veränderungen sind eine Chance, um schneller zu
lernen, Kundennutzen zu steigern und die Organisation zukunftsfähig
zu gestalten“ , so Kirchebner abschließend.
Zwtl.: Über die Studie
Die Studie zum Status quo der Agilität in österreichischen
Unternehmen wurde nach den Ausgaben 2021 und 2023 nun bereits zum
dritten Mal von PwC Österreich gemeinsam mit dem Project Management
Institute (PMI) Austria Chapter durchgeführt. Dabei wurden im
Zeitraum Juni bis September 2025 mehr als 50 Unternehmen befragt. Die
gesamte Studie finden Sie hier: https://www.pwc.at/de/agile
Zwtl.: Über PwC
PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen
aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 370.000
Mitarbeitende in 149 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen,
branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Erfahren
Sie mehr unter www.pwc.at .
Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine
oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften.
Weitere Details unter www.pwc.com/structure .