Wien (OTS) – Um öffentliche Exportförderungen mit den Klimazielen in
Einklang zu
bringen, wurde im Jahr 2021 durch sieben Länder die Initiative
„Export Finance for Future (E3F)“ ins Leben gerufen. Nach Belgien,
Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, den
Niederlanden, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich
schließt sich nun auch Österreich der Initiative an.
„Die Initiative stellt einen entscheidenden Beitrag zur Förderung
verantwortungsvoller Exportfinanzierung dar. Das bedeutet
Klimaneutralität wird priorisiert, Treibhausgasemissionen werden
reduziert und Innovationen im Bereich grüner Technologien werden
unterstützt. Österreich ist ein Land mit einer starken Industriebasis
und einer exportorientierten Wirtschaft. Zusammen mit den anderen
Ländern der Initiative setzt sich Österreich dafür ein, seine
Unternehmen im Einklang mit europäischen und internationalen
Klimaverpflichtungen zu unterstützen und gleichzeitig einen fairen
Wettbewerb zu gewährleisten“, sagt Finanzminister Markus Marterbauer,
der den Antrag unterschrieben hat.
„Unser Beitritt zur Initiative „Export Finance for Future“ ist
ein klares Signal: Wir nutzen Österreichs Exportfinanzierung zum
Ausbau innovativer und nachhaltiger Industrien. Investitionsanreize
für klimafreundliche Technologien und die internationale
Positionierung unserer Unternehmen stehen dabei im Vordergrund. Denn
für uns ist klar, dass sich Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg
nicht ausschließen, sondern Hand in Hand gehen“, so
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.
Die an der Initiative beteiligten Länder verpflichten sich unter
anderem dazu, Investitionen in umweltfreundliche Technologien zu
erleichtern und die Industrie bei Innovationen unterstützen, die den
Energiesektor dekarbonisieren. Weiters enthält die Grundsatzerklärung
der sieben Gründerländer die Forderung staatliche Absicherung von
Exporten im Zusammenhang mit Kohle zu beenden sowie die Förderung von
Exporten mit Bezug zu anderen fossilen Brennstoffen zu überprüfen.
Darüber hinaus überwachen die Mitglieder ihre Fortschritte und legen
einen jährlichen Bericht zur Transparenz ihres Portfolios vor. Zur
Unterstützung dieses Ziels hat die E3F mit einer Überprüfung der
offiziellen Handels- und Exportfinanzierungsaktivitäten ihrer
Mitglieder begonnen, die erstmals über den Energiesektor hinausgeht
und klimapositive Transaktionen erfasst.
Positive Beispiele der vergangenen Jahre sind etwa die Lieferung
von Wasserturbinen für Wasserkraftwerke in Indonesien und Peru, die
die Expertise österreichischer Unternehmen im Bereich der Nutzung der
Wasserkraft darstellen. Die Investitionen in diesen Fällen machen
knapp 4 bzw. 6 Millionen Euro aus, die mittels des staatlichen
Ausfuhrförderungsverfahrens mittels Bundeshaftung unterstützt werden.