Schockierende Wendung im Nichtraucherschutz: Geplante Gesetzesänderung sorgt für Empörung!

Redaktion

Österreich vor Tabak-Kollaps? Experten schlagen Alarm!

Am 15. Januar 2026 bricht in Wien eine hitzige Debatte aus: Die geplante Novelle des Nichtraucherschutzgesetzes sorgt für Empörung und Entsetzen unter Österreichs führenden Lungenfachärzten. Die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) warnt eindringlich vor den gesundheitlichen Folgen dieser Gesetzesänderung, die den Verkauf neuartiger Nikotinprodukte wie Vapes und Nikotinerhitzer erleichtern könnte.

Was steckt hinter der geplanten Gesetzesänderung?

Im Zentrum der Kontroverse steht die Abschaffung der gesundheitlichen Vorabprüfung für neuartige Tabakerzeugnisse. Bisher mussten Produkte wie Vapes und Nikotinerhitzer eine strenge Zulassungsprüfung durchlaufen, um die gesundheitliche Unbedenklichkeit sicherzustellen. Doch die neue Gesetzesnovelle sieht vor, diese Prüfung durch eine einfache Meldepflicht zu ersetzen. „Dies könnte fatale Folgen haben“, warnt ÖGP-Präsidentin Dr. Eveline Kink. „Produkte mit hohem Suchtpotenzial könnten ungeprüft auf den Markt gelangen.“

Ein Rückschritt in der Gesundheitsvorsorge?

Dieser Paradigmenwechsel wird von der Regierung als „Verwaltungsvereinfachung“ und „Steuerdebatte“ dargestellt. Doch Kritiker befürchten, dass wirtschaftliche Interessen über den Schutz der Gesundheit gestellt werden. „Neuartige Produkte wie Tabakerhitzer dürfen nicht als reine Wirtschaftsgüter betrachtet werden“, betont Dr. Klaus Hackner, Medienreferent der ÖGP.

Werbung: Die versteckte Gefahr

Ein weiterer Kritikpunkt sind die geplanten Übergangsregelungen für Tabakwerbung. Diese könnten Herstellern erlauben, noch vor Inkrafttreten der Werbeverbote umfangreiche Verträge abzuschließen. „Das untergräbt den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Nikotinabhängigkeit“, warnt Dr. Hackner. Studien zeigen, dass auffällige Verpackungen und Werbung im Internet den Einstieg in den Nikotinkonsum fördern.

Unzureichende Informationen für Konsumenten

Die ÖGP kritisiert zudem, dass die Angabe des Nikotingehalts in Milligramm irreführend ist. „Die tatsächliche Suchtwirkung bleibt verborgen“, erklärt Dr. Lukasz Antoniewicz. Er fordert, dass auch der pH-Wert und der Anteil des freien Nikotins auf den Verpackungen angegeben werden müssen, um die pharmakologische Wirkung korrekt zu beurteilen.

Verbot von Nikotinbeuteln gefordert

Österreichs Lungenfachärzte fordern ein komplettes Verbot von Nikotinbeuteln, die in Ländern wie den Niederlanden bereits verboten sind. „Österreich darf hier kein gesundheitspolitisches Schlusslicht bleiben“, betont Antoniewicz.

Spielplätze rauchfrei machen

Die ÖGP fordert ein generelles Konsumverbot von Nikotinprodukten auf Spielplätzen und im öffentlichen Raum, um Kinder und Nichtraucher zu schützen. „Das bloße Wegwerfverbot für Abfälle ist unzureichend“, unterstreicht Antoniewicz.

Die verpasste Chance zur Prävention

Die Lungenexperten kritisieren, dass der Gesetzesentwurf entscheidende Hebel zur Senkung der Raucherprävalenz vernachlässigt. Ein generelles Verbot von Aromastoffen, die gezielt Jugendliche ansprechen, wäre ein wichtiger Schritt.

Steigende Gesundheitskosten durch Rauchen

Die Spätfolgen des Nikotinkonsums belasten nicht nur die Patienten, sondern auch das Gesundheitssystem. Krankheiten wie COPD und Lungenkrebs führen zu steigenden Gesundheitskosten. „Präventive Maßnahmen bleiben hinter internationalen Standards zurück“, warnt Dr. Kink. Programme zur Raucherentwöhnung sollten ausgebaut werden.

Österreich droht international zurückzufallen

Im internationalen Vergleich liegt Österreich in der Tobacco Control Scale nur im unteren bis mittleren Bereich. „Mit dieser Novelle droht Österreich weiter zurückzufallen“, kritisiert Hackner.

Gesundheitsschutz muss Vorrang haben

„Die ÖGP fordert eine konsequent gesundheitsorientierte Politik“, so Dr. Kink. „Der Schutz der Gesundheit muss Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben.“ Jede Verzögerung in der Prävention werde sich langfristig in Leid und Kosten niederschlagen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Diskussion um das Nichtraucherschutzgesetz ist ein Paradebeispiel für den Kampf zwischen Gesundheitsvorsorge und wirtschaftlichen Interessen. Sollte die Novelle in ihrer aktuellen Form beschlossen werden, könnten die Folgen für die öffentliche Gesundheit verheerend sein. Experten fordern daher eine umfassende Überarbeitung des Gesetzes, um den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Regierung auf die Warnungen der Experten hört oder ob wirtschaftliche Interessen die Oberhand gewinnen. Die österreichische Bevölkerung blickt gespannt auf die kommenden Entscheidungen, die weitreichende Konsequenzen für die Gesundheit der Nation haben könnten.