KV Nahrungs- und Genussmittelindustrie: Einigung in 4. Verhandlungsrunde

Wien (OTS) – Nach vier Verhandlungsrunden konnte am Freitag, dem
16.01.2026, ein
Kollektivvertragsabschluss für die Beschäftigten der Nahrungs- und
Genussmittelindustrie erreicht werden. Der Abschluss sieht eine
Erhöhung der KV- Mindestgehälter um 2,55 Prozent mit einer Deckelung
bei 150 Euro, eine Erhöhung der Lehrlingseinkommen um 2,55 Prozent
sowie die Einführung einer Freizeitoption vor.

„Dieser Abschluss ist ein notwendiger Kompromiss in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Die zunehmende Marktkonzentration
im Handel und die wachsende Marktmacht großer Handelsbetriebe setzen
die Herstellerseite erheblich unter Druck. Besonders im
Getränkebereich sehen wir Absatzrückgänge infolge der Einführung des
Pfandsystems“, erklärt Bernhard Hirnschrodt, zuständiger
Wirtschaftsbereichssekretär der Gewerkschaft GPA. „Die Haupttreiber
der Kosten bleiben die hohen Energie- und Rohstoffpreise. Umso
wichtiger ist es, dass wir mit dem nun erzielten Abschluss
Planbarkeit und Sicherheit schaffen konnten“, so der Gewerkschafter
weiter.

Ausschlaggebend für den erzielten Abschluss sei die breite
Mobilisierung in den Betrieben gewesen: „Die aktive Rolle der
Betriebsrät:innen, zahlreiche Betriebsversammlungen und die starke
Präsenz der Beschäftigten haben den nötigen Druck aufgebaut“, so
Hirnschrodt. „Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen,
die uns in den vergangenen Monaten unterstützt und mit uns gemeinsam
für einen Abschluss gekämpft haben“, betont Hirnschrodt abschließend.