PwC CEO Survey 2026: Zuversicht der österreichischen CEOs auf neuem Rekordtief

Wien (OTS) – –

Pessimismus prägt heimische Wirtschaftserwartungen: Während
weltweit 61 % der CEOs mit einem globalen Wirtschaftswachstum
rechnen, gehen hierzulande nur 24 % von einem Wachstum in Österreich
aus

Größte Herausforderungen für heimische Chefs : Makroökonomische
Unsicherheiten (24 %), Cyberrisiken (24 %) und Inflation (18 %)
werden als die größten Bedrohungen für das Jahr 2026 eingestuft

Zeitmangel für strategische Entscheidungen: Österreichische
Führungskräfte verbringen 56 % ihrer Zeit mit kurzfristigen Problemen
und nur 11 % mit langfristiger Planung

KI entscheidet zwischen führenden Unternehmen und Nachzüglern:
Nur 18 % der heimischen CEOs erzielen durch KI höhere Umsätze

Investitionsziele der Führungskräfte : Die USA und Deutschland
bleiben die wichtigsten Märkte für Investitionen in Österreich

Wien, 22. Jänner 2026 – Vorsicht statt Aufbruchsstimmung:
Österreichische CEOs blicken nach den Herausforderungen der
vergangenen Jahre deutlich pessimistischer in die Zukunft als ihre
internationalen Kolleg:innen. Nur ein Viertel (24 %) erwartet ein
Wirtschaftswachstum – global sind es mit 61 % mehr als doppelt so
viele. Besonders auffällig ist das gedämpfte Vertrauen in die eigene
Geschäftsentwicklung. Lediglich 12 % der österreichischen
Führungskräfte sind zuversichtlich, ihre Umsätze in den kommenden
zwölf Monaten steigern zu können. Weltweit liegt dieser Wert bei 30 %
und hat auch hier den niedrigsten Stand der letzten fünf Jahre
erreicht. Das zeigt die 29. Global CEO Survey von PwC , für die
weltweit 4.454 CEOs aus 95 Ländern befragt wurden, darunter 34 aus
Österreich.

Zwtl.: Kurzfristige Herausforderungen sorgen für Zeitmangel

Die Ursachen für die gedämpfte Stimmung sind vielfältig:
Makroökonomische Unsicherheiten (24 %), Cyberrisiken (24 %) und
Inflation (18 %) beschäftigen österreichische Führungskräfte am
meisten. Die CEOs müssen sich auf die Bewältigung dieser
Herausforderungen konzentrieren und haben wenig Zeit für strategische
Entscheidungen. So verbringen die österreichischen Führungskräfte 56
% ihrer Zeit mit dem Lösen kurzfristiger Probleme, widmen aber nur 11
% ihrer Aufmerksamkeit langfristiger Planung über fünf Jahre.

„Der Zeitmangel für strategische Themen ist alarmierend, denn die
Weichen für die Zukunft werden heute gestellt“ , ordnet Rudolf
Krickl, CEO von PwC Österreich, die Studienergebnisse ein und rät: „
CEOs müssen sich bewusst Freiräume für Zukunftsfragen schaffen durch
Delegation, durch effizientere Prozesse und vor allem durch den
klugen Einsatz von künstlicher Intelligenz. Wer jetzt in Innovation
investiert, statt nur zu reagieren, sichert sich nachhaltige
Wettbewerbsvorteile.“

Zwtl.: KI und Innovationen entscheidend

Der KI-Einsatz österreichischer Unternehmen steckt allerdings
vielerorts noch in den Kinderschuhen. Nur knapp zwei von zehn der
heimischen CEOs (18 %) haben durch KI-Einsatz höhere Umsätze erzielt.
Die Mehrheit experimentiert zwar, nutzt KI aber noch nicht
strategisch als Hebel für den Geschäftserfolg.

Dieser Handlungsdruck ist Führungskräften bewusst. 68 % der
österreichischen CEOs beschäftigt die zentrale Frage, ob sie ihr
Unternehmen schnell genug transformieren können, um mit
technologischen Entwicklungen und KI Schritt zu halten. Unternehmen,
die Innovationen vorantreiben, profitieren jedoch deutlich: So geben
29 % der CEOs in Österreich an, bereits 10 – 20 % ihres
Gesamtumsatzes mit Produkten und Dienstleistungen zu generieren, die
in den letzten drei Jahren neu eingeführt wurden.

„Künstliche Intelligenz ist in aller Munde – doch es scheitert
oft an der Umsetzung. Die entscheidende Herausforderung liegt nicht
in der Technologie selbst, sondern in ihrer strategischen Skalierung.
Echte Transformation bedeutet, Abläufe grundlegend zu überdenken und
KI als Katalysator für neue Geschäftsmodelle zu nutzen, nicht als
Pflaster für alte Strukturen“, so Krickl .

Zwtl.: Investitionen: USA und Deutschland an erster Stelle, Indien im
Aufwind

Mehr als die Hälfte (51 %) der CEOs weltweit plant im kommenden
Jahr im Ausland zu investieren, in Österreich sind es knapp 40 %. Bei
der Wahl der Zukunftsmärkte setzen österreichische Führungskräfte
weiterhin auf die USA und Deutschland (jeweils 24 %), obwohl der
Zugang zum US-Markt durch Zölle und Handelsbarrieren zunehmend
erschwert wird. Im globalen Vergleich dominieren die USA mit 35 %,
gefolgt von Indien sowie Großbritannien und Deutschland (jeweils 13 %
).

Gleichzeitig wird Indien exponentiell an Bedeutung gewinnen.
Bislang sehen zwar erst 6 % der österreichischen CEOs den
südasiatischen Markt als Investitionsziel vor und liegen damit
deutlich unter dem globalen Schnitt von 13 %, doch der Anteil
verdoppelt sich Jahr für Jahr. China liegt als Investitionsziel mit
nur 3 % deutlich dahinter (global: 10 %). Diese asiatischen
Innovations- und Kostenstandorte werden in Zeiten wachsender
Handelskonflikte zum strategischen Vorteil.

Über die Studie
PwC befragte vom 30. September bis 10. November 2025 4.454 CEOs in 95
Ländern, darunter 34 in Österreich. Die globalen und regionalen
Zahlen sind proportional zum nominalen BIP des jeweiligen Landes
gewichtet. Die vollständigen Ergebnisse sind hier zu finden:
https://direkt.pwc.at/ceosurvey

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