Wien (OTS) – – Megadeals treiben den Markt: Großtransaktionen (über 5
Mrd. US-
Dollar) bestimmen den Anstieg der globalen Dealwerte, während die
Dealanzahl insgesamt verhalten bleibt
– K-förmiger M&A-Markt: Große, gut kapitalisierte Käufer – häufig
technologiegetrieben und US-basiert – profitieren überproportional,
während andere Marktsegmente zurückbleiben
– KI als strategischer und operativer Gamechanger: KI beeinflusst
nicht nur die strategische Logik von Transaktionen, sondern auch
deren Umsetzung
– M&A-Entwicklung in Österreich: Zahl der Transaktionen rückläufig –
mehrere großvolumige Deals haben den Markt getragen
Der globale Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) tritt 2026 in
eine neue Phase ein: Weniger zyklische Erholung, mehr struktureller
Wandel. Getrieben von massiven Investitionen in Künstliche
Intelligenz (KI) und einer Rückkehr großvolumiger Transaktionen
entstehen neue Dynamiken, die den M&A-Markt zunehmend polarisieren.
Das zeigt der aktuelle Global M&A Industry Trends 2026 Outlook von
PwC.
Während das weltweite Transaktionsvolumen weiter gedämpft bleibt,
steigt der Gesamtwert der Deals deutlich – vor allem durch eine
wachsende Zahl von Megadeals mit einem Volumen von mehr als fünf
Milliarden US-Dollar. Diese Entwicklung unterstreicht die
Herausbildung eines sogenannten K-förmigen M&A-Marktes: Große, gut
kapitalisierte Käufer und technologiegetriebene Unternehmen setzen
sich zunehmend vom restlichen Markt ab. Darunter bleibt ein breites
Feld an mittelgroßen und kleineren Transaktionen zurück – gebremst
von Bewertungsunsicherheit, einem herausfordernden
Finanzierungsumfeld und offenen Fragen zu KI-Strategie sowie
Auswirkungen von KI auf Geschäftsmodelle.
Zwtl.: KI verändert M&A grundlegend
Künstliche Intelligenz ist dabei kein isoliertes
Investitionsthema mehr. Sie beeinflusst strategische Prioritäten,
Kapitalallokation – und zunehmend auch die operative Durchführung von
Transaktionen. Beschleunigte Deal-Timelines, datenintensivere Due-
Diligence-Prozesse und neue Anforderungen an Transparenz verändern
die Grundlagen der M&A-Praxis.
Gleichzeitig bindet der globale KI-Investitionszyklus kurzfristig
erhebliche finanzielle Mittel und kann M&A-Aktivitäten dämpfen.
Mittel- bis langfristig dürfte genau dieser Investitionsschub jedoch
neue Transaktionsdynamiken auslösen, wenn Unternehmen M&A gezielt
nutzen, um Transformation zu beschleunigen und technologische
Fähigkeiten zuzukaufen.
„ Jenseits des klassischen Spannungsfelds zwischen organischem
und anorganischem Wachstum stehen Führungsteams heute vor der Frage,
wie konsequent sie in KI investieren. Das erfordert kritische
Portfolioprüfungen und führt zunehmend zu Desinvestitionen nicht-
strategischer Vermögenswerte “, so Gregor Zach, Partner und M&A
Leader bei PwC Österreich.
Zwtl.: Fokus: M&A-Entwicklung in Österreich
2025 ist die Zahl der M&A-Transaktionen in Österreich um rund 9 %
gesunken und liegt damit wieder auf dem Niveau der Vorjahre.
Gleichzeitig haben österreichische Unternehmen im Ausland akquiriert:
Mehrere großvolumige Deals – darunter zwei Transaktionen über jeweils
5 Mrd. US-Dollar in der Petrochemie und im
Finanzdienstleistungssektor – haben den Markt getragen.
„ In Österreich ist die M&A-Dynamik weniger von KI und Tech-
Innovationen getrieben. Vielmehr stehen Konsolidierungs- und
Kostendruck in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld im
Vordergrund – daher sehen wir zunehmend auch Transaktionen im Zuge
von Restrukturierungen und Insolvenzen “, analysiert Gerald
Eibisberger, Partner und Deals Leader bei PwC Österreich.
Zwtl.: Ausblick 2026: Ungleich, aber chancenreich
Für Deal-Maker bedeutet 2026 vor allem eines: M&A findet statt,
aber selektiv. Erfolgreich sind Unternehmen mit klarer strategischer
Agenda, belastbarem Kapitalzugang und der Fähigkeit, neue
Technologien auch in den Deal-Prozess selbst zu integrieren. Abwarten
wird zunehmend zum Risiko. Gefragt sind mutige Entscheidungen; wer
jetzt handelt, setzt die Weichen für nachhaltiges Wachstum und
verschafft sich einen Vorsprung in einem zunehmend asymmetrischen
Marktumfeld.
Weitere Informationen zur Studie :
https://direkt.pwc.at/MAtrends26
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