Wien (OTS) – In der dritten Verhandlungsrunde für den
Kollektivvertrag der PROPAK-
Industrie (Herstellung von Produkten aus Papier und Karton) konnte
keine Einigung erzielt werden. Das Angebot der Arbeitgeber liegt
aktuell zwischen 0 und 1% – und entspricht damit einer
durchschnittlichen Erhöhung von knapp über 20 Euro. Zusätzlich soll
die Arbeitszeit bei Schichtarbeit erhöht werden. Für das
Verhandlungsteam der Gewerkschaft GPA ist das inakzeptabel!
„Die aktuell angebotenen Null- bis Minimalerhöhungen sind noch
weit von einem tragbaren Kompromiss entfernt. Deshalb werden wir die
Beschäftigten nun in Betriebsversammlungen über den aktuellen
Verhandlungsstand informieren“, so Bernhard Hirnschrodt, zuständiger
Wirtschaftsbereichssekretär der Gewerkschaft GPA.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Branche gestalten
sich aufgrund von Umsatz- und Produktionsrückgängen weiterhin
schwierig. Trotzdem konnte bis auf wenige Ausnahmen weiterhin
positive Ergebnisse erwirtschaftet werden. „Niemand bestreitet, dass
die Ausgangslage keine einfache ist. Doch die Beschäftigten spüren
die gestiegenen Kosten jeden Tag an der Supermarktkasse oder bei der
Stromabrechnung. Eine durchschnittliche Erhöhung von knapp über 20
Euro hat angesichts dessen nichts mit einem fairen oder realistischen
Angebot zu tun!“, betont Hirnschrodt weiter.
„Wir erwarten uns in der nächsten Verhandlungsrunde ein
verbessertes Angebot, dass der tatsächlichen Leistung der Kolleginnen
und Kollegen entspricht“, so Hirnschrodt abschließend.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 24. Februar statt.