Linz (OTS) – Die AK Oberösterreich hat die Kosten von Park-Apps für
Linz, Steyr
und Wels unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Wer in Wels eine
halbe Stunde per App parkt, zahlt bis zu 100 Prozent mehr als den
offiziellen Mindesttarif. Die Preisunterschiede zwischen den
Anbietern sind erheblich – ein genauer Vergleich lohnt sich.
Die Mindesttarife in den Kurzparkzonen variieren in den drei Städten
deutlich:
– Wels: 50 Cent pro halbe Stunde
– Steyr: 70 Cent pro halbe Stunde
– Linz: 1 Euro pro halbe Stunde
Tipp: In Linz und Wels gibt es zudem Parkmünzen für die
Innenstadt, die Kund:innen bei Einkäufen in teilnehmenden Geschäften
erhalten können.
Komfort hat seinen Preis
Park-Apps werben mit einfacher, bargeldloser Abwicklung: Kein
Kleingeld, kein Weg zum Parkautomaten, flexible Verlängerung der
Parkdauer. Allerdings können pro Buchung zusätzliche
Transaktionsgebühren von bis zu 55 Cent anfallen. Positiv ist, dass
die Parkgebühr minutengenau für die tatsächlich genutzte Parkzeit
verrechnet wird. Doch bei jeder Verlängerung wird erneut eine
Transaktionsgebühr fällig, was ins Geld gehen kann.
Genau hinschauen bei Kennzeichen und Guthaben
Die Bezahlung erfolgt über ein in der App hinterlegtes
Zahlungsmittel, etwa Kreditkarte, Handyrechnung oder ein vorab
aufgeladenes Guthaben. Bereits aufgeladenes Guthaben muss konsumiert
werden und wird in der Regel nicht rückerstattet.
Besondere Sorgfalt ist geboten, wenn mehrere Fahrzeug-Kennzeichen in
der App gespeichert sind. Vor dem Start des Parkvorgangs sollte
unbedingt überprüft werden, ob das richtige Fahrzeug ausgewählt
wurde, damit die Parkgebühr korrekt zugeordnet wird.
Pauschalmodelle als Alternative
Für Nutzer:innen, die mehrmals im Monat mit Park-Apps bezahlen,
können Tarifmodelle mit fixem Pauschalbetrag und unbegrenzter Anzahl
an Parkvorgängen interessant sein. Dabei empfiehlt sich, besonders
auf Kündigungsfristen und Vertragsbedingungen zu achten.
Fazit: Park-Apps bieten Komfort, können jedoch spürbare Mehrkosten
verursachen. Ein Preisvergleich auf Basis des eigenen Parkverhaltens
zahlt sich jedenfalls aus.
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