Wien (OTS) – Die gezielte Förderung von Frauen in Führungsfunktionen
ist ein
entscheidender Faktor für eine starke und zukunftsfähige Wirtschaft.
Trotz hoher Qualifikation sind Frauen in Management- und
Aufsichtsratspositionen weiterhin unterrepräsentiert. Mit dem
Führungskräfteprogramm „Zukunft.Frauen“ setzen das Bundesministerium
für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET), die Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ) und die Industriellenvereinigung (IV) ein klares
gemeinsames Zeichen für mehr Chancengleichheit, Vielfalt und
Wettbewerbsfähigkeit.
Das Programm unterstützt Frauen mit Führungspotenzial durch
fundierte Qualifizierungsangebote, gezielte Weiterbildung sowie den
Aufbau tragfähiger Netzwerke. Ziel ist es, qualifizierte Frauen
bestmöglich auf Management- und Aufsichtsratsfunktionen vorzubereiten
und ihre Sichtbarkeit in wirtschaftlichen Entscheidungspositionen
nachhaltig zu erhöhen.
Staatssekretärin Zehetner: Gleichstellung als Voraussetzung für
nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg
Anlässlich der Diplomverleihung des 27. Durchgangs betont
Staatssekretärin Elisabeth Zehetner:
„Mit dem Programm ‚Zukunft.Frauen‘ verbindet mich weit mehr als
ein gemeinsames Projekt, ich bin davon überzeugt, dass wir Frauen
gezielt stärken müssen, damit sie Verantwortung übernehmen und ihre
Talente in Führungspositionen voll entfalten können. Vielfalt in
Führung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine starke,
innovative und zukunftsfähige Wirtschaft. Wir haben in den
vergangenen Jahren Fortschritte gemacht, darauf können wir aufbauen.
Gleichzeitig wissen wir: Gleichstellung ist kein Selbstläufer. Sie
braucht kontinuierliches Engagement, konkrete Fördermaßnahmen und
Menschen, die daran glauben. Genau deshalb liegt mir dieses Programm
so am Herzen, weil es Frauen Mut macht, Chancen eröffnet und unsere
Gesellschaft insgesamt voranbringt.“
Unternehmen mit Frauen in Führungspositionen sind nachweislich
erfolgreicher und widerstandsfähiger, da unterschiedliche
Perspektiven und Erfahrungen bessere Entscheidungen ermöglichen.
Dennoch sind Frauen in Top-Positionen nach wie vor
unterrepräsentiert. „Als Wirtschaftsministerium setzen wir uns daher
gemeinsam mit starken Partnerinnen und Partnern aktiv für eine
diversere und inklusivere Arbeitswelt ein. Gleichstellung ist kein
Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung für nachhaltigen
wirtschaftlichen Erfolg“, so Zehetner. „Ich gratuliere allen
Absolventinnen von ‚Zukunft.Frauen‘ herzlich. Sie sind Vorbilder und
Multiplikatorinnen und werden ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre
Netzwerke nutzen, um ihre eigenen Karrieren voranzubringen und
zugleich andere Frauen auf ihrem Weg zu unterstützen.“
WKÖ-Präsidentin Martha Schultz: Frauen für Spitzenpositionen in
der Wirtschaft
„Frauen gestalten die Wirtschaft von morgen. Sie treiben
Innovation, Wachstum und Modernisierung voran und übernehmen
Verantwortung als Entscheidungsträgerinnen. Der Weltfrauentag
erinnert uns jedes Jahr daran, wie bedeutend die Leistungen von
Frauen sind, doch echte Anerkennung darf nicht auf einen einzigen Tag
beschränkt bleiben. Frauen sollen 365 Tage im Jahr Sichtbarkeit haben
und in der ersten Reihe von Unternehmen stehen.
Mehr Frauen in Spitzenpositionen sind nicht nur wünschenswert,
sondern wirtschaftlich notwendig und ein entscheidender
Wirtschaftsfaktor. Seit Jahren unterstützt das Führungskräfteprogramm
Zukunft.Frauen mit gezielter Weiterbildung, Sichtbarkeit und einem
starken Netzwerk Frauen auf ihrem Weg in Vorstände und Aufsichtsräte.
Die Absolventinnen des 27. Durchgangs zeigen eindrucksvoll, welches
Potenzial weibliche Führung entfalten kann. Sie sind engagiert,
kompetent und bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Ich gratuliere jeder einzelnen Absolventin sehr herzlich, im
Namen der Wirtschaftskammer Österreich und in meinem eigenen Namen,
zum erfolgreichen Abschluss von Zukunft.Frauen. Sie sind Vorbilder
und Wegbereiterinnen für eine Wirtschaft, die vielfältiger, moderner
und zukunftsorientierter ist“, betont Martha Schultz, Präsidentin der
Wirtschaftskammer Österreich.
IV-Bereichsleiterin Gudrun Feucht: Vielfalt als
Wettbewerbsvorteil
„Für die Industriellenvereinigung (IV) ist Vielfalt ein klarer
Wettbewerbsvorteil. Unternehmen mit vielfältig zusammengesetzten
Führungsteams können ihr Potenzial besser ausschöpfen – dank
unterschiedlicher Perspektiven, breiter Expertise und vielfältiger
Führungsstile. Die Initiative Zukunft.Frauen leistet einen
bedeutenden Beitrag zur Modernisierung der österreichischen
Wirtschaft und zur Förderung hervorragend ausgebildeter Frauen. Neben
Erfahrung und Qualifikation braucht es für Sichtbarkeit auch ein
starkes Netzwerk – genau das bietet Zukunft.Frauen. Österreichs
Wirtschaft kann es sich nicht leisten, auf das Wissen und die
Innovationskraft von Frauen zu verzichten. Notwendig sind
Rahmenbedingungen, die dieses Potenzial gezielt stärken –
insbesondere in Führungs- und Entscheidungsfunktionen, in denen
Frauen deutlich stärker vertreten sein sollten“, betont IV-
Bereichsleiterin für Bildung & Gesellschaft Gudrun Feucht.
Über das Führungskräfteprogramm „Zukunft.Frauen“
„Zukunft.Frauen“ ist eine gemeinsame Initiative des BMWET, der
WKÖ und der IV und wird seit 2010 erfolgreich umgesetzt. Das Programm
kombiniert Workshops, Mentoring, Netzwerkaufbau und
Erfahrungsaustausch und vermittelt den Teilnehmerinnen das notwendige
Rüstzeug für Führungsaufgaben.
Bislang wurde „Zukunft.Frauen“ in 27 Durchgängen von über 600
Frauen erfolgreich absolviert. Bewerbungen für den bereits
ausgeschriebenen 29. Durchgang mit Start im September 2026 sind bis
Mitte Mai 2026 möglich. Weitere Informationen unter www.zukunft-
frauen.at
Aufsichtsrätinnen-Datenbanksehr gefragt
Die öffentlich zugängliche Aufsichtsrätinnen-Datenbank ergänzt
das Programm und erleichtert Unternehmen die Suche nach
qualifizierten Kandidatinnen für Aufsichtsratsfunktionen. In der
Datenbank sind aktuell bereits über 1.000 Frauen registriert. Die
freiwillige Selbstverpflichtung des Bundes zu einer Frauenquote in
Aufsichtsgremien der Unternehmen, die einen Bundesanteil von
mindestens 50 Prozent aufweisen, trägt zusätzlich zu einer Stärkung
von Frauen in Führungspositionen bei. Die gesetzliche Verankerung der
Frauenquote für Aufsichtsräte in Unternehmen mit mehr als 1.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt das.
Fotos der Veranstaltung finden Sie demnächst auf www.zukunft-
frauen.at