Wien (OTS) – Ostern entwickelt sich in Wien immer stärker zum
Geschenke-Highlight:
Laut aktueller Umfrage planen heuer 77 Prozent der Wienerinnen und
Wiener, zu Ostern jemanden zu beschenken – ein neuer Höchstwert.
„Ostern wird wieder verstärkt im Familienkreis gefeiert und
gleichzeitig ganz bewusst als Geschenkanlass genutzt. Die Zahl der
Schenkenden ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen“,
sagt Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der
Wirtschaftskammer Wien. Besonders häufig werden Kinder und
Enkelkinder (61 Prozent) sowie Partnerinnen und Partner (52 Prozent)
beschenkt.
62 Millionen Euro für das Osterfest
Im Schnitt geben die Wienerinnen und Wiener rund 50 Euro aus –
insgesamt ergibt das 62 Millionen Euro Ausgaben im Wiener Handel.
Während 67 Prozent ihre Ausgaben auf Vorjahresniveau halten wollen,
planen 14 Prozent höhere und 19 Prozent niedrigere Ausgaben. „Die
steigende Bedeutung des Osterfests sorgt für einen spürbaren
Umsatzimpuls im Wiener Handel“, so Gumprecht.
Klassiker dominieren die Osternester
Ganz vorne liegen Süßigkeiten (74 Prozent), gefolgt von gefärbten und
gekochten Eiern (45 Prozent). Blumen und Pflanzen sowie Spielsachen
erreichen jeweils 31 Prozent, Bücher werden in rund jedem vierten
Fall verschenkt. Insgesamt werden in Wien rund 5 Millionen
Schokohasen und etwa 12 Millionen Ostereier verschenkt.
Familie und Tradition im Mittelpunkt
Ostern bleibt vor allem ein Fest des Miteinanders: 70 Prozent feiern,
61 Prozent besuchen Verwandte, und 53 Prozent genießen ein
gemeinsames Osteressen oder eine Osterjause.
Auch die Bräuche sind lebendig wie eh und je: Ostereiersuche (45
Prozent), Eierpecken (37 Prozent), Eierfärben (36 Prozent) und das
Aufstellen eines Osterstrauchs (31 Prozent) gehören für viele fix
dazu. „Ostern wird wieder aktiver im Kreis der Familie gelebt – als
gemeinsame Unternehmung, die Tradition und Freude verbindet“, so
Gumprecht.
Nachhaltigkeit wichtig, aber preisbewusst
Beim Einkauf achten 69 Prozent auf nachhaltige Produkte. 43 Prozent
sind bereit, dafür bis zu 10 Prozent mehr zu bezahlen, 16 Prozent
akzeptieren Aufschläge von bis zu 20 Prozent. Gleichzeitig greifen 38
Prozent nur dann zu nachhaltigen Produkten, wenn diese preislich
gleich oder günstiger sind. „Nachhaltigkeit ist für viele ein
wichtiges Thema – entscheidend bleibt aber, dass sie leistbar ist“,
betont Gumprecht.
Stationärer Handel klar vorne
Der Großteil der Wienerinnen und Wiener kauft weiterhin im Geschäft
vor Ort: 85 Prozent setzen auf den stationären Handel, rund 31
Prozent nutzen zusätzlich Onlineangebote. „Gerade zu Ostern zeigt
sich die hohe Bedeutung des stationären Handels für viele Wienerinnen
und Wiener“, so Gumprecht.
Umfrage: KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer
Wien (2026)