St. Pölten (OTS) – Im Rahmen eines Besuchs an der Gesundheits- und
Krankenpflegeschule (
GuKPS) Tulln betonte Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister
die zentrale Bedeutung einer qualitätsvollen Ausbildung für die
Zukunft der Pflege in Niederösterreich. Angesichts des demografischen
Wandels und einer älter werdenden Gesellschaft sei es wichtiger denn
je, ausreichend gut ausgebildete Pflegekräfte zur Verfügung zu haben.
„Die Langzeitpflege ist ein zentraler Pfeiler unseres Sozial- und
Gesundheitssystems. Sie sichert Lebensqualität, Würde und
Selbstbestimmung älterer Menschen. Dafür braucht es bestens
ausgebildete Fachkräfte mit hoher Professionalität und großem
Einfühlungsvermögen“, so Teschl-Hofmeister. Gerade im Bereich der
Langzeitpflege seien spezifische Kompetenzen gefragt – etwa in der
Demenzbetreuung, Hospiz- und Palliativpflege oder in der
Kommunikation mit Angehörigen. Niederösterreich setzt daher gezielt
auf ein breites und differenziertes Ausbildungsangebot.
An insgesamt elf Schulstandorten der NÖ Landesgesundheitsagentur
erhalten derzeit mehr als 1.700 Schülerinnen und Schüler eine
fundierte Ausbildung in unterschiedlichen Pflegeberufen. Das Angebot
reicht von der einjährigen Pflegeassistenz über die zweijährige
Pflegefachassistenz bis hin zu spezialisierten Ausbildungen und
Weiterbildungen, etwa in der geriatrischen Pflege, Onkologie oder im
Wundmanagement. Auch neue Berufsbilder wie die Operationstechnische
Assistenz oder die Ordinationsassistenz wurden erfolgreich etabliert,
um auf aktuelle Anforderungen im Gesundheitswesen zu reagieren.
Ergänzt wird das Angebot durch Bachelor-Studiengänge an
Fachhochschulen sowie durch wohnortnahe Ausbildungsmodelle.
„Mit den ‚Sieben Wegen in die Pflege‘ stellen wir sicher, dass in
jeder Region unseres Landes attraktive und wohnortnahe
Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen – sowohl für junge
Menschen als auch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger“, betont
die Landesrätin weiters. Besonders erfreulich: Rund 50 Prozent der
Absolventinnen und Absolventen entscheiden sich nach ihrer Ausbildung
für eine Tätigkeit innerhalb der NÖ Landesgesundheitsagentur.
Gleichzeitig zeigt sich, dass rund 60 bis 70 Prozent der
Auszubildenden im zweiten Bildungsweg in die Pflege einsteigen –
unterstützt unter anderem durch das Pflegestipendium des AMS.
Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Tulln bietet ein breites
Spektrum an Aus- und Weiterbildungen – von der Pflegeassistenz über
die Pflegefachassistenz bis hin zu spezialisierten Weiterbildungen
wie der Praxisanleitung oder der geriatrischen Pflege. Der Mensch
steht dabei stets im Mittelpunkt: Neben fachlicher Kompetenz wird
großer Wert auf soziale Fähigkeiten, persönliche Entwicklung und
praxisnahe Ausbildung gelegt.
Teschl-Hofmeister unterstreicht: „Unsere Schulen leisten mit
ihren engagierten Pflegepädagoginnen und Pflegepädagogen einen
unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung der Pflegequalität in
Niederösterreich.“
Neben der Ausbildung setzt das Land NÖ auch auf umfassende
Maßnahmen zur Stärkung des Pflegebereichs: „Das Land Niederösterreich
bekennt sich weiterhin klar zur Unterstützung seiner Pflegekräfte:
Auch im kommenden Jahr wird der Pflegebonus für Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie mobilen
Diensten ausbezahlt. Damit wird das Engagement jener Menschen
gewürdigt, die täglich mit großem Einsatz für das Wohl
pflegebedürftiger Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher
sorgen“, sagt die Landesrätin. Darüber hinaus investiere das Land
massiv in den Ausbau der Pflegeinfrastruktur. Eine Ausbauoffensive im
stationären Bereich im Umfang von 300 Millionen Euro sei bereits im
Gange: „300 Plätze sind bereits entstanden, mehrere hundert sind
aktuell in Planung oder Bau, und weitere Projekte stehen in den
Startlöchern.“
Der Bedarf an Pflegepersonal wird in Niederösterreich primär
durch die Ausbildung im eigenen Bundesland gedeckt. Ergänzend werden
internationale Kooperationen genutzt, um den steigenden Bedarf
langfristig abzusichern. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen ausreichend
qualifiziertes Personal ausbilden, attraktive Arbeitsbedingungen
schaffen und gleichzeitig die Pflegeinfrastruktur weiter ausbauen.
Die Pflege ist ein krisensicherer und sinnstiftender Beruf mit
Zukunft – und wir schaffen die besten Rahmenbedingungen dafür“,
unterstreicht Teschl-Hofmeister abschließend.
Für weitere Informationen: Universitätsklinikum Tulln, Viola
Hirschbeck, MSc, Tel.: +43 (0) 2272 / 9004 – 23013, E-Mail: presse@
tulln.lknoe.at
