LH Mikl-Leitner im Austausch mit Waldviertler Unternehmen unter dem Motto „Wirtschaft stärken. Zukunft sichern“

St. Pölten (OTS) – Leitbetriebe aus der Region, darunter Unternehmen
wie Test-Fuchs,
Eaton, Leyrer & Graf oder ELK trafen kürzlich mit Landeshauptfrau
Mikl-Leitner zum Wirtschaftsdialog bei Pollmann Österreich in
Karlstein an der Thaya zusammen, um die Herausforderungen und Chancen
für die Wirtschaftsregion Waldviertel zu diskutieren.

„Das Waldviertel ist eine wirtschaftliche Vorzeigeregion“,
betonte dabei die Landeshauptfrau und ergänzte: „Von der einstigen
Peripherie haben sich die Waldviertler Unternehmen zu Export-Profis
und in einigen Bereichen sogar zu Weltmarktführern entwickelt.“ So
finden sich im Waldviertel rund 23.000 Arbeitsstätten mit über
105.000 Beschäftigten. Auch als Ausbildungsstätte für Lehrlinge sind
derzeit 720 Waldviertler Betriebe als Lehrbetriebe mit derzeit rund
2.400 Lehrlingen umfassend aktiv. So generiert die Region Waldviertel
eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund zehn Milliarden Euro.

Stefan Graf von Leyrer + Graf stellte den Plan für eine
gemeinsame Waldviertel Wirtschaftsstrategie vor. Insbesondere die
Themen Energie- und Kreislaufwirtschaft sowie Gesundheit und
Wohlergehen bergen enorme Entwicklungspotenziale für die Region. Graf
dazu: „Aus der Region heraus soll nun an einer spezifischen
Waldviertel Wirtschaftsstrategie gearbeitet werden. Dabei wollen wir
möglichst viele Betriebe und vor allem die regionale Politik abholen,
die sich aktiv einbringen sollen. Neben dem Ausbau bestehender
Stärken sollen auch Innovationen in den Potenzialfeldern
vorangetrieben werden.“

In den nächsten Wochen sind dazu Workshops mit Unternehmerinnen
und Unternehmern und politischen Vertreterinnen und Vertretern der
Region sowie weiteren Interessensgruppen geplant, um hier eine
kompakte, gemeinsame Vorgangsweise zur weiteren wirtschaftlichen
Entwicklung der Region voranzutreiben.

Die Landeshauptfrau ging auch auf die neue Wirtschaftsstrategie
2030+ ein und freute sich über die Waldviertel-Initiative:
„Zahlreiche Maßnahmen aus unserer neuen Wirtschaftsstrategie zahlen
auch stark auf die Bedürfnisse von Betrieben der Region Waldviertel
ein.“ Im laufenden Arbeitsprogramm zur Wirtschaftsstrategie werden
derzeit ein Call zur Entwicklung von Prototypen, ein spezielles
Programm zur Unterstützung von Handwerksbetrieben im Bereich
Digitalisierung oder eine Nachfolge-Initiative angeboten.

Wirtschaftsforscher Christian Helmenstein hob die Eckpfeiler der
Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2030+ mit dem Fokus auf
Produktivität, Hebung der Standortattraktivität sowie Forschung und
Innovation hervor. Diese bilden das Fundament für die weiteren
wirtschaftlichen Entwicklungen des Waldviertels. „Die in der
Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2030+ adressierten Themen wie
Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und Gesundheit sind wesentliche
Eckpfeiler für die Wirtschaft des Waldviertels.“ „Made in Lower
Austria“ oder „Made im Waldviertel“ solle laut Helmenstein nicht mehr
nur als Herkunftskennzeichnung gesehen werden, sondern als
Qualitätsmerkmal.

Pollmann Österreich fungierte als Gastgeber für diesen
hochkarätigen Wirtschaftsdialog. Das 1888 gegründete, auf Mechatronik
-Komponenten spezialisierte Unternehmen beschäftigt weltweit über
1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon über 500 am Hauptsitz
Karlstein im Waldviertel. Das Unternehmen wurde mehrfach
ausgezeichnet. Zuletzt mit dem „Leading Employer“ für exzellente
Arbeitsbedingungen. Gastgeber Stefan Pollmann betonte die Bedeutung
eines starken Miteinanders und verwies zugleich auf die besondere
Qualität der Region: „Gerade im Waldviertel haben wir eine
beeindruckende Vielfalt an leistungsstarken Unternehmen, die sich
erfolgreich im globalen Wettbewerb behaupten. Unser gemeinsames Ziel
muss es sein, diese Unternehmen – und vor allem die engagierten
Menschen dahinter – noch sichtbarer zu machen.“

Im Rahmen des Dialogs wurde deutlich, dass die teilnehmenden
Unternehmen über großes Potenzial und Innovationskraft verfügen.
Durch Eigeninitiative, Zusammenarbeit und den Mut, neue Wege zu
gehen, setzen sie bereits heute wichtige Impulse und positionieren
sich als starke, zukunftsorientierte Spitzenbetriebe – sowohl
regional als auch international.