Telekom- und Digitalregulierung neu denken: Studie analysiert Chancen, Risiken und Reformbedarf in einem vernetzten Ökosystem

Wien (OTS) – Seit der Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte in
den 90iger
Jahren hat sich sowohl auf elektronischen Kommunikationsmärkten als
auch im gesamten IKT-Ökosystem enorm viel verändert. So waren die
letzten Jahre durch den Ausbau und den Einsatz neuer Infrastrukturen
bzw. Technologien mit ganz neuen Möglichkeiten geprägt. In
Mobilfunknetzen wurde 5G ausgerollt, im Festnetz wird Glasfaser
laufend ausgebaut und die Abschaltung des Kupfernetzes wird
diskutiert. Starlink hat das erste umfassende Low Earth Orbit
Satellitennetzwerk gestartet und Amazon Leo ist dicht dahinter.

„Um den Anforderungen eines vernetzten, technologiegetriebenen
und wirtschaftlich hochrelevanten IKT-Sektors jetzt und zukünftig
gerecht zu werden, bedarf es auch einer inhaltlichen und
institutionellen Weiterentwicklung der Telekom- und
Digitalregulierung. Der Fachbereich Telekommunikation und Post der
RTR hat das unabhängige Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria mit
der Erstellung einer Studie beauftragt, um hier eine fundierte
kritische externe Meinung zu erhalten. Die Studie stellen wir daher
ab sofort der interessierten Öffentlichkeit und allen Stakeholdern
auf unserer Website für einen weiteren Diskurs zur Verfügung“, sagt
Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich
Telekommunikation und Post, und betont, „wir haben bewusst ein
regulierungskritisches Institut ausgewählt, um unsere bestehenden
Sichtweisen einer objektiven Prüfung zu unterziehen.“

„Die extreme Dynamik des Marktes stellt die bestehenden
gesetzlichen Rahmenbedingungen zunehmend auf die Probe. Vor diesem
Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich die Regulierung des IKT-
Sektors in Zukunft verändern soll, um optimale Ergebnisse im Sinne
aller Stakeholder – Wirtschaft wie Endnutzer:innen – zu erzielen, und
dabei Innovation und Wettbewerb zu fördern. Hier setzt unsere Studie
an“, sagt Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria.

„Wir haben in der Studie vier Schwerpunkte gesetzt, um zu
analysieren, wie sich Regulierung in einem stark vernetzten und
schnelllebigen Umfeld weiterentwickeln muss. Im Fokus standen die
Ausgestaltung der Regulierung, die Aufteilung zwischen europäischer
und nationaler Ebene, die Kosten-Nutzen-Bilanz seit Beginn der
Liberalisierung sowie die Frage, welche Spielräume es auf nationaler
Ebene bei den behördlichen Zuständigkeiten gibt“, führt der
Studienautor von EcoAustria, Wolfgang Briglauer, aus.

„Über konstruktives Feedback würde ich mich freuen! Um
diesbezüglich einfach mit uns in Kontakt treten zu können, haben wir
die Mailadresse [email protected] eingerichtet, die wir ein Monat
lang offen halten“, so Steinmaurer abschließend.

Die Studie ist auf der Website der RTR unter
https://www.rtr.at/zukunft-telekom-und-digitalregulierung
veröffentlicht und umfasst alle Bereiche, die entweder den Bereich
Telekommunikation direkt betreffen oder in einem Naheverhältnis zum
Sektor stehen. Nicht umfasst sind hingegen Themen wie die Regulierung
von Medien und Inhalten.

Über die RTR

Die „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH“ (RTR) steht zu 100
Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung
des Wettbewerbs auf dem Medien-, Telekommunikations- und Postmarkt
sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz
definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und
ist in die beiden Fachbereiche „Telekommunikation und Post“ (Klaus M.
Steinmaurer) sowie „Medien“ (Wolfgang Struber) gegliedert. Als
Geschäftsstelle unterstützt sie die Kommunikationsbehörde Austria (
KommAustria), die Telekom-Control-Kommission (TKK) und die Post-
Control-Kommission (PCK). Weitere Informationen sind unter www.rtr.at
veröffentlicht.