Pfaffenschlag (OTS) – Umsatzerlöse stabil bei 168,0 Mio. EUR |
Geringeres Windaufkommen
führt zu einem Ergebnis von 14,7 Mio. EUR | Investitionen von 180,0
Mio. EUR stärken künftige Ertragsbasis | Bilanzsumme erstmals über 1
Mrd. EUR
Zwtl.: Solide Erträge in volatilem Marktumfeld
Die W.E.B-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse in
Höhe von 168,0 Mio. EUR und blieb damit nahezu auf dem Niveau des
Vorjahres von 170,4 Mio. EUR – und das trotz außergewöhnlich
schwacher Windbedingungen in den europäischen Kernmärkten.
Wesentliche Beiträge zur Stromproduktion kamen aus den 2024 neu in
Betrieb genommenen Anlagen sowie den nordamerikanischen Standorten.
Ergebnisseitig wirkte sich der fortgesetzte Ausbau erwartungsgemäß
aus: Sowohl Abschreibungen infolge der Inbetriebnahmen (53,6 Mio. EUR
gegenüber 47,7 Mio. EUR im Vorjahr) als auch Zinsaufwendungen (22,7
Mio. EUR gegenüber 18,4 Mio. EUR) sind gestiegen. Das Ergebnis nach
Steuern belief sich auf 14,7 Mio. EUR nach 20,3 Mio. EUR im Jahr
2024.
„Dass wir trotz der mehr als herausfordernden Windbedingungen
solide Ergebnisse erzielen, zeigt einmal mehr unser stabiles
Geschäftsmodell“, erklärt Finanzvorstand Michael Trcka. „Vor allem
unsere kanadischen Kraftwerke zeigten deutlich, dass sich
geografische Diversifizierung bezahlt macht.“
Zwtl.: Skalierung des Portfolios als zentraler Werttreiber
Im Berichtsjahr setzte die W.E.B ihren nationalen und
internationalen Wachstumskurs konsequent fort und leitete die nächste
Ausbaustufe ihres Kraftwerksportfolios ein. Insgesamt wurden drei
Windparks sowie sieben Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung
von rund 40 MW in Betrieb genommen. In Österreich wurde der Windpark
Spannberg IV realisiert, während in Deutschland die Projekte Grube
und Glaubitz RII zur Erweiterung der Kapazität beitrugen. Im
Photovoltaikbereich wurde neben sechs Anlagen in Österreich erstmals
auch ein Projekt in der Slowakei umgesetzt.
Parallel dazu startete der Bau weiterer Kraftwerke, deren
Fertigstellung überwiegend für das Jahr 2026 vorgesehen ist. Dazu
zählen unter anderem das Projekt Weavers Mountain in Kanada, mit 94,4
MW das bislang größtes Einzelprojekt in der Unternehmensgeschichte in
Kanada, der Windpark Poilly in Frankreich sowie der Windpark Wörbzig
II in Deutschland, bei dem erstmals Anlagen der 7-MW-Klasse
eingesetzt werden.
Zwtl.: Investitionsdynamik stärkt zukünftige Erträge
Die Investitionen, die vor allem neue und in Bau befindliche
Kraftwerke betreffen, beliefen sich im Jahr 2025 auf 180 Mio. EUR.
Sie unterstreichen die dynamische Expansion des Unternehmens. Die
Bilanzsumme überschritt im Berichtsjahr erstmals die Marke von 1 Mrd.
EUR.
„Unsere Investitionen folgen klaren Leitlinien: aktives
Portfoliomanagement, disziplinierter Kapitaleinsatz für profitables
Wachstum und nachhaltige Wertsteigerung. Dazu zählt auch der Einsatz
großskaliger Anlagen, wie in Wörbzig, die eine noch
kosteneffizientere Stromproduktion ermöglichen“, betont Florian
Müller, Vorstand für Projektentwicklung.
Zwtl.: Operative Schwankungen durch Diversifikation abgefedert
Das Geschäftsjahr 2025 verdeutlicht zugleich den Einfluss
meteorologischer Rahmenbedingungen auf das operative Geschäft. Auch
das ungewöhnlich niedrige Windaufkommen in Europa bewegte sich
innerhalb der statistisch erwartbaren Bandbreiten.
„Wetterbedingte Schwankungen gehören zu unserem Geschäftsmodell.
Entscheidend ist, dass wir durch geografische Diversifikation,
technologische Optimierung und datenbasierte Planung die Auswirkungen
weitgehend ausgleichen können“, erläutert Roman Prager, Vorstand
Operations.
Zwtl.: Stabile Struktur und klare Erfolgsanreize
Auch strukturell ist die W.E.B stabil aufgestellt. Nach den
Steigerungen der vergangenen Jahre blieb die Anzahl der
Mitarbeiter:innen 2025 konstant, während der Personalaufwand um 6
Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Dies ist unter anderem auf das
erfolgsabhängige Vergütungssystem zurückzuführen. Variable
Gehaltsbestandteile sind an Wachstums- und Rentabilitätskennzahlen
gekoppelt, wodurch sich die wirtschaftliche Entwicklung des
Unternehmens direkt auch in der Vergütung widerspiegelt.
„Wir sind gut aufgestellt, um unser Kraftwerksportfolio weiter
auszubauen, und treiben gleichzeitig organisatorische Verbesserungen
konsequent voran. Die Beteiligung unserer Mitarbeiter:innen am Erfolg
ist uns wichtig – aktuell dargestellt über unser Prämiensystem. Wir
haben auch vor, ein Programm zur Mitarbeiter:innenbeteiligung
umzusetzen. Ein entsprechender Beschluss zum Aktienrückkauf wird in
der kommenden Hauptversammlung vorgelegt“, sagt Stefanie Markut,
Vorstand für Corporate Development.
Zwtl.: Robuste Finanzierungsstruktur und wachsende
Investor:innenbasis
Im Finanzierungsbereich setzte die W.E.B ihre bewährte Strategie
fort und platzierte erfolgreich die 20. Unternehmensanleihe, deren
Volumen mit rund 32,8 Mio. EUR vollständig ausgeschöpft wurde. Die
Mittel fließen in die Projektentwicklung und in den Ausbau des
Kraftwerksportfolios.
Die breite Beteiligungsbasis der W.E.B zeigt sich in der
steigenden Zahl der Aktionär:innen, die im Februar 2026 die Marke von
7.000 überschritt. Neue Dialogformate wie regelmäßige
Investoren:innencalls, die 2025 eingeführt wurden, unterstreichen den
Anspruch an transparente Kommunikation.
Zwtl.: Fokussierung auf Kernkompetenzen und Integration neuer
Technologien
Ein besonderer Meilenstein im Berichtsjahr war das 25-jährige
Jubiläum der W.E.B-Tochter in Deutschland, einem der
wettbewerbsintensivsten Windenergiemärkte Europas, in dem seit dem
Markteintritt 14 Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 124 MW
realisiert wurden.
Gleichzeitig feierte das erste Windrad der Unternehmensgeschichte
im niederösterreichischen Michelbach sein 30-jähriges Bestehen und
steht sinnbildlich für die langfristige Ausrichtung des
Geschäftsmodells.
Nach dem Bilanzstichtag setzte die W.E.B einen weiteren
strategischen Schritt und veräußerte ihre E-Mobilitätstochter ELLA.
Damit konzentriert sich das Unternehmen künftig noch stärker auf sein
Kerngeschäft, nämlich die Entwicklung und den Betrieb von Wind- und
Photovoltaikkraftwerken. Ein zukünftiger Schwerpunkt liegt auf der
Integration von Batteriespeichern, um die erzeugte Energie
effizienter nutzen zu können. Erste konkrete Projekte, wie ein
Batteriespeicher am Standort Grafenschlag, befinden sich bereits in
Planung, unterstützt durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen in
Österreich.
Insgesamt zeigt sich: Die W.E.B setzt ihren Wachstumskurs trotz
volatiler Rahmenbedingungen konsequent fort. Der Ausbau des
Portfolios, die internationale Diversifikation und die breite
Beteiligung von Investor:innen sichern langfristig stabile Erträge
und nachhaltiges Wachstum.
Zwtl.: Erneuerung im Aufsichtsrat bei der kommenden Hauptversammlung
am 29. Mai 2026
Drei langjährige Mitglieder des Aufsichtsrats – Vorsitzender
Josef Schweighofer, Stefan Bauer und Martin Zimmermann – werden bei
der kommenden Hauptversammlung nicht mehr zur Wiederwahl antreten.
Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund ihrer langjährigen
Zugehörigkeit und steht im Zeichen einer ausgewogenen
Weiterentwicklung des Gremiums, die Erfahrung mit neuen Impulsen
verbindet.
Auf Vorschlag des Aufsichtsrats sollen mit Birgit Brinda-Schumann
und Gabriele Lehner zwei ausgewiesene Finanzexpertinnen neu ins
Gremium gewählt werden. Die erforderliche Zustimmung vorausgesetzt,
werden sie mit ihrer fachlichen Expertise und internationalen
Erfahrung die W.E.B beim weiteren Wachstum gezielt unterstützen.
