Wien (OTS) – Anfang Mai 2023 hat die Welt-Gesundheitsorganisation WHO
den globalen
Gesundheitsnotstand für Covid-19 aufgehoben.
Genau drei Jahre später: In ihrer Mitteilung warnt die
Europäische Kommission wegen der Eskalation im Nahen Osten die
Mitgliedsländer vor Instabilität durch steigende Energiepreise und
Verlangsamung der Lieferketten.
Auch der Verband der Österreichischen Arzneimittel-
Vollgroßhändler PHAGO stellt sich auf die nächste Krise ein und setzt
auf die Lehren aus der Corona-Pandemie. Diese sind laut PHAGO:
– Sicherstellung der Arzneimittellogistik : Die EU-Kommission nennt
ausdrücklich die Versorgungssicherheit für lebensnotwendige Güter wie
Arzneimittel.
– Puffer-Funktion : Die PHAGO-Betriebe halten zwölf Millionen
Arzneimittel-Packungen auf Lager, um kurzfristige Lieferausfälle
kompensieren zu können.
– Mangel-Management : Eine der Lehren aus Corona ist, dass es zu
Hamsterkäufen kommt. Die Arzneimittel-Vollgroßhändler achten auf eine
sachgerechte Verteilung bei drohender Verknappung.
– Geographische Verteilung : Im Land der Berge ist es entscheidend,
dass Arzneimittel auch abseits der Ballungsräume gut verfügbar sind.
Die PHAGO-Großhändler beliefern in der Krise Apotheken flächendeckend
in ganz Österreich – von Waidhofen an der Thaya im äußersten
Waldviertel bis Feldkirch in Vorarlberg.
Zur Sicherstellung der Arzneimittel-Versorgung begrüßt der
Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO die EU Kommissions-
Empfehlung, befristete staatliche Beihilfe-Maßnahmen zu treffen. Wie
zuletzt bekannt gegeben, belaufen sich die Mehrkosten durch die
gestiegenen Treibstoffkosten auf 330.000 Euro, ab Mai ist man mit
einer monatlichen Mehrbelastung von 165.000 Euro konfrontiert.
PHAGO-Generalsekretärin Monika Vögele: „ Abgesehen von der globalen
Konzentration der Fertigungsstätten, allen voran in Indien und China,
hat die Corona-Pandemie gezeigt, dass auch die Schließung von Grenzen
und wichtigen Verkehrswegen die Versorgungssicherheit mit
Arzneimitteln verschlechtern kann. “
„Vergangene Krisen haben gezeigt, dass rasches Handeln und
gezielte Flexibilität von entscheidender Bedeutung sind“, so auch die
EU-Kommission in ihrer aktuellen Mitteilung.
