Stocker/Totschnig: Auszahlung des Agrardiesels wird vorgezogen

Wien (OTS) – Steigende Betriebsmittelkosten und wachsender
Wettbewerbsdruck setzen
Österreichs Bäuerinnen und Bauern seit Monaten massiv unter Druck.
Besonders die stark gestiegenen Preise für Diesel und Dünger belasten
die bäuerlichen Familienbetriebe. Um rasch zu entlasten, wird die
Agrardieselrückvergütung noch heuer ausbezahlt. Das ist ein Beitrag
zum Aufschwung für Österreich und dazu, die 2-1-0 Stocker-Formel zu
erreichen.

Bundeskanzler Christian Stocker und Landwirtschaftsminister Norbert
Totschnig: „Mit dem Vorziehen der Auszahlung um ein Jahr wirken wir
den aktuell hohen Preisen entgegen und stärken die Liquidität unserer
Betriebe. Das ist ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur
heimischen Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und
zu unseren bäuerlichen Familienbetrieben.“

Bundeskanzler Christian Stocker : „Wir stehen an der Seite unserer
Bäuerinnen und Bauern, die mit ihrer Arbeit tagtäglich die
Versorgungssicherheit in unserem Land gewährleisten. Ihr Einsatz
verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche politische
Unterstützung.“

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „ Die hohe Kostenbelastung
in der Landwirtschaft besteht jetzt, deshalb brauchen wir auch so
schnell wie möglich eine Entlastung. Ich danke dem Bundeskanzler für
seine tatkräftige Unterstützung in den erfolgreichen Verhandlungen“.

Im Rahmen der laufenden Budgetverhandlungen konnte die Fortführung
des Agrardiesels für 2027 und 2028 gesichert werden. Die Auszahlungen
wären jedoch erst im Dezember 2027 und Dezember 2028 erfolgt. Das
hätte eine zweijährige Lücke seit der letzten Auszahlung im Dezember
2025 bedeutet. Aufgrund der aktuell besonders herausfordernden
Situation in der Landwirtschaft haben sich Bundeskanzler Christian
Stocker und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig dafür
eingesetzt, dass die Auszahlungen jeweils um ein Jahr vorgezogen
werden. Mit Erfolg: Die erste Rückvergütung wird nun bereits im
Dezember 2026 gemeinsam mit der AMA-Hauptauszahlung erfolgen. Pro
Liter wird es voraussichtlich einen Zuschuss von rund 16 Cent geben.
Weitere Details zum künftigen Modell und den Auszahlungsmodalitäten
werden aktuell noch verhandelt.

Die Notwendigkeit für die vorgezogene Auszahlung ergibt sich vor
allem aus den geopolitischen Krisen und den damit verbundenen
Kostensteigerungen. Insbesondere der Irankrieg hat zu einem weiteren,
sprunghaften Anstieg bei den Diesel- und Düngemittelpreisen geführt.
So ist der Dieselpreis von 5. Jänner 2026 bis 10. Mai 2026 um rund 25
Prozent gestiegen. Für viele landwirtschaftliche Betriebe gibt es
aktuell keine Ausweichmöglichkeiten, da Alternativen zu
dieselbetriebenen Maschinen meist nicht verfügbar sind. Zudem hat die
Schließung der Straße von Hormus, durch die ein großer Teil der
weltweiten Düngemittel transportiert wird, ebenfalls zu einem starken
Preisanstieg bei Dünger geführt.

„Der Unterstützungsbedarf besteht jetzt. Deshalb handeln wir rasch,
um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft zu sichern und die
Versorgung mit hochwertigen heimischen Lebensmitteln langfristig zu
sichern“, so Totschnig .