Wien (OTS) – In der gestrigen Nationalratsdebatte zum freiheitlichen
Antrag auf
Umbenennung des Koralmtunnels in „Dr.-Jörg-Haider-Tunnel“ sprach sich
der Kärntner FPÖ-Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer mit
Nachdruck für eine würdige Ehrung des verstorbenen Kärntner
Landeshauptmannes aus. Haider habe wie kaum ein anderer Politiker für
die Verkehrserschließung des Südens Österreichs gekämpft und
wesentliche Impulse für die Umsetzung der Koralmbahn gesetzt.
Mölzer zeigte sich auch verwundert über die Reaktionen der
politischen Mitbewerber, insbesondere über die Wortmeldungen der
Grünen. Die Ausführungen der grünen Abgeordneten Voglauer seien laut
Mölzer einmal mehr ein Beleg dafür gewesen, weshalb die Grünen in
Kärnten seit Jahren kaum noch in den Kärntner Landtag gewählt werden.
Auch auf die Kritik der ÖVP, wonach es sich bei der Debatte um
eine „Nebensächlichkeit“ handle, reagierte der freiheitliche Mandatar
deutlich: „Es mag sein, dass das nicht das große, brennende Thema der
Republik ist. Aber wenn sich diese Verliererampel fast ausschließlich
mit Nebensächlichkeiten beschäftigt, weil sie in den wirklich großen
Fragen nicht in der Lage ist, sich zu einigen, dann können auch wir
eine Nebensächlichkeit mit großer Symbolwirkung diskutieren.“
Besonders wichtig war Mölzer die historische Einordnung der
Leistungen Haiders für das Infrastrukturprojekt. „Die Verdienste des
Dr. Jörg Haider für diese wesentliche Verkehrserschließung sind
unbestritten“, betonte er. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die
Umsetzung der Koralmbahn keineswegs von allen Parteien unterstützt
worden sei. Vor allem Teile der SPÖ Kärnten hätten sich in den
Nullerjahren gegen eine rasche Umsetzung gestellt. „Sonst hätten wir
den Tunnel vielleicht heute noch nicht“, hielt der FPÖ-Mandatar fest.
Ähnliche Verzögerungen habe es auch beim Semmering-Basistunnel
gegeben, dessen Umsetzung ebenfalls über Jahre hinweg politisch
hinausgeschoben worden sei.
Kritik übte der FPÖ-Abgeordnete auch an politischen Mitbewerbern,
die nun versuchen würden, sich nachträglich mit dem Projekt zu
schmücken. Während andere Parteien lediglich verwaltet oder verzögert
hätten, seien die entscheidenden Impulse für die Realisierung des
Jahrhundertprojekts aus der Verantwortung Jörg Haiders gekommen.
Dabei zeigte sich der Freiheitliche Mölzer durchaus offen für
ergänzende Formen der Anerkennung weiterer Persönlichkeiten, die am
Zustandekommen des Projekts beteiligt gewesen seien. So könne man
etwa auch Lösungen diskutieren, bei denen einzelne Portale
entsprechend benannt würden. Dies ändere jedoch nichts daran, dass
Jörg Haider als treibende politische Kraft hinter dem Projekt in
Erinnerung bleiben müsse.
Abschließend hielt Mölzer fest, dass es einen klaren Grund für
die Ablehnung des Antrags durch die anderen Parteien im Parlament
gibt: „Ich verstehe schon, dass eine Umbenennung des Tunnels
natürlich auf Ihr politisches Versagen hindeuten würde, insofern, als
dass Sie es geschafft haben, diesen Tunnel später hinzukriegen, der
hätte ja schon viel früher fertig sein müssen.“ Die FPÖ werde daher
weiterhin dafür eintreten, dass der Name Dr. Jörg Haider mit jenem
Jahrhundertprojekt verbunden bleibt.
