Die Hitze weghecheln – das Wiener Hunde-Team berät zum passenden Maulkorb

Wien (OTS) – Hundebesitzer*innen wollen das Beste für ihre Hunde –
ein gut
sitzender Maulkorb sollte unbedingt dazu dazugehören – besonders in
der heißen Jahreszeit. Die Wiener Amtstierärztinnen und das Wiener
Hunde-Team beobachten jedoch vermehrt, dass viele Hunde zu kleine
oder ungeeignete Maulkörbe tragen. Das Problem: Viele Halter*innen
wissen schlicht nicht, worauf es bei der richtigen Passform ankommt.

Zwtl.: Warum ein passender Maulkorb lebenswichtig sein kann

Hunde regulieren ihre Körpertemperatur anders als Menschen. Sie
besitzen nur wenige Schweißdrüsen an den Pfotenballen – der Großteil
der Wärmeabgabe erfolgt über das Hecheln. Dabei verdunstet
Feuchtigkeit über die Zunge und kühlt das Blut. Gerade im Sommer ist
es daher entscheidend, dass Hunde ihr Maul weit genug öffnen können.

Ein zu enger oder geschlossener Maulkorb verhindert dieses
Hecheln und kann im schlimmsten Fall zu Überhitzung führen.

Zwtl.: Wie der richtige Maulkorb aussieht

“Ein Maulkorb passt dann, wenn der Hund sein Maul damit so weit
öffnen kann, dass er ungehindert hecheln und trinken kann,” erklärt
Amtstierärztin Maren Marseiler und ergänzt: “Modelle mit zu wenigen
Öffnungen sind ungeeignet. Gute Maulkörbe bestehen etwa aus leichten
Materialien wie Kunststoff, Biothane oder – bei größeren Hunden auch
aus Metall. “

Zwtl.: Maulschlaufen sind verboten

Besonders wichtig: Sogenannte Maulschlaufen aus Stoff, die um das
Maul gehen und vorne offen sind, sind verboten! Sie verhindern das
Hecheln und damit die wichtigste Form der Wärmeregulation. Zusätzlich
zählen sie nicht als Maulkorb gemäß Wiener Tierhaltegesetz. „Solche
Modelle werden – wenn überhaupt – nur kurzfristig in Tierarztpraxen
eingesetzt“, so Tran.

Das Wiener Hunde-Team empfiehlt zudem, auf folgende Punkte zu
achten:

– Der Maulkorb darf nicht scheuern und sollte stabil am Nasenrücken
aufliegen. Polsterungen können hier helfen.

– Zwischen Nasenspitze und Maulkorb sollte mindestens 1 cm Abstand
bleiben.

– Der Maulkorb muss im Kehlkopfbereich locker sein und darf nicht
einengen

– Der Hund muss sein Maul weit öffnen können – die Zunge sollte beim
Hecheln gut sichtbar sein.

– Der Hund darf den Maulkrob nicht alleine abstreifen können. Dennoch
dürfen Riemen nicht einengen. Ein Stirnriemen kann den Sitz
verbessern.

Zwtl.: Kostenlose Beratung durch das Wiener Hunde-Team

Unsicherheiten bei der Auswahl sind häufig – deshalb bietet das
Wiener Hunde-Team Unterstützung an.

„An unseren Beratungsständen prüfen geschulte Tierpfleger*innen
direkt vor Ort, ob der Maulkorb richtig sitzt“, erklärt Leiterin
Janina Tran. „Ist das nicht der Fall, zeigen wir, worauf es ankommt
und wie ein passendes Modell aussehen sollte.”

Besonders wichtig ist auch, dass Hunde langsam und mit positiver
Verstärkung an den Maulkorb gewöhnt werden, damit ein entspanntes
Tragen möglich ist. Eine Anleitung zur Maulkorbgewöhnung gibt es
entweder ebenfalls an einem Beratungsstand des Wiener Hunde-Teams
oder zum Nachlesen im Infofolder unter
https://www.wien.gv.at/pdf/ma60/maulkorb.pdf .

Die Termine der Beratungsstände sind online (unter
wien.gv.at/hundeteam) abrufbar.

Zwtl.: Fazit: Mehr Platz bedeutet mehr Sicherheit

“Ein passender Maulkorb ist kein Detail, sondern entscheidend für
die Gesundheit des Hundes. Gerade bei sommerlichen Temperaturen gilt:
Nur wenn ein Hund hecheln kann, kann er sich ausreichend abkühlen”,
betont Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky abschließend.

Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter
https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)