Wien (OTS) – Österreichs Gesundheitswesen hat kein Qualitäts- sondern
ein
Verbindungsproblem. Die Zukunft des Gesundheitswesens entscheidet
sich nicht in einzelnen Sektoren, sondern an ihren Schnittstellen.
Das ist die zentrale These im neuen Buch von Dr. Michael Heinisch,
Vorsitzender der Geschäftsführung der Vinzenz Gruppe. Im Buch „Die
Kraft des Miteinanders“ zeigt anhand konkreter Beispiele, worauf es
bei Kooperationen ankommt.
Das österreichische Gesundheitssystem ist stark in einzelne
Sektoren, wie etwa Spitäler, niedergelassene Ärzt*innen,
Rehabilitation oder Pflege gegliedert. „Für sich genommen
funktionieren diese Sektoren gut. Aber sie greifen oft nicht
ineinander“, erklärt Michael Heinisch das Grundproblem. Die Folge:
Patient*innen haben viele Ansprechpartner*innen, viele Wege und
müssen sich oft selbst durch das System navigieren. „Das Problem ist
also nicht mangelnde Leistung, sondern mangelnde Verbindung.
Verbessert man die Koordination zwischen den Sektoren und die
Kooperation zwischen allen Beteiligten kann Versorgung einfacher
werden.“
Mit vielen Beispielen untermauert Dr. Heinisch seine These:
Beschrieben wird etwa die gemeinsame Palliativversorgung der
Barmherzige Schwestern Wien und der Caritas Socialis, die
Zusammenarbeit von Vinzenz Gruppe und SVS als Betreiberinnen der
HerzReha Bad Ischl oder jene der Vinzenz Gruppe und der
Salvatorianerinnen als Betreiberinnen von Pflegeeinrichtungen in Wien
und Niederösterreich.
Ein weiteres Beispiel für gelungene Kooperation sind die
Gesundheitsparks, die seit 2015 in der Vinzenz Gruppe sukzessive
ausgebaut werden. „In diesen regionalen Netzwerken rund um unsere
Krankenhausstandorte in Oberösterreich und Wien arbeiten
niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten,
Pflegekräfte, Apotheken und viele weitere Partnerinnen und Partner
auf Augenhöhe zusammen.“
Damit ein Gesundheitswesen gut funktionieren kann, braucht es
aber auch gut informierte Patient*innen. Das kann, so Heinisch, durch
eine Stärkung der Gesundheitskompetenz von klein auf erreicht werden.
Sein Wunsch für die Zukunft: Ein Gesundheitssystem, das sich stärker
am Leben der Menschen orientiert und nicht an den Zuständigkeiten
seiner eigenen Strukturen.“
Zwtl.: Wege aus dem Dauerschmerz
Etwa 20 Prozent der Menschen in Österreich leiden unter
chronischem Schmerz, der über Monate oder Jahre anhält. Das neue
Therapiezentrum chronischer Schmerz (TCS) im Rabenhof, eine
zusätzliche Versorgungseinheit des Herz-Jesu Krankenhaus Wien, bietet
Betroffenen nun seit einigen Monaten Hilfe mit einem umfassenden
Behandlungskonzept und Anleitung zur Selbsthilfe. „Unser
Therapieansatz ist breit gefächert“, erklärt Prim. Dr. Manfred
Greher, MBA, ärztlicher Direktor des Spitals und Leiter des TCS.
Dieser beinhaltet medizinische Behandlung, Entspannungsverfahren,
Schmerzbewältigung, Akupunktur, Biofeedback, Physio- und
Ergotherapie, therapeutisches Yoga, psychologische Betreuung,
Ernährungslehre sowie die Anleitung für Bewegungseinheiten –
individuell auf die jeweiligen Patient*innen zugeschnitten.
Zwtl.: Innovative Augen-App
Die trockene Form der altersbedingten Makuladegeneration (AMD)
sorgt für Veränderungen im Zentrum der Netzhaut. Die Sicht wird in
Folge schlechter und unschärfer, später zeigen sich dunkle Flecken.
Eine medikamentöse Therapie gibt es nicht. Eine Perspektive für
Betroffene bietet eine neu entwickelte App, die von Primar Dozent Dr.
Robert Hörantner, Leiter der Abteilung für Augenheilkunde im
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried, gemeinsam mit einem
lokalen Start-up entwickelt wurde. Wie diese funktioniert, erklärt
der Mediziner in der neuen Ausgabe des Vinzenz magazins .
Zwtl.: Das Lächeln kehrt zurück
Patient*innen, die unter großem Leidensdruck stehen, wenn
gelähmte Nerven eine Gesichtshälfte hängen lassen, können durch eine
innovative Methode Hilfe erfahren – und Mimik zurückgewinnen. In der
Gesichtschirurgie am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern wird
ein spezielles mikrochirurgisches Verfahren zur fazialen Reanimation
durchgeführt.
Zwtl.: Kälte gegen Chemotherapie-Nebenwirkungen
Bestimmte Medikamente, die in der Chemotherapie zur Behandlung
von Brustkrebs eingesetzt werden, können Haarwurzeln und Nerven in
Händen und Füßen schädigen. Die Kälte von Kühlhauben, -handschuhen
und -socken, die im St. Josef Krankenhaus Wien Betroffenen angeboten
werden, können jedoch einen gewissen Schutz bieten, indem sie etwa
Blutgefäße verengen und so weniger Medikamente bis zu den Haarwurzeln
bzw. Nerven vordringen können.
Zwtl.: Lichtblicke in einer dunklen Lebensphase
Das Tageshospiz Aumannplatz in Wien-Währing schließt die wichtige
Lücke zwischen mobilem Palliativteam und stationärer palliativer
Betreuung. Hier erleben Menschen mit lebensbedrohlichen Tumor- oder
Neurologieerkrankungen, die aber so mobil sind, dass sie das Hospiz
eigenständig erreichen können, Behandlung, Beratung und Begleitung.
Und fassen dadurch in schweren Lebensabschnitten manchmal wieder
etwas Mut.
Zwtl.: Vinzenz magazin : Verfügbar als Print- und Onlinemagazin
Das Magazin der Vinzenz Gruppe mit diesen und vielen weiteren
Beiträgen erscheint als Printmagazin viermal pro Jahr und richtet
sich an Menschen, die sich für Gesundheitsthemen begeistern.
Das Vinzenz magazin erscheint ebenfalls in digitaler Form. Die
digitale Ausgabe ist unter www.vinzenz-magazin.at aufzurufen.
Darüber hinaus kann die aktuelle Printausgabe kostenlos abonniert
werden. Das Magazin als PDF können Sie hier herunterladen.
