Wien (OTS) – Der Krieg im Sudan hat sich in den vergangenen Jahren zu
einer
massiven humanitären Katastrophe entwickelt. Rund 20 Millionen
Menschen (40 % der Bevölkerung) leiden akut an Hunger. Weit mehr als
150.000 Menschen sind durch die Kämpfe bereits getötet worden.
„Die verheerende Lage im Sudan findet immer weniger Beachtung.
Sie wird von anderen Kriegen und Katastrophen überlagert. Und sie
wird international schlichtweg ignoriert, obwohl es die größte
humanitäre Katastrophe unserer Zeit ist“, sagt Maria Katharina Moser,
Direktorin der Diakonie Österreich.
Die Hilfe, die unsere Partner dort leisten, ist umso wichtiger,
weil die internationale Hilfe für den Sudan zurückgeht. Und das,
obwohl innerhalb des Sudans mehr als neun Millionen Menschen
vertrieben wurden, und 4,5 Millionen in den Nachbarländern wie
Tschad, dem Südsudan oder Ägypten Schutz suchen mussten.
Im Sudan selbst wird die Zivilbevölkerung, aber auch humanitäre
Helfer:innen immer wieder Opfer von Angriffen und Gewalt. Die
Bedingungen, unter denen Hilfe geleistet wird, sind enorm schwierig.
Diese Angriffe gegen die Zivilbevölkerung verletzen das humanitäre
Völkerrecht und schränken Hilfsprogramme und humanitären Zugang zu
Notleidenden ein.
„Wir sehen, wie Menschen in Scharen fliehen, oft traumatisiert
und mit nichts als dem, was sie tragen können. Schaffen sie es über
die Grenze, landen sie meist in den Nachbarländern in völlig
unterversorgten Lagern – wo sie dringend auf Unterstützung angewiesen
sind, um überleben zu können”, beklagt Katharina Lehner,
Bereichsleiterin Diakonie Katastrophenhilfe.
Zwtl.: Den Menschen fehlt es an allem, um gesund zu bleiben
Die Partner der Diakonie Katastrophenhilfe sind im an den Sudan
angrenzenden Tschad aktiv, um sudanesische Flüchtlinge und
Aufnahmegemeinden in der Provinz Ouaddaï zu unterstützen: Es werden
Latrinen und Handwaschmöglichkeiten gebaut, Seife und andere
Hygieneartikel verteilt, um den Menschen zu helfen, gesund zu
bleiben. Außerdem geht es um die Sanierung von Bohrbrunnen und den
Zugang zu sauberem Wasser. Wichtig ist auch die Sensibilisierung für
Hygienemaßnahmen, um Ausbrüche von Krankheiten vorzubeugen.
Spendenkonto:
Diakonie Austria gemeinnützige GmbH | IBAN: AT07 2011 1800 8048 8500
| BIC: GIBAATWWXXX | Online spenden: www.diakonie.at/sudan

