9. Schienen-Control Symposium: Perspektiven für einen starken Bahnmarkt

Wien (OTS) – Die Schienen-Control GmbH lud am 24. November zum 9.
Symposium in die
Wiener Urania und schuf damit erneut eine Plattform für den Austausch
zwischen Expertinnen und Experten, den Marktteilnehmern und den
Infrastrukturanbietern. Im Fokus standen Baustellenmanagement,
Instandhaltungsfenster, aktuelle Herausforderungen der Marktöffnung,
neue rechtliche Entwicklungen sowie Strategien zur Stärkung des
europäischen Personen- und Güterverkehrs.

„Das Symposium ist ein wichtiger Treffpunkt für
Entscheidungsträgerinnen, Entscheidungsträger und Fachleute aus der
Bahnbranche. Gerade in Zeiten zunehmender wirtschaftlicher und
regulatorischer Komplexität ist der offene Austausch essenziell, um
gemeinsam Lösungen für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Bahn zu
entwickeln“ , betont Mag.a Maria-Theresia Röhsler, Geschäftsführerin
der Schienen-Control GmbH.

Der Eröffnungsvortrag thematisierte, wie sich die
Regulierungsbehörde organisatorisch aufgestellt hat, um auch in
Zukunft faire Wettbewerbsbedingungen und effiziente Abläufe im
Bahnsektor fördern zu können.

Im ersten Themenblock standen die praktischen Herausforderungen
des Markteintritts und die Koordination von Baustellen aus Sicht von
Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und Infrastrukturbetreibern im
Mittelpunkt.

Roland Pavel (ÖBB-Infrastruktur), Stefan Walter (Land Steiermark)
und Jan Schatzl (TU Graz) diskutierten Ansätze für eine effizientere
Planung und Zusammenarbeit bei Instandhaltungsfenstern.
Anschließend beleuchteten Christian Pettauer (Westbahn), Patrick
Kröll (Silverstar Railways) und Norman Kellermann (ÖBB-
Personenverkehr) die Hemmnisse beim Markteintritt nach Österreich
bzw. in andere EU-Staaten aus Unternehmensperspektive.

Am Nachmittag standen die technischen Innovationen und
organisatorische Hürden des Schienengüterverkehrs im Fokus.
Andreas Mandl (Fachverband der Schienenbahnen) und Werner Hecking (
NEEÖ) präsentierten, wie neue Technologien kleine und mittlere
Unternehmen vor Chancen und Herausforderungen stellen und wie die
Interessen des Güterverkehrs effizient vertreten werden können.

Der rechtliche Teil des Symposiums widmete sich den jüngsten
Entwicklungen auf europäischer Ebene.
Univ.-Prof. Urs Kramer (Universität Passau) analysierte die neue
Judikatur von EuGH und VwGH und deren Bedeutung für
Eisenbahnunternehmen und Regulierungsbehörden.
Zum Abschluss beleuchtete Elisabeth Hochhold (Rail Net Europe) die
neue europäische Kapazitätsverordnung und deren Auswirkung auf die
organisatorischen Rahmenbedingungen in den EU-Gremien.

Das Symposium bot mit über 120 Gästen aus Recht, Politik,
Personen- und Güterverkehr eine hochkarätige Diskussionsplattform.
Die lebhaften Gespräche zwischen Fachleuten aus Behörden, Wirtschaft
und Wissenschaft zeigten deutlich, dass durch Kooperation und
fundierte Regulierungsarbeit ein Mehrwert für die Bahn geschaffen
werden kann.