Wien (OTS) – Wenn die Tür ins Schloss fällt, ist der Ärger groß – und
die Eile oft
größer. Genau in diesen Momenten, in denen Zeitdruck und Stress die
schlechtesten Ratgeber sind, treten leider weiterhin Anbieter auf den
Plan, die mehr versprechen als sie halten – und am Ende vor allem
eines liefern: überhöhte Rechnungen. Die Landesinnung der
Metalltechnik der Wirtschaftskammer Wien warnt daher eindringlich vor
unseriösen Schlüsseldiensten und Aufsperrdiensten, die mit
fragwürdigen Methoden arbeiten und Konsumentinnen und Konsumenten im
Notfall finanziell übervorteilen.
Gerade in Ausnahmesituationen – etwa bei ausgesperrten Wohnungen
oder verlorenen Schlüsseln – greifen viele Menschen
verständlicherweise zum erstbesten Anbieter. Doch nicht jeder, der
sich als Helfer präsentiert, ist auch tatsächlich qualifiziert.
Christian Adamovic, Landesinnungsmeister der Wiener Metalltechnik,
bringt die Problematik klar auf den Punkt: „Es gibt leider immer
wieder Fälle, in denen Verbraucher an Anbieter geraten, die weder
über die notwendige Gewerbeberechtigung noch über die erforderliche
Fachkenntnis verfügen. Besonders bei Türöffnungen können diese
unseriösen Anbieter nicht nur die Sicherheit der Wohnung gefährden,
sondern auch das Vertrauen der Konsumenten missbrauchen.“
Woran man unseriöse Anbieter erkennt
Ein zentrales Warnsignal bleibt das Fehlen der entsprechenden
Gewerbeberechtigung. Denn das Öffnen von Türen ist kein
improvisiertes Notfallhandwerk, sondern ein reglementiertes Gewerbe,
das ausschließlich qualifizierten Fachbetrieben vorbehalten ist.
Unternehmen, die lediglich als „freies Gewerbe“ gemeldet sind, sind
ausdrücklich nicht berechtigt, Türöffnungen durchzuführen. Genau hier
entstehen jene Fälle, die später zu überhöhten Rechnungen und
rechtlichen Auseinandersetzungen führen. „Wichtig ist, dass sich
Verbraucher nur an zertifizierte Fachbetriebe wenden, die über die
richtige Gewerbeberechtigung und entsprechende Qualifikationen
verfügen“, so Adamovic weiter.
Wie sich Verbraucher wirksam schützen können
Um im Ernstfall nicht in die Kostenfalle zu geraten, empfiehlt
die Landesinnung folgende geprüfte Anlaufstellen:
– Zertifizierte Anbieter nutzen: Den Sicherheitstechniker seines
Vertrauens findet man entweder über das Firmen A–Z der
Wirtschaftskammer oder über die Webseite des KEO (Kuratorium für
Einbruchsschutz und Objektsicherung): https://keo.at/
– Zentrale Notfall-Hotline für geprüfte Aufsperrdienste: 0590 900
5599 – rund um die Uhr erreichbar
– Digitale Unterstützung gobt’s über die App „Mein Aufsperrdienst“
oder die Webseite: www.meinAufsperrdienst.at
Ein pragmatischer, aber wirkungsvoller Tipp: Die Hotline-Nummer
auf einem kleinen Zettel oder Aufkleber festhalten – etwa unter der
Türmatte oder im Handy – kann im Ernstfall unnötige Umwege und teure
Fehlentscheidungen ersparen.
Wenn es bereits passiert ist
Sollte man dennoch an einen unseriösen Anbieter geraten sein, rät
die Landesinnung zu konsequentem Vorgehen: Anzeige bei der Polizei,
Meldung an die Watchlist Internet ( www.watchlist-internet.at/liste-
handwerksdienste/ ) sowie Kontaktaufnahme mit dem Konsumentenschutz
unter Tel: 01 501 650.
Schutz von Konsumenten und seriösen Betrieben
„Die Metalltechnikbranche und der Bereich der Aufsperrdienste
sind streng reglementiert, um höchste Sicherheitsstandards zu
gewährleisten. Unbedingt auf das Gütesiegel „Aufsperrbetriebe“
achten, das ebenfalls auf www.keo.at zu finden ist. Unser Ziel ist
es, den Ruf unserer Branche zu schützen und die Verbraucher vor
unseriösen Anbietern zu bewahren“, betont Adamovic abschließend.
