AKH Wien/MedUni Wien: Erstes robotisch-assistiertes Nierentransplantationsprogramm Österreichs etabliert

Wien (OTS) – Am Universitätsklinikum AKH Wien und der Medizinischen
Universität
Wien wurde an der Klinischen Abteilung für Transplantation der
Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie unter der Leitung von Georg
Györi und Jakob Eichelter erstmals in Österreich ein Roboter-
assistiertes Nierentransplantationsprogramm erfolgreich
implementiert.

Seit Programmstart im Dezember 2024 wurden unter Verwendung des
hochmodernen OP-Robotersystems DaVinci Xi bereits 20 Nieren
erfolgreich minimalinvasiv transplantiert. Die 20. robotisch-
assistierte Nierentransplantation wurde kürzlich bei einem 57-
jährigen Niederösterreicher durchgeführt. Die Ergebnisse entsprechen
den vielversprechenden internationalen Erfahrungen und setzen neue
Maßstäbe in der minimalinvasiven Transplantationschirurgie.

Eine Besonderheit des Wiener Programms ist, dass sowohl die
Entnahme der Nieren bei den Lebendspender*innen als auch die
Transplantation bei den Empfänger*innen vollständig Roboter-
assistiert durchgeführt werden. Dieser integrierte Ansatz macht das
Wiener Zentrum im österreichischen Kontext einzigartig.

Zwtl.:

Zwtl.: Kürzere Aufenthaltsdauer und Minimierung von Komplikationen

Die bisherigen Resultate zeigen eine außergewöhnlich hohe
Sicherheit und Qualität: Die Operationen konnten ohne Komplikationen
durchgeführt werden, der postoperative Verlauf zeigte wesentlich
geringere Komplikationsraten als bei offenen Operationen.

„Unsere bisherigen Ergebnisse bestätigen eindrucksvoll, dass
robotisch-assistierte Nierentransplantationen wesentliche Vorteile
durch den minimal-invasiven Zugang bringen, bei gleichzeitig
vergleichbar hohem Qualitätsniveau was die Organqualität betrifft.“,
sagt Jakob Eichelter.

Besonders ausgeprägt sind diese Vorteile bei Patient*innen mit
Adipositas, die besonders von kleineren Schnitten, weniger
postoperativen Komplikationen und kürzeren Krankenhausaufenthalten
profitieren.

„Die Möglichkeit, die Operation mit kleinen Schnitten
durchzuführen, kann neue Möglichkeiten auch für Patient*innen
eröffnen, die bisher für eine Nierentransplantation abgelehnt werden
mussten.“ erläutert Georg Györi, interim. Leiter der Klinischen
Abteilung für Transplantation.

Zwtl.: Optimale interdisziplinäre und interprofessionelle
Zusammenarbeit

Der Erfolg des Programmes beruht auf einer engen Kooperation
zwischen Chirurgie und Nephrologie, Rainer Oberbauer und Georg
Böhmig. Die Umsetzung im OP wurde vom gesamten Team der OP-Pflege in
der OP-Gruppe V des AKH Wien um Pflege-Stationsleitung Natalie Libera
herausragend unterstützt.

„Wir stehen am Beginn einer neuen Ära der
Transplantationschirurgie. Robotische Operationen werden
mittelfristig neue Standards definieren – und wir sind stolz, diese
Entwicklung in Österreich mitzugestalten“, betont Eichelter.