APG-Ennstalleitung: Bauvorbereitungen für die Generalerneuerung laufen – Start ab Sommer 2026 geplant

Wien/Liezen/Wagrain (OTS) – Mit der Generalerneuerung der 1949 in
Betrieb genommenen 220-kV-
Ennstalleitung zwischen Wagrain (Salzburg) und Weißenbach bei Liezen
(Steiermark) investiert APG rund 175 Millionen Euro in die sichere
und nachhaltige Stromversorgung der Region. Seit Anfang 2025 laufen
erste bauvorbereitende Maßnahmen. Die Hauptarbeiten sind ab Sommer
2026 bis Frühjahr 2028 geplant.

Die bestehende 220-kV-Ennstalleitung ist seit über 70 Jahren in
Betrieb und den zukünftigen energiewirtschaftlichen Anforderungen (
steigender Stromverbrauch, Zuwachs an Erneuerbaren Energien etc.)
nicht mehr gewachsen. Damit die sichere Stromversorgung in der Region
auch für die nächsten Generationen gewährleistet ist, muss die
Leitung modernisiert werden.

Trassenidente Generalerneuerung

Im Zuge der Generalerneuerung werden sämtliche in die Jahre
gekommene Komponenten, also Maste, Fundamente, Beseilung, Erdung und
Armaturen, an den Stand der Technik angepasst. Das bestehende Einfach
-Seil wird durch ein sogenanntes Zweierbündel ersetzt, wodurch die
Übertragungsleistung der 73,2 Kilometer langen Leitung erhöht wird.
Gleichzeitig wird das Korona-Geräusch – das bekannte Knistern einer
Stromleitung – merklich reduziert.

Die Trasse bleibt bei der Generalerneuerung ident, genau wie die
Spannungsebene von 220 Kilovolt. Die neuen Maste werden
standortgleich und mit unveränderter Mastaufstandsfläche errichtet.
Je nach Standort und Notwendigkeit werden diese um bis zu 10 Meter
erhöht. Dadurch wird gewährleistet, dass es in Bezug auf elektrische
und magnetische Felder bei Wohnobjekten zu keiner Verschlechterung
gegenüber der Bestandsleitung kommt. Zusätzlich wird so unter anderem
auch die lichte Durchfahrtshöhe für landwirtschaftliche Fahrzeuge
optimiert.

Aufteilung in fünf Baulose & bauvorbereitende Maßnahmen

Seit Anfang 2025 werden bereits bauvorbereitende Maßnahmen
betrieben. Dazu zählen z.B. Einbautenerhebungen sowie die
detaillierte Planung der Zuwegungen zu den Standorten. In Absprache
mit den jeweiligen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern wird die
Errichtung sowie Instandsetzung der Zuwegungen ab Oktober 2025
beginnen.

Die Hauptarbeiten der Generalerneuerung sind ab Sommer 2026 bis
Frühjahr/Sommer 2028 geplant. Dafür wird die rund 73 Kilometer lange
Trasse der Ennstalleitung in fünf Baulose unterteilt, an denen ab
Baubeginn zeitgleich gearbeitet wird.

Ennstalleitung wesentlich für die versorgungssichere und
leistbare Energiewende

Als wichtige Ost-West-Verbindung im zentralen APG-Netz, spielt
die Ennstalleitung nicht nur eine große Rolle für die sichere
Stromversorgung in der Region, sondern leistet einen wesentlichen
Beitrag zum Gelingen der versorgungssicheren und leistbaren
Energiewende. Strom aus erneuerbaren Energien kann über sie quer
durch Österreich verteilt und dort genutzt werden, wo er gerade
gebraucht wird. Die Generalerneuerung der Ennstalleitung schafft
somit die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung sowie einen
starken Standort und stärkt die fortschreitende Elektrifizierung von
Tourismus, Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft in der Region.

Über Austrian Power Grid (APG)

Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian
Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer
leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der
Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die
erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit,
sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem
Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie
zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz
erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das
Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt,
instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der
Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst.
Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67
Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben.
Auch 2024 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten
Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten
Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 630 Millionen Euro 2025
(2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und
wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele
Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2034 rund 9 Milliarden Euro in
den Netzaus- und Umbau investieren.