Wien (OTS) – Aktuell registrieren die österreichischen Arzneimittel-
Vollgroßhändler keine Beeinträchtigung der Arzneimittelversorgung
durch den Iran-Krieg. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) weist
jedoch auf Störungen bei Luft- und Seetransporten im Zusammenhang mit
dem Konflikt hin und warnt, dass sich daraus ein erhöhtes Risiko für
Arzneimittelengpässe entwickeln kann. Gemeinsam mit den
Mitgliedstaaten überwacht die EMA laufend die Versorgungslage. In
Österreich bereiten sich die Arzneimittel-Vollgroßhändler für den
Fall eines länger andauernden Konflikts vorsorglich auf mögliche
Unterbrechungen und Verzögerungen in der Lieferkette vor.
„Unsere 23 Arzneimittellager sind aktuell mit über 14 Mio.
Packungen sehr gut gerüstet. Jeder Betrieb hat Notfallpläne. Diese
sind wichtig, weil wir Teil der kritischen Infrastruktur in
Österreich sind. In der Corona-Pandemie haben wir gezeigt, dass wir
die Arzneimittelversorgung stabil halten können. Wir profitieren
jetzt von den Lehren, die wir aus der Pandemie ziehen konnten.“ ,
sagt PHAGO-Generalsekretärin Monika Vögele.
Die erste unmittelbare Betroffenheit durch den Krieg im Nahen
Osten zeigt sich bereits, so das PHAGO-Generalsekretariat: „Durch die
massiv gestiegenen Erdölpreise explodieren uns gerade die
Transportkosten für die täglichen Medikamentenauslieferungen an die
Apotheken.“
Diese Sicherheitsvorkehrungen sind laut PHAGO getroffen:
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Alle PHAGO-Lager können mittels Notstromaggregaten mehrere Tage
autark betrieben werden. Zentrale Dieseltanks sichern den
Arzneimittelbestand zusätzlich ab.
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Medikamente, die zu kühlen sind, werden extra geschützt. Rund um
die Uhr wird die Temperatur überwacht. Bei einer Abweichung wird
sofort Alarm ausgelöst.
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Im Falle von lokalen Engpässen werden Arzneimittel an andere
Lagerstandorte gebracht.
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Im direkten Kontakt mit den Herstellern wird die Versorgungslage
laufend überwacht, um bei drohenden Engpässen sofort reagieren zu
können.
Mila Pohl, stellvertretende Generalsekretärin der PHAGO, erklärt
hierzu: „Arzneimittel sind eine Sicherheitsfrage. Als Rückgrat der
österreichischen Arzneimittelversorgung müssen unsere Prozesse
reibungslos funktionieren, damit Patientinnen und Patienten vor
Versorgungsengpässen geschützt werden.“
