Wien (OTS) – Die Austragung des Eurovision Song Contests ist sowohl
Ehre als auch
Chance für Wien, sich als Weltstadt zu präsentieren. Die Kassen
werden ob der hohen Besucherzahlen, der Bettenauslastung und der
Konsumationen, die Besucher:innen tätigen, klingeln. „Wien hat die
Chance, sich als weltoffene, bunte Stadt mit großartigem kulturellen
Erbe, zu präsentieren“, ist Fritz Pöltl, Fraktionsführer der FCG-ÖAAB
Liste in der Arbeiterkammer Wien, sicher. Umso mehr stößt der Druck,
die Geschäfte rund um den Song Contest zu öffnen auf Unverständnis.
Der Feiertag „Christi Himmelfahrt“ und der Sonntag wären in dieser
Woche betroffen.
Zwtl.: Menschen müssen über dem Profit stehen
2008 gab es eine Ausnahmeregelung anlässlich der Fußball
Europameisterschaft, nun wird eine Ausnahme zum ESC gefordert. Wien
ist in regelmäßigen Abständen Austragungsort von Großereignissen.
„Die Definition von Großereignissen könnte dann auch aufgeweicht
werden und so schnell können wir gar nicht schauen, hat Wien eine
permanente Sonntagsöffnung“, befürchtet Peter Gattinger, Vorsitzender
der Fraktion Christlicher Gewerkschafter:innen in der Gewerkschaft
GPA. Die Gefahr, dass Ausnahmen zur Regel werden sehen die beiden
Christgewerkschafter und betonen einmal mehr, dass sie nicht hinter
dieser Forderung stehen. Darüber hinaus sei das Angelegenheit der
Sozialpartner. „Wien ist Weltstadt, vor allem wegen Kultur,
Gastronomie und Freizeitmöglichkeiten und nicht, weil es so tolle
Shoppingmöglichkeiten 24/7 gibt. Wer wirklich einen siebenten
Arbeitstag fordert, ist zu fragen, ob hier noch andere Werte
vertreten werden als jene, die über den Ladentisch gehen“, so Pöltl
und Gattinger abschließend.
