Wien (OTS) – Eine aktuelle Studie von EcoAustria zu den
wirtschaftlichen Effekten
der österreichischen Fachhochschulen/Hochschulen für Angewandte
Wissenschaften (FH/HAW) zeigt deutlich: Investitionen in FH/HAW
rechnen sich – für den Wirtschaftsstandort, für den Arbeitsmarkt und
für die öffentlichen Finanzen. Die Studie beziffert den Beitrag der
seit 2010 erzielten Erstabschlüsse zur Wirtschaftsleistung im Jahr
2025 mit rund 2,7 Mrd. Euro beziehungsweise 0,53 Prozent des BIP.
Langfristig steigt dieser Effekt laut Studie auf über 7,7 Mrd. Euro
an.
„ Wer in unsere Hochschulen investiert, investiert direkt in
Wachstum, Beschäftigung und Budgetstabilität. Gerade vor dem
Hintergrund der anstehenden Bundesbudgets muss klar sein: Mehr Mittel
für unsere Hochschulen sind keine zusätzlichen Ausgaben, sondern eine
volkswirtschaftlich hoch rentable Zukunftsinvestition “, betont FHK-
Präsidentin Ulrike Prommer.
Besonders budgetpolitisch relevant ist die fiskalische Wirkung
des FH/HAW-Sektors. Allein aus den angebotsseitigen Effekten der
Humankapitalbildung ergibt sich laut EcoAustria für 2025 ein
positiver Effekt auf den öffentlichen Primärsaldo von rund 287 Mio.
Euro. Ergänzend dazu lösen die Ausgaben der FH/HAW, ihres Personals
und ausländischer Studierender einen gesamtwirtschaftlichen
Nachfrageimpuls von bis zu 769 Mio. Euro aus, wovon bis zu 503 Mio.
Euro im Inland wirksam werden. Daraus entstehen eine heimische
Wertschöpfung von bis zu 542 Mio. Euro sowie bis zu 4.600
Vollzeitarbeitsplätze. Das damit verbundene zusätzliche
Abgabenaufkommen beläuft sich auf bis zu 246 Mio. Euro pro Jahr.
In Summe ergeben sich damit laut Studie fiskalische Rückflüsse
aus beiden Wirkungskanälen von bis zu 533 Mio. Euro jährlich. Für die
FHK ist das ein klares Signal an die Budgetpolitik: Die öffentliche
Finanzierung der FH/HAW ist nicht nur bildungs- und
innovationspolitisch notwendig, sondern auch fiskalisch rational.
„ Österreich steht vor der Aufgabe, öffentliche Mittel wirksam
und zukunftsorientiert einzusetzen. Unsere Hochschulen liefern dafür
ein besonders starkes Beispiel: Sie bilden jene Fachkräfte aus, die
Wirtschaft, Industrie, Gesundheitswesen, Digitalisierung und
öffentliche Infrastruktur dringend brauchen – und sie erzeugen
zugleich messbare Rückflüsse für den Staat “, so FHK-Generalsekretär
Kurt Koleznik.
Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die FH/HAW durch
gestiegene Personal-, Energie- und Infrastrukturkosten massiv unter
Druck stehen. Ohne eine verlässliche Wertsicherung der
Studienplatzfinanzierung drohen jene Hochschulen geschwächt zu
werden, die nachweislich einen hohen volkswirtschaftlichen und
fiskalischen Beitrag leisten.
„ Wer jetzt bei unseren Hochschulen spart, spart an einer der
wirksamsten Investitionen in Österreichs Zukunft. Wer sie hingegen
fair finanziert, stärkt Fachkräfte, Innovation, regionale
Wertschöpfung, sozialen Aufstieg und letztlich auch das Budget selbst
“, hält die FHK-Präsidentin abschließend fest.
