FPÖ-Fiedler: „Fremdsprache Deutsch? Klassenzimmer werden zu Integrationsbaustellen“

Sankt Pölten (OTS) – „Der Unterricht richtet sich zunehmend nach
jenen, die kaum Deutsch
sprechen. Kinder mit Deutsch als Muttersprache werden dabei massiv
benachteiligt – das ist eine unfaire Ressourcenverschiebung, die wir
sofort stoppen müssen“, warnt FPÖ Niederösterreich Bildungssprecher
LAbg. Helmut Fiedler.

Denn das neue ÖIF (Österreichischer Integrations Fonds)-Factsheet
„Schule und Integration“ zeigt erneut, wie dramatisch sich Migration
auf unser Bildungssystem auswirkt: 27,6 % der unter 19-Jährigen in
Österreich haben Migrationshintergrund, 27 % der Schüler sprechen
zuhause kein Deutsch – in Wien sogar über 51 %, Lehrer berichten,
dass Sprachförderung immer öfter den Regelunterricht verdrängt.

„Durch den stark wachsenden Förderbedarf fehlen Zeit, Personal
und Mittel für leistungsorientierten Unterricht. Schulen in
ländlichen Regionen werden benachteiligt, während Brennpunktschulen
bevorzugt behandelt werden – mit zweifelhaftem Erfolg“, stellt
Fiedler klar.

Die FPÖ NÖ fordert daher:

Deutschpflicht vor Schuleintritt: Sprachstand erfassen,
Förderpflicht bei Defiziten.

Deutsch als Alltagssprache an Schulen: In Pausen, im Unterricht
und bei Elterngesprächen.

Leistungsorientierter Unterricht für alle: Keine Absenkung des
Niveaus wegen Sprachbarrieren.

Faire Ressourcenzuteilung: Keine Benachteiligung von Schulen mit
deutschsprachiger Mehrheit.

„Integration darf nicht auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen
werden. Unsere Klassenzimmer sind kein Experimentierfeld für
gescheiterte Migrationspolitik. Wir brauchen endlich ein
Bildungssystem, das unsere heimischen Schüler stark macht“, schließt
Fiedler.