Wien (OTS) – Kritik übte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael
Schnedlitz an den
bekanntgewordenen Geldflüssen an das Umfeld von Sebastian Bohrn-Mena,
die aus einer Anfragebeantwortung des Bundesministeriums für Land-
und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft sowie des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales,
Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hervorgehen. Wie aus der FPÖ
-Anfrage hervorgeht, flossen insgesamt über 100.000 Euro an
Steuergeldern für diverse Projekte an die Strukturen der Stiftung
COMÚN und die Common Affairs GmbH der Familie Bohrn-Mena.
„Es ist schon zu hinterfragen, warum die Regierung Dinge in
Auftrag gibt, die inmitten der Krise überhaupt keinen erkennbaren
Mehrwert für einen breiten und großen Kreis von direkt Betroffenen
haben. Die Ministerien sollen erklären, wie es im Detail zu den
Aufträgen gekommen ist. Es ist für niemanden nachvollziehbar, warum
in einer Zeit, in der gespart werden muss, über 100.000 Euro für
Projekte ausgegeben werden, die auf den ersten Blick eher kein Mensch
braucht“, so Schnedlitz, der auch an das Projekt zu
Kreislaufwirtschaft von Schafwolle erinnerte, für das das Umfeld von
Bohrn-Mena bereits in der Vergangenheit über 33.000 Euro erhalten
habe: „Von diesem Projekt hat bis heute womöglich noch kein einziger
Bauer profitiert. Der detaillierte Mehrwert soll offengelegt werden,
wie auch für die weiteren Projekte, die den Steuerzahler noch einmal
rund 100.000 Euro gekostet haben!“
Denn wie aus der FPÖ-Anfrage hervorgeht, wurde unter anderem auch
ein Projekt zur Bewusstseinsbildung von heimischem Holz als
klimafreundlicher Rohstoff für Textilien aus öffentlichen Geldern
gefördert. „Ob Schafwolle oder Holz-Textilien – es stellt sich die
dringende Frage, warum ausgerechnet diese Akteure für solche Themen
herangezogen werden und wo der Mehrwert für die breite Öffentlichkeit
liegt, der den Einsatz von Bundesmitteln rechtfertigt. Betrifft es
nur einen kleinen Kreis und sollte dieser der Meinung sein, dass
ihnen Bohrn-Mena einen Mehrwert bietet, dann sollen die das doch
selber aus der eigenen Tasche bezahlen“, erklärte Schnedlitz. Für
Schnedlitz stellt der Großteil solcher Projekte jedenfalls
Einsparungspotenzial dar: „Ich denke nicht, dass es im Interesse der
Steuerzahler ist, dass ihr Geld für solche Dinge ausgegeben wird.“