Wien (OTS) – Die aktuellen Creditreform-Zahlen zu
Unternehmensinsolvenzen in
Europa sind ein deutliches Alarmsignal: Fast 200.000
Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa, vier Jahre in Folge steigende
Zahlen und Österreich liegt mit 116 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen
deutlich über dem westeuropäischen Durchschnitt von 69. Damit zählt
unser Land zu den stärker betroffenen Standorten Europas.
Besonders auffällig ist die Struktur der Insolvenzen in
Österreich: Mehr als die Hälfte entfällt auf den
Dienstleistungssektor. Das zeigt klar, wie anfällig unser Standort
durch schwache Nachfrage, hohe Kosten und eine immer stärker
belastete Binnenwirtschaft geworden ist.
Für die Freiheitliche Wirtschaft ist klar: Diese Entwicklung ist
kein Zufall, sondern das Ergebnis einer völlig verfehlten Wirtschafts
– und Regulierungspolitik auf europäischer und nationaler Ebene.
Während Unternehmer unter hohen Energiepreisen, schwacher Konjunktur,
steigenden Lohnkosten und wachsender Unsicherheit leiden, schnürt
Brüssel ein Regelwerk nach dem anderen: Green Deal,
Lieferkettenbürokratie, das ideologisch motivierte Verbrenner-Aus,
das Lohntransparenz-Gesetz und die zwischen Bund und Ländern
unkoordinierten Brandschutzgesetzte treiben Kosten in die Höhe,
lähmen Investitionen und schwächen die Wettbewerbsfähigkeit
Österreichs und Europas.
Dazu kommt eine Sanktionspolitik, die Europas Betriebe massiv
belastet, ohne den Wirtschaftsstandort zu stärken. Der Zugang zu
günstiger Energie wurde erschwert, die Kosten explodieren und zahlen
müssen am Ende die Unternehmen, ihre Mitarbeiter und die Konsumenten!
Auch in Österreich zeigt sich ein Bild des Stillstands: Die ÖVP-
SPÖ-NEOS-Bundesregierung verwaltet die Krise, statt aktiv
gegenzusteuern. Sie übernimmt EU-Vorgaben nahezu widerspruchslos,
bremst die heimischen Betriebe mit zusätzlicher Bürokratie aus und
lässt den Standort im internationalen Wettbewerb weiter zurückfallen.
Die überdurchschnittlich hohe Insolvenzquote ist die logische Folge
dieser politischen Kapitulation.
„Unsere Unternehmer brauchen endlich Luft zum Atmen statt immer
neuer Fesseln. Wer weiter auf Überregulierung, ideologische
Experimente und eine wirtschaftsfeindliche Sanktionspolitik setzt,
riskiert den industriellen und unternehmerischen Absturz Europas.
Jetzt braucht es eine echte Entfesselung der Wirtschaft, weniger
Bürokratie, leistbare Energie und kraftvolle Schritte zur
Reindustrialisierung Europas“, betont der Bundesobmann der
Freiheitlichen Wirtschaft, Matthias Krenn.
