Wien (OTS) – Die von der SPÖ – konkret durch Niederösterreichs
SPÖ-Chef Sven
Hergovich – erneut aufgebrachte Forderung, die
Höchstbeitragsgrundlage bei den Krankenversicherungsbeiträgen
abzuschaffen, ist aus Sicht der Freiheitlichen Wirtschaft ein
gefährlicher Irrweg. Wer den Deckel sprengt, erhöht die Abgaben auf
Arbeit gerade dort, wo Betriebe Fachkräfte halten, Leistung belohnen
und Wachstum finanzieren müssen.
Die Höchstbeitragsgrundlage liegt 2026 bei 6.930 Euro brutto pro
Monat . Sie ist kein „Privileg“, sondern ein Schutzmechanismus gegen
eine unbegrenzte Belastung des Faktors Arbeit und damit ein
Standortanker. Gleichzeitig zeigt die Agenda Austria seit Jahren,
dass der „Deckel“ in der Praxis deutlich dynamischer wächst als die
Inflation – was eine schleichende Mehrbelastung bedeutet, selbst ohne
formale Gesetzesänderung.
Für die Freiheitliche Wirtschaft ist klar: Die Krise der
Sozialversicherung löst man nicht mit neuen Belastungsfantasien,
sondern mit Strukturreformen, Kostenwahrheit und echter
Prioritätensetzung im System. Wer Verantwortung für den Standort
übernehmen will, muss Ausdauer für Reformen zeigen – nicht den
schnellen Griff in die Taschen jener, die Betriebe tragen,
investieren und Jobs sichern.
FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler stellt klar: „Wer die
Höchstbeitragsgrundlage abschafft, bestraft Leistung, schwächt
Zuverlässigkeit in der Planung und gefährdet am Ende Arbeitsplätze –
weil Betriebe dann weniger Spielraum für Investitionen, Löhne und
Fachkräfte haben. Österreich braucht Entlastung und Reformen mit
Beharrlichkeit statt immer neue Abgabenexperimente; das Problem ist
nicht zu wenig Geld, sondern zu wenig Ausgaben- und
Kostenbewusstsein.“