FW-Reinbold: Lehrlingsförderung darf nicht zum Spielball der Budgetpolitik werden!

Klagenfurt/Wien (OTS) – Die angekündigten Verzögerungen bei der
Auszahlung der
Lehrlingsförderung sind für viele Ausbildungsbetriebe ein massiver
Vertrauensbruch. Wenn bereits genehmigte Fördermittel aufgrund
fehlender Budgetmittel nicht ausbezahlt, sondern in spätere Zeiträume
verschoben werden, ist das kein administrativer Nebeneffekt, sondern
eine handfeste Belastung für die Betriebe.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen finanzieren die Ausbildung
junger Menschen vor, tragen Lohnkosten, Infrastruktur- und
Betreuungskosten und kalkulieren mit klar zugesagten Förderungen.
Werden diese Mittel zurückgehalten, entsteht ein unmittelbarer Druck
auf die Liquidität. Wer so agiert, zwingt Unternehmer faktisch dazu,
dem Staat einen zinslosen Kredit zu gewähren.

Die Freiheitliche Wirtschaft fordert volle Transparenz über das
Ausmaß der betroffenen Anträge, einen verbindlichen Auszahlungsplan
sowie eine nachhaltige budgetäre Absicherung der Lehrlingsförderung
für die kommenden Jahre. Fachkräftesicherung beginnt nicht bei
Sonntagsreden, sondern bei verlässlichen Rahmenbedingungen.

„Es ist nicht akzeptabel, dass Ausbildungsbetriebe für
budgetpolitische Versäumnisse geradestehen sollen. Wer genehmigte
Förderungen verzögert, betreibt finanzielle Verschiebepolitik auf
Kosten jener Unternehmen, die täglich Leistung erbringen und
Verantwortung übernehmen. Unsere Betriebe sind keine
Liquiditätsreserve des Staates. Wer Ausbildung fordert, muss Wort
halten – alles andere ist wirtschaftspolitisch fahrlässig“, so
Bundesfachrat KommR Friedrich Reinbold abschließend.