Wien (OTS) – Ab heute diskutieren Vertreter:innen von Wissenschaft,
Forschung,
Politik, aber auch Unternehmen und Investor:innen im Rahmen der
“Technology Talks Austria” über die zentrale Bedeutung von Forschung,
Technologie und Innovation für die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs
und Europas.
Innovationsminister und Eigentümervertreter des AIT – Austrian
Institute of Technology Peter Hanke stellte mit Innovation und
Produktivität bewusst die beiden entscheidenden Hebel für
Wettbewerbsfähigkeit ins Zentrum seiner Rede.
“Wie bereits der Draghi-Report gezeigt hat, ist wachsende
Produktivität der Schlüssel zu nachhaltigem Wohlstand. Doch das
europäische Produktivitätswachstum lag in den vergangenen zehn Jahren
deutlich unter jenem der USA und manch asiatischer Länder. Die
Hauptgründe dafür sind zu geringe Investitionen in Innovationen und
neue Technologien und zu wenig Konsequenz beim Ausbau der
Digitalisierung. Doch das ist kein Schicksal, sondern eine gemeinsame
Gestaltungsaufgabe, die wir mit einer neuen Industriestrategie für
Österreich angehen wollen”, so Hanke.
Innovation als Triebfeder für Standort, Fokus auf
Schlüsseltechnologien erleichtert Planung
Innovationen seien der wichtigste Treiber für Produktivität in
Österreich, ergänzte der Minister. “Wettbewerbsfähigkeit,
Produktivität, Schlüsseltechnologien und die europäische
Innovationsagenda sind die entscheidenden Zukunftsfragen für
Österreich und Europa. Unser Land hat hier sehr gute Voraussetzungen:
Wir sind als Industrieland breit aufgestellt und verfügen über
technologische Stärkefelder, auf diesen gilt es nun aufzubauen. Darum
starten wir jetzt mit einer zielgerichteten Schlüsseltechnologie-
Offensive. Wir unterstützen damit unsere Industrie, den nächsten
Innovations- und Transformationsschub mitzugestalten.
Digitalisierung, KI und Quantentechnologien bieten dabei enorme
Chancen – nicht nur für technologische Durchbrüche, sondern auch für
völlig neue Geschäftsmodelle, Was mir persönlich sehr wichtig ist:
Innovation darf kein Selbstzweck sein, sondern soll den Menschen
dienen – sei es durch bessere Arbeitsplätze, durch höhere
Lebensqualität oder den Schutz unserer Umwelt”, unterstrich Hanke.
Die Schlüsseltechnologie-Offensive ist tragender Teil der
Industriestrategie 2035 und basiert auf drei Säulen:
–
Der bewussten Fokussierung auf jene fünf Schlüsseltechnologien,
die für Österreich das höchste Wachstumspotenzial aufweisen. Konkret
sind das: KI, Chips, Produktionstechnologien (einschließlich Robotik
und Automatisierung), Quanten (einschließlich Photonik) sowie
Fortgeschrittene Materialien (Advanced Materials).
–
Die Beschleunigung des Transfers von der Forschung in die
Anwendung. Ziel ist es neue Ideen und Technologien schneller in die
Marktreife zu übertragen. Österreich hat bereits erfolgreiche
Ökosysteme aufgebaut, in denen Wissenschaft, Industrie, Dienstleister
sowie Start-ups eng für Innovationen zusammenarbeiten. Dies muss nun
auch bei neuen Schlüsseltechnologien wie KI gelingen.
–
Verstärkte Europäische Zusammenarbeit und Konzentration auf den
Binnenmarkt. Die Schlüsseltechnologie-Offensive muss europäisch
gedacht werden, die Neuaufstellung der Europäischen
Forschungsförderung und Initiativen wie der European Competitiveness
Fund bietet dazu hervorragende Gelegenheit.
“Wir haben mit vereinten Kräften bereits europäische Großvorhaben
nach Österreich geholt. Dazu zählen etwa die Quantum-Chips-
Pilotlinien oder die AI Factory Austria. Sie dienen als Brücken
zwischen Forschung und industrieller Produktion. Darauf ruhen wir uns
nicht aus, denn mein Anspruch ist es, den Innovationsstandort
Österreich noch weiter nach vorne zu bringen. Die
Schlüsseltechnologie-Offensive ist dazu der nächste wichtige
Schritt”, so Hanke abschließend.