Igelsaison gestartet – Waisen ausgewildert – nackten Igel gefunden

Lochen (OTS) – Jetzt beginnt wieder die Zeit, wo man häufiger auf
Igel trifft.
Allerdings nicht nur im Garten, sondern auch im Straßenverkehr. Die
Tiere sind nicht nur langsam, sondern auch dämmerungs- und
nachtaktiv, was eine Straßenüberquerung noch gefährlicher macht.
„Wenn sich ein Igel bei Tag zeigt, hat er ein Problem. Entweder ist
er krank, verletzt oder verwaist und hungrig“, so Pfotenhilfe-
Geschäftsführerin Johanna Stadler.

Zwtl.: Nackter Igel brauchte Hilfe

Viele Probleme sind nicht gleich erkennbar, außer bei Exemplaren
wie dem nackten Igel, den der Tierschutzhof Pfotenhilfe kürzlich zur
Pflege erhalten hat. Dieser hat einen Hautpilz, der intensiv
behandelt werden muss, damit die Stacheln wieder nachwachsen, ohne
die er seinen Feinden schutzlos ausgeliefert ist. Aber auch wenn Igel
torkeln, apathisch wirken oder zu dünn sind, brauchen sie Hilfe.
Gesunde Igel sind rund und rollen sich ein, wenn man ihnen zu nahe
kommt. Kranke brauchen unbedingt fachkundige Betreuung durch
Tierärzte oder Auffangstationen wie die Pfotenhilfe.

Der Tierschutzhof hat über den Winter dutzende für den
Winterschlaf zu kleine, schwache oder kranke und verletzte Igel in
frostfreien Behausungen gesundgepflegt, aufgepäppelt und
durchgefüttert. Kürzlich war es dann wie jedes Frühjahr wieder so
weit und die gesunden und kräftigen Tiere konnten ausgewildert
werden.

Zwtl.: Appell an Gartenbesitzer

Abschließend appelliert Stadler an Gartenbesitzer: „Tun Sie der
Natur einen Gefallen und lassen Sie Ihren Garten ein wenig
verwildern. Da und dort ein Totholzhaufen, eine flache Wasserstelle,
Platz für Brennnesseln und heimische Sträucher und eine kleine
Steinmauer bewirken Wunder in der Artenvielfalt. Wildtiere fühlen
sich darin wieder wohl und man kann viele schöne Beobachtungen
machen.“