Gries am Brenner (OTS) – Seit Ende Oktober 2025 gibt es ein Ansuchen
der Fa. K.-Innerebner,
zuständig für Erzeugung von Fertigbeton, bei der BH-Innsbruck um eine
Ausnahmegenehmigung für die Benützung der Brennerstraße von Schönberg
bis zur Baustelle Luegbrücke. Begründet wird dies allen Ernstes mit
dem Transport verderblicher Güter. Auf diesem Streckenabschnitt der
B182 besteht aktuell ein Fahrverbot für Lkws gemäß Verordnung der BH
aus dem Jahr 2000.
Noch vor November 2025 wurde auf Nachfrage der BH von den
Gemeinden Matrei, Steinach und Gries am Brenner die dringende Bitte
um Ablehnung des Ansuchens mitgeteilt. Die Begründung ist altbekannt
und naheliegend und betrifft die Gesundheit, Nachtruhe und Sicherheit
für die Bevölkerung entlang dieses schmalen Straßenverlaufs.
Zusätzlich wurde zwischen Asfinag und der Gemeinde Steinach
vereinbart, dass die Materialtransporte für die Baustelle Luegbrücke
ausschließlich auf der Brennerautobahn erfolgen müssen.
Es sind nur drei Monate seit dem Ansuchen und den Stellungnahmen
vergangen, und es gibt immer noch keine Entscheidung von der
zuständigen Behörde zum Ansuchen der Fa. Innerebner. Soll
diesbezüglich eventuell eine schriftliche Ablehnung so lang wie
möglich verzögert werden, nun immerhin schon mehr als 3 Monate, um
das Ansuchen nicht schriftlich abzulehnen?
Am vergangenen Montag 02.02. erfolgte in Steinach aus
„ungeklärter Ursache“ ein Unfall eines Betonmischwagens im Ortsgebiet
mit dreistündiger Sperre des Verkehrs. Damit wird die Gefährdung
durch diese Fahrzeuge noch deutlicher. Dieses Fahrzeug war ohne
Genehmigung für die Benützung der Bundesstraße unterwegs, also unter
bewusster Missachtung der bescheidmäßigen Vorgaben seit 2000.
„Nordtirol ist nicht Südtirol“, sagte die heimische
Tourismuswerbung. Und sie hat Recht damit. Die Behörden in Italien
gehen rigoros gegen Missbräuche im Verkehr vor, in Nordtirol gelten
offensichtlich andere Prioritäten. Die betroffenen Gemeinden
protestierten gestern durch ein Schreiben des Planungsverbandes an
den Landeshauptmann und die zuständige Bezirkshauptfrau. „ Sollte
diesbezüglich nicht umgehend, Klarheit für die Betontransporte
geschaffen werden, werden wir eine weitere Kundgebung aber diesmal
auf der B182 beantragen, um ein deutliches Zeichen zu setzen, dass
die Wipptaler Bevölkerung solche Vorgangsweisen auf gar keinen Fall
akzeptieren werden “ – so der Bürgermeister Karl Mühlsteiger.