Wien (OTS) – Eine Immobilie in einem der beliebtesten Skigebiete
Österreichs ist
längst nicht mehr nur ein Rückzugsort für Wintersportfans, sondern
zunehmend ein hochpreisiges Anlagegut. Die aktuelle Preisanalyse von
Sprengnetter für ImmoScout24.at zeigt deutlich, wie stark die Preise
seit 2020 gestiegen sind. Analysiert wurden die Preise für ein
beispielhaftes 125-Quadratmeter-Haus oder eine beispielhafte 75-
Quadratmeter-Wohnung mit durchschnittlicher Ausstattung in 17
bekannten Wintersportregionen, wobei Sprengnetter sowohl
Transaktionspreise als auch Angebotspreise in das Preismodell
integriert. „In allen Gebieten kam es in den vergangenen fünf Jahren
zu massiven Preissprüngen sowohl bei Bestandsobjekten als auch im
Neubau. Häuser oder Wohnungen in den begehrten Skiregionen kosten nun
bis zu 59 Prozent mehr als noch 2020“, erläutert Joseph Obiegbu,
Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich.
Zwtl.: Die Millionenklasse: Knapp 2 Millionen Euro für Neubau-Haus in
Kitzbühel
An der Spitze steht weiterhin das Skigebiet Kitzbühel. In der
Region Kitzbühel kostet ein Bestandshaus im Jahr 2025 im Mittel
bereits 995.800 Euro, ein neu gebautes Haus sogar 1.353.800 Euro.
Seit 2020 entspricht das einem Plus von bis zu 43 Prozent. Das Neubau
-Haus mit normaler Ausstattung direkt im Nobelskiort Kitzbühel kostet
aktuell bereits 1.999.800 Euro, ähnlich teuer ist es im nahegelegenen
Kirchberg in Tirol (1.834.300 Euro). Günstiger kann man ein Neubau-
Haus im Salzburger Mittersill (734.800 Euro) erwerben, das ebenfalls
noch zum Skigebiet Kitzbühel zählt.
Auch Saalbach-Hinterglemm hat sich klar in die Hochpreisliga
vorgearbeitet. Mit durchschnittlich 786.400 Euro für Bestandshäuser
und 1.061.000 Euro für Neubauten liegt die Region nur noch knapp
hinter den absoluten Toplagen. Ähnlich hochpreisig präsentiert sich
die Skiregion Brixental – Wilder Kaiser, wo Häuser im Bestand
mittlerweile im Mittel 759.600 Euro kosten, Neubauten sogar 1.017.400
Euro.
Zwtl.: Die günstigsten Skigebiete: Wo der Hauskauf vergleichsweise
leistbar ist
Trotz der starken Preissteigerungen gibt es weiterhin einige
Skigebiete, die im österreichweiten Vergleich zu den günstigsten
zählen. Am unteren Ende der Preisskala liegt das Nassfeld. Ein
Bestandshaus kostet dort 2025 im Mittel 279.200 Euro, ein neu
gebautes Haus 410.600 Euro. Ebenfalls vergleichsweise günstig
präsentieren sich der Semmering mit durchschnittlich 280.300 Euro im
Bestand und 374.200 Euro im Neubau sowie das Gebiet Katschberg, wo
Bestandshäuser aktuell bei 351.100 Euro und Neubauten bei 509.700
Euro liegen. Auch Hinterstoder zählt weiterhin zu den preislich
moderateren Skigebieten, hier kostet ein Haus im Bestand im Mittel
372.600 Euro, ein Neubau 540.800 Euro. „Auffällig ist, dass bislang
günstigere Regionen teils besonders hohe Zuwächse verzeichnen – am
Nassfeld etwa betrugen die Steigerungen seit 2020 56 Prozent –, was
zeigt, dass sich auch die unteren Preissegmente dynamisch nach oben
bewegen können“, so Joseph Obiegbu.
Zwtl.: Preissteigerungen auch bei Eigentumswohnungen
Während Häuser in Österreichs Skigebieten in den vergangenen
Jahren deutlich teurer geworden sind, zeigt die Analyse für eine
beispielhafte 75-Quadratmeter-Wohnung in 17 Skiregionen ein sehr
ähnliches Bild. Wie schon bei den Häusern liegt die Region Kitzbühel
auch bei Wohnungen klar an der Spitze. Eine Bestandswohnung kostet
dort 2025 im Mittel bereits 429.200 Euro, Neubauwohnungen erreichen
mit durchschnittlich 693.500 Euro nochmals deutlich höhere Werte. In
Kitzbühel selbst kostet die 75-Quadratmeter-Neubauwohnung allerdings
1.041.200 Euro, während man im ebenfalls zum Skigebiet Kitzbühel
gehörenden Mittersill weniger als ein Drittel dafür bezahlt (305.300
Euro).
Ebenfalls in der absoluten Topgruppe liegen Saalbach-Hinterglemm
mit 387.400 Euro im Bestand und 628.100 Euro im Neubau sowie die
Skiregion Brixental – Wilder Kaiser, wo Wohnungen im Mittel 311.600
Euro beziehungsweise 500.000 Euro kosten. Direkt dahinter folgen
Regionen wie Zillertal Arena, Sankt Anton, Sölden und Schladming. In
der Zillertal Arena liegen die Durchschnittspreise 2025 bei 308.400
Euro im Bestand und 493.200 Euro im Neubau, in Sankt Anton bei
303.000 Euro und 471.200 Euro, in Sölden bei 313.200 Euro und 471.000
Euro. Schladming erreicht 282.800 Euro im Bestand und 509.200 Euro im
Neubau.
Zwtl.: Am unteren Ende der Skala – aber mit starkem Tempo
Wie bei den Häusern finden sich die günstigsten Wohnungspreise
weiterhin in kleineren und weniger international geprägten
Skigebieten. In Nassfeld kostet eine Bestandswohnung 2025 im Mittel
203.300 Euro, ein Neubau 374.400 Euro. Damit sind die Preise in der
Region um 55 Prozent seit 2020 gestiegen. Auch der Semmering mit
117.500 Euro im Bestand und 199.400 Euro im Neubau sowie der
Katschberg mit 269.500 Euro beziehungsweise 462.400 Euro zählen zu
den preislich moderateren Regionen. Hinterstoder liegt mit 207.400
Euro im Bestand und 362.900 Euro im Neubau ebenfalls im unteren
Segment.
Detaillierte Daten finden Sie im Anhang, Gemeindedaten auf
Anfrage!
Über die Datenanalyse
Die Datenanalyse aus Jänner 2026 basiert auf dem Bewertungsmodell (
AVM – Automated Valuation Model) von Sprengnetter. Dieses Modell wird
sowohl mit Angebotsdaten als auch mit tatsächlichen Transaktionsdaten
(realen Verkaufspreisen) aus ganz Österreich gespeist. Als
Referenzimmobilie im Bestandssegment dient ein beispielhaftes
Einfamilienhaus mit normaler Ausstattung in durchschnittlicher Lage
der jeweiligen Region, Baujahr 1995 und einer Wohnfläche von 125
Quadratmetern. Für Neubauobjekte wird entsprechend das Baujahr 2024
angesetzt, bei Eigentumswohnungen eine Referenzwohnfläche von 75
Quadratmetern.
Über Sprengnetter
Seit 1978 macht Sprengnetter Immobilienbewertungen einfacher,
sicherer und effizienter. Das Unternehmen unterstützt seine Partner
in der Kredit- und Immobilienwirtschaft durch innovative
Softwarelösungen, umfassende und aktuelle Marktdaten, professionelle
Dienstleistungen, Fachliteratur sowie vielfältige Seminare zur Aus-
und Weiterbildung. Die Internationalisierung seines Geschäftes treibt
das Unternehmen unter anderem durch seine Tochterunternehmen in
Österreich und Italien voran. Sprengnetter beschäftigt insgesamt über
200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gehört seit 2023 zur Scout24
-Gruppe.