Lehrerinnen- und Lehrertag der NÖ Landwirtschaftlichen Fachschulen

St. Pölten (OTS) – Beim Lehrerinnen- und Lehrertag der NÖ
Landwirtschaftlichen
Fachschulen in Stockerau stand kürzlich die kompetente Handynutzung
von Schülerinnen und Schülern im Mittelpunkt. Über 300 Pädagoginnen
und Pädagogen nahmen an den Vorträgen und der Podiumsdiskussion teil.
„Im Bildungsbereich werden in den vergangenen Jahren verstärkt Themen
wie die verantwortungsvolle Nutzung des Smartphones und der digitalen
Medien diskutiert. Daher hat das Land Niederösterreich die kompetente
Handynutzung als Schwerpunktthema für das Jahr 2025 in allen Schulen
Niederösterreichs ausgerufen“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane
Teschl-Hofmeister. „Dabei bedarf es klarer Regeln bzw.
Leitprinzipien, je nach Altersgruppe und Schule. Damit lassen sich
Handys sinnvoll im Unterricht nutzen, ohne Lernprozesse zu stören.
Auch der Fortbildung der Lehrkräfte im digitalen Bereich kommt große
Bedeutung zu, damit Schulen ihren individuellen Weg in Richtung
Handykompetenz erfolgreich beschreiten können“, so Teschl-Hofmeister.

„In einer zunehmend digitalen Lern- und Kommunikationswelt
gewinnen Smartphones als Lernwerkzeug und Informationsquelle an
Bedeutung. Um Chancen und Risiken gleichermaßen gerecht zu werden,
werden an den Landwirtschaftlichen Fachschulen gezielt Programme
umgesetzt, die eine kompetente, verantwortungsvolle und sichere
Handynutzung fördern“, betont Landesschulinspektorin Agnes Karpf-
Riegler.
„Dabei ist unser erklärtes Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu
befähigen, verantwortungsvoll zu handeln und digitale Ressourcen
sinnvoll zu nutzen“, so Karpf-Riegler.

Als Keynote-Speaker skizzierte Gesundheitsforscher Univ. Prof.
Christoph Pieh von der Donau-Universität Krems das Thema „Handys in
der Schule – Pro und Kontra“.
„Smartphones ermöglichen schnellen Zugriff auf aktuelle Quellen und
unterstützen das individualisierte Lernen. Jedoch besitzen Handys
auch ein großes Ablenkungspotenzial“, erklärte Pieh, der weiter
ausführte: „Im Durchschnitt verbringen Jugendliche rund 4,5 Stunden
pro Tag am Handybildschirm. Bei der Nutzung sozialer Medien
verlängert sich die Screen Time noch einmal um etwa 2,5 Stunden. Laut
Studien sind die Folgen häufig Einsamkeit, psychische Störungen wie
Depressionen und Schlafprobleme sowie Bewegungsmangel. Daher fordert
die Wissenschaft, die Bildschirmzeit auf rund zwei Stunden pro Tag zu
begrenzen.“

Anschließend stellte Sportwissenschafterin Alexandra Pibil die
Tut-gut-Initiative „Bewegte Klasse“ vor. Bei einem Runden Tisch wurde
die kompetente Handynutzung diskutiert.
Mit am Podium waren Smartphone-Coach Andrea Buhl Aigner,
psychosoziale Beraterin Bettina Kuschey, Hemma Poledna, Direktorin
des Gymnasiums Klosterneuburg, und Sabine Puchinger, Direktorin des
Gymnasiums Bruck/Leitha. Die Veranstaltung wurde von Fritz Lengauer
moderiert.

Weitere Informationen im Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH)
Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail
[email protected]