Ludwig/Ruck: Klima und Wirtschaft wachsen dank „Klima-Allianzen“ noch enger zusammen

Wien (OTS) – Die Klima-Allianzen sind ein neuer Zusammenschluss
zwischen Stadt und
Wirtschaft mit dem Ziel, gemeinsam die Klimaziele zu erreichen, und
sowohl den Wirtschaftsstandort zu stärken als auch die Lebensqualität
aller Wienerinnen und Wiener zu schützen. Stetig wachsen sollen die
Klima-Allianzen durch die schriftliche Unterzeichnung eines
„Memorandum of Understanding (MOU)“ durch die Stadt Wien und die
teilhabenden Unternehmen. Schon jetzt leisten mehr als 10 führende
Unternehmen in Wien dazu die Vorarbeit, darunter EVVA, Ottakringer
und Hoerbiger. Bürgermeister Michael Ludwig, als Vertreter der Stadt
Wien, und Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck, als Vertreter
der heimischen Wirtschaft, gaben am Montag den symbolischen
Startschuss. Die Unterzeichnung des MOU mit den einzelnen Unternehmen
erfolgt in weiterer Folge gemeinsam mit Klimastadtrat Jürgen
Czernohorszky, der die Klima-Allianzen, und damit die Verschränkung
von Klima und Wirtschaft, im Wiener Klimagesetz nun auch rechtlich
verankert hat.

„Erstmals in der Geschichte Wiens binden sich heimische
Unternehmen und Betriebe schriftlich daran, aktiv mit uns den
Klimaschutz in unserer Stadt voranzutreiben, während die Stadt Wien
dazu verpflichtet, die Rahmenbedingungen für einen zukunftsfitten
Wirtschaftsort zu bieten“, sagt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig.
„Daran sieht man, dass Klimaschutz und Wirtschaft in Wien Hand in
Hand gehen – und zwar nicht erst seit gestern. Schon seit mehr als
einem Vierteljahrhundert, mit dem Beginn des ersten
Klimaschutzprogramms, festigen wir dieses Bündnis, weil wir früh
erkannt haben, dass Wirtschaft und Klima keine Gegenspieler sind,
sondern voneinander profitieren“, ergänzt Ludwig. Dieses Verständnis
trage auch dazu bei, dass Wien das einzige österreichische Bundesland
mit einem durchgehenden Wirtschaftswachstum sei, so Ludwig.

Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck ruft die Ergebnisse
des jährlichen „Green Economy Report“ in Erinnerung, denn dieser
zeige eindrücklich, „wie stark sich Investitionen in Nachhaltigkeit
auf die heimische Wirtschaft auswirken. Projekte zur
Kreislaufwirtschaft, Photovoltaik, E-Mobilität und Fernkälte bringen
beispielsweise eine jährliche Wertschöpfung von 3,6 Milliarden Euro“.
Wirtschaft und Green Economy seien in Wien eng miteinander verwoben;
hohe Investitionen würden nicht nur die heimischen Branchen stärken,
sondern hätten schon jetzt spürbar positive Effekte auf die Umwelt.
Ruck: „Ökologie und Ökonomie bedeuten keinen Gegensatz, sondern eine
Verbindung, die Win-win-Situationen schaffen kann, von der sowohl die
Wirtschaft als auch die Gesellschaft profitieren. Die heterogene und
innovative Wiener Wirtschaft ist sehr gut dafür aufgestellt, diese
Chancen zu nutzen.“

Ludwig und Ruck orten den Klimaschutz in Wien „seit langem in
einer sehr guten Konjunkturphase.“ Das würden auch die großen Erfolge
bei Sonnenstrom, Grünraumausbau und bei der Reduktion schädlicher
Treibhausgase zeigen (wo Wien in den vergangenen beiden Jahren
doppelt so stark unterwegs gewesen ist wie der Bund insgesamt). „Mit
den im Wiener Klimagesetz verankerten Klima-Allianzen werden wir
diese Konjunkturphase weiter verlängern. Denn gerade im Bereich
Klimaschutz ist das heimische Wertschöpfungspotenzial sehr hoch. Mit
den Klima-Allianzen gewinnen wir noch mehr Partnerinnen und Partner
aus Zukunftsbranchen und fördern damit Wirtschaft als auch
Klimaschutz gleichermaßen“, so beide unisono. (Schluss)