Wien (OTS) – Österreicher zeigen weiterhin ihre Vorliebe für
leistungsstarke
Fahrzeuge. Wie aktuelle Daten der Wiener Städtischen Versicherung
belegen, ist die durchschnittliche PS-Stärke in Österreich innerhalb
von zehn Jahren um 18 Prozent gestiegen – von rund 109 PS im Jahr
2015 auf nunmehr 129 PS im Jahr 2024. Der stärkste Anstieg erfolgte
dabei zwischen 2017 und 2019, wo die Durchschnittswerte jährlich um
über zwei PS zunahmen. Auch in den Folgejahren blieb das Wachstum
konstant: Selbst während der Pandemie und trotz intensiver
Diskussionen um Klimaschutz und alternative Antriebe wuchs die
Leistung der Fahrzeuge kontinuierlich an. „Trotz des steigenden
Umweltbewusstseins entscheiden sich viele Menschen für
leistungsstärkere Fahrzeuge – Komfort, Fahrdynamik und
Sicherheitsgefühl spielen hier die entscheidende Rolle“, erklärt
Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen
Versicherung .
Zwtl.: PS-Boom quer durch die Bundesländer
Die Entwicklung der durchschnittlichen Motorleistungen zeigt sich
in allen Regionen Österreichs deutlich. Den höchsten Wert verzeichnen
aktuell die Vorarlberger mit durchschnittlich 141 PS – hier stieg der
PS-Wert innerhalb von zehn Jahren um 22,6 Prozent. Ähnlich stark war
der Zuwachs auch im Burgenland, wo der Durchschnittswert seit 2015 um
mehr als 21 Prozent auf 128 PS gestiegen ist. Salzburg folgt mit
einem Plus von knapp 19,8 Prozent und einem aktuellen PS-Wert von 135
PS. Die Wiener liegen mit aktuell 140 PS ebenfalls weit oben im
Ranking und verzeichnen einen Anstieg von 19 Prozent.
In Kärnten und Osttirol wuchs die Motorleistung der Autos seit
2015 um 18,7 Prozent auf derzeit 123 PS, in Niederösterreich und
Oberösterreich liegt der PS-Wert bei 122 PS und der Anstieg bei rund
16 Prozent. Auch in der Steiermark (+ 13,5 Prozent, aktuell 123 PS)
und in Tirol (+ 14,1 Prozent, aktuell 126 PS) zeigt sich der Trend zu
leistungsstärkeren Autos – wenn auch etwas moderater. Die Steirer
liegen damit am unteren Ende der PS-Tabelle.
Zwtl.: E-Mobilität auf dem Vormarsch
Der PS-Anstieg ist auch auf den wachsenden Anteil der
Elektroautos zurückzuführen. Denn viele der neuen E-Autos, die
mittlerweile auf Österreichs Straßen unterwegs sind, weisen
Motorleistungen deutlich jenseits der 100-PS-Marke auf. Allerdings
bleiben sie bisher eine Minderheit: Noch immer fahren rund 96 Prozent
der Autos in Österreich mit Diesel oder Benzin. Allerdings zeigen die
Zulassungsdaten im ersten Halbjahr 2025, dass Fahrzeuge mit
alternativen Antrieben um 59,3 Prozent zugenommen haben, elektrisch
betriebene Pkws machen bereits 22 Prozent aller Neuzulassungen aus,
Benzin- und Dieselantriebe verlieren hingegen deutlich an Bedeutung.
Das spiegelt sich auch in der im April veröffentlichten Kfz-
Umfrage der Wiener Städtischen wider. „Das Elektroauto gewinnt an
Zuspruch. Wenn es um die künftige Fahrzeugwahl geht, stehen E-Autos
bei 37 Prozent der Befragten in Österreich an erster Stelle. Der
Verbrennungsmotor verliert dagegen an Attraktivität: Nur mehr rund
ein Viertel würde sich heute noch für einen Benziner entscheiden,
lediglich 11 Prozent für einen Diesel“, erklärt Wendler.