Amstetten (OTS) – Nahezu alle Immobilientypen haben 2025 gegenüber
2024 bei den
Verkäufen wie bei den Umsätzen zugelegt. Für den Gesamtmarkt ergibt
dies gegenüber dem schwachen Jahr 2024 einen Mengenzuwachs von +16,8
% und einen Mehrumsatz von +20,3 %.
Der RE/MAX-ImmoSpiegel enthält in der Vollversion unter
www.remax.at/de/presse/presseaussendungen
Zahlen, Daten und Fakten für Gesamtösterreich, jedes Bundesland
und jeden einzelnen Bezirk in folgender Reihenfolge:
1. Zahlen-Highlights: Österreich, Bundesländer zusätzlich Bezirke,
Strukturveränderungen
2. Gesamtmarkt Gesamtösterreich: Fakten, Einschätzung, Ausblick
3. Immobilientypen im Vergleich
4. Bundesländer im Überblick und direktem Vergleich
5. Bundesländer- und Bezirks-Detaildaten sortiert nach Veränderung
der Verbücherungen in Prozent
Zwtl.: ZAHLEN-HIGHLIGHTS
Österreich: Mit 117.782 verbücherten Immobilien liegt die
Jahresmenge 2025 um +16,8 % über der von 2024. Zwar fehlen auf den
Zehnjahresdurchschnitt noch -8,6 %, doch die Trendwende ist
geschafft. Der Verbücherungswert stieg um +5,84 Mrd. Euro auf 34,61
Mrd. Euro. Das sind um +20,3 % mehr als 2024, um +5,8 % mehr als der
Zehnjahresschnitt.
Bundesländer: Alle Bundesländer außer dem Burgenland erhöhen ihre
Verkaufsmengen zweistellig; Trendsetter sind Vorarlberg (+26,2 %) und
Wien (+24,4 %). Den 2024er- Umsatz steigert Wien um +1,67 Mrd. Euro,
die Steiermark um +1,00 Mrd. Euro und Niederösterreich um +865 Mio.
Euro. In Prozenten bedeutet das zwischen +30,7 % in Vorarlberg, +29,6
% in der Steiermark, +22,1 % in Wien und +13,6 % in Tirol und -1,8 %
im Burgenland.
Zwtl.: GESAMTMARKT: FAKTEN, EINSCHÄTZUNGEN, AUSBLICK
Die Talsohle 2024 ist durchschritten und der Aufschwung 2025
stärker als der Rückgang 2023. Die 117.782 Verbücherungen im Jahr
2025 sind bereits 91,4 % des Zehnjahresschnitts, aber die Tendenz ist
klar ersichtlich und die beiden üblichen Trend-bundesländer Wien und
Vorarlberg zeigen einen Aufschwung, den die anderen Bundesländer
wahrscheinlich 2026 noch realisieren werden.
Zwtl.: Umsatzwachstum wie jenes von 2017 auf 2019, aber in einem Jahr
Das Umsatzwachstum von +5,84 Mrd. Euro 2025 ist nach dem Wegfall
von -2,54 Mrd. Euro 2024 und vor allem von -12,70 Mrd. Euro 2023 eine
Wohltat. Lag der Umsatz 2024 auf dem Niveau von 2017, so ähnelt der
2025er-Umsatz mit 34,61 Mrd. Euro eher dem Jahr 2019. Der Schub 2025
hat also für das Aufholen von zwei „normalen“ Jahreswachstumsraten
gereicht. Mit dem Wegfall der Ursachen für den Einbruch am
Immobilienmarkt seit 2021 kommt der Markt wieder schrittweise zurück.
„Die rückläufige Inflation und das geringere Zinsniveau, aber auch
psychologische Effekte wie das medial breitgetretene Ende der KIM-
Verordnung – die in Wirklichkeit nur eine Umwandlung von einer
Verordnung in eine dringende Empfehlung war – und vor allem
Gewöhnungseffekte an das Ende der Nullzinsphase, haben zu dieser
Trendumkehr geführt“ , erläutert Bernhard Reikersdorfer, MBA,
Managing Director von RE/MAX Austria.
Zwtl.: Grundbuch als verlässlichste Datenbasis
Datenquelle für den RE/MAX-ImmoSpiegel ist seit 2009 die
lückenlose Erfassung aller Kaufverträge im öffentlich zugänglichen
amtlichen Grundbuch. Diese Zahlen sind daher die verlässlichsten am
Markt. IMMOunited – die Experten für Immobiliendaten – haben sie
ausgelesen und als Kaufvertrags-Sammlung publiziert. RE/MAX Austria,
Österreichs mit Abstand größter und erfolgreichster
Immobilienvermittler, analysiert sie für ganz Österreich und
veröffentlicht sie exklusiv im RE/MAX-ImmoSpiegel. „Wir erheben
Transaktionsdaten aus dem österreichischen Grundbuch und ergänzen
diese z. B. um historisch erfasste Nutzwertgutachten, Flächenwidmungs
– und Gebäudeinformationen aus dem Grundstücksverzeichnis sowie Daten
aus Immobilieninseraten. So entstehen vollständige
Transaktionsdatensätze, die für einen transparenten Immobilienmarkt
sorgen und für unsere Partnerunternehmen eine wertvolle
Entscheidungsgrundlage darstellen“ , sagt Mag. Roland Schmid,
Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.
Zwtl.: IMMOBILIENTYPEN IM VERGLEICH VON ALPE BIS ZINSHAUSANTEIL
In fast allen Immobilienkategoiren gehen die verbücherten
Immobilienstückzahlen wieder aufwärts, nur Landwirtschaften,
Weingärten, Seegrundstücke und Sportplätze bleiben mit ihren
Verbücherungszahlen hinter jenen des Jahres 2024 zurück. Auch die
Immobilienumsätze entwickeln sich bei fast allen Immobilientypen
positiv, nur die jene der Zinshäuser, Lagerflächen, Landwirtschaften,
Almen und Sportplätze bleiben hinter den 2024er Umsätzen.
Zwtl.: Neustart geglückt
„ Bei allen anderen Immobilientypen ist mehr Nachfrage und mehr
Umsatz als 2024 zu bemerken, vor allem bei den wichtigsten, den
Wohnungen, Einfamilienhäusern, Grundstücken und den ‚sonstigen
Gebäuden ‘“ , weiß Mag. Anton Nenning, Head of Communicaton &
Research, RE/MAX Austria. „ War 2024 ein Landeanflug und der
Jahreswechsel 2024/25 ein Touchdown, so sehen wir 2025 einen
gelungenen Neustart. “
Vereinfacht dargestellt lassen sich die Immobilienkategorien 2025
in vier Gruppen aufteilen:
1. Wohnungen : Die Verbücherungen von Dachgeschoßwohnungen stiegen um
+5,9 %, Hotelapartments um +38,5 %, Kellerabteile um +14,9 %, PKW-
Abstellplätze um +22,3 % und die vor allem entscheidenden Wohnungen
um +21,7 %. 61.858 Transaktionsakte im Wert von 13,38 Mrd. Euro
fallen in diese Immobiliengruppe, um +21,4 % mehr als 2024 mit einem
Umsatzzuwachs von +23,5 %.
2. Häuser: Mengenmäßig am wichtigsten sind in dieser Kategorie die
Einfamilienhäuser. Sie legen stückmäßig um +17,7 % zu. Sonstige
Gebäude steigern um +13,9 %, Reihenhauskäufe um +7,3 %. Stärker
wachsen konnten die Hausanteile (+12,5 %), die Doppelhaushälften (+
15,8 %) und die Mehrfamilienhäuser (+12,3 %). In Summe machten diese
26.232 Wohnhäuser (+15,0 %) einen Umsatz von 13,47 Mrd. Euro, um +
23,3 % mehr als 2024.
3. Gewerbeimmobilien haben sich unterschiedlich entwickelt:
Geschäftslokale haben um +17,9 % zugelegt, Lager um +15,9 %. Büros
dagegen boomen: Büroflächen mit +32,5 % und Bürogebäude mit +38,0 %.
Immobilen im Beherbergungsgewerbe (Hotels/Pensionen) wurden um +41,9
% mehr verkauft, Zinshäuser dagegen nur um +9,7 % und
Zinshausanteilkäufe um +6,9 % mehr als 2024. Die Gewerbeimmobilien
sind mit 2.835 Objekten (+21,0 %) für 2,66 Mrd. Euro Umsatz
verantwortlich, um +5,5 % mehr als 2024.
4. Grund und Boden: Grundstücke sind ein Schwergewicht in der
Statistik, von ihnen wurden um +9,1 % mehr verbüchert als 2024.
Mengenmäßig kaum ins Gewicht fallen Kleingärten (+1,4 %),
Landwirtschaften (-32,5 %), Seegrundstücke (-4,6 %) und Weingärten (-
3,3 %), eher noch die Waldgrundstücke mit +10,2 %. Zusammen kommen
sie auf 25.132 Kaufakte im Wert von 4,21 Mrd. Euro. Eine Steigerung
um +8,2 % und +8,7 %.
Details zu Büroflächen, Bürogebäuden, Dachgeschoßwohnungen,
Doppelhaushälften, Einfamilienhäuser, sonstigen Gebäuden,
Geschäftslokalen, Grundstücke, Hausanteile, Hotels/Pensionen,
Hotelapartments, Lager, Landwirtschaften, Mehrfamilienhäuser, PKW-
Abstellplätze, Reihenhäuser, Waldstücke, Wohnungen, Zinshäuser und
Zinshausteile finden Sie in der Vollversion.
Zwtl.: BUNDESLÄNDER IM ÜBERBLICK UND DIREKTEN VERGLEICH
Verbücherungszahlen überall im Plus!
Wie bei jedem Immobilientrend sind Wien und Vorarlberg vorne dabei:
Der Immobilienmarkt wächst 2025 in Vorarlberg um +26,2 % und in Wien
um +24,4 %. Mit Abstand folgen die Steiermark (+19,2 %) und knapp
beisammen Niederösterreich (+17,8 %) und Salzburg (+17,2 %). Fünf
Prozentpunkte geringer war das Marktwachstum in Kärnten (+12,3 %),
nach einer Trendumkehr um mehr als 30 Prozentpunkte (2024: -17,9 %).
Es folgen noch Oberösterreich (+11,1 %), Tirol (+10,3 %) und das
Burgenland (+8,5 %).
Zwtl.: Wachstum überall und ohne besondere strukturelle Schwerpunkte
„Wie schon 2024 lässt sich auch für 2025 kein eindeutiges Muster
aus den Wachstumsraten ableiten, außer, dass Wien und Vorarlberg
stärker ausschlagen als die anderen Bundesländer, wohl, weil sie auch
sonst früher auf Veränderungen reagieren. West-Ostgefälle oder
Preisniveau, greifen als Erklärungsmuster nicht. Einzig die Tatsache,
dass die Bundesländer mit den höchsten Steigerungen bei den Wohnungen
aufgrund der Wichtigkeit dieser Immobilienkategorie vorne sind,
klingt plausibel“, erklärt Mag. Anton Nenning.
Zwtl.: Wien 2024 mengenmäßig wieder zweiter hinter Niederösterreich
Führend in der Mengenstatistik ist wieder Niederösterreich (
24.620) vor Wien (19.328), der Steiermark (18.426) und Oberösterreich
(16.286). Mit etwas Abstand folgen Tirol (10.094), Salzburg (8.524),
Kärnten (8.354), Burgenland (6.195) und Vorarlberg (5.955). Die
Reihenfolge ist zu 2024 unverändert, die Abstände haben sich
verschoben.
Zwtl.: Wien und Steiermark sorgen für fast die Hälfte des
Umsatzwachstums
Beim Immobilienumsatz steuern Wien mit +1,67 Mrd. Euro und die
Steiermark mit +1,00 Mrd. Euro die größten Brocken bei, zusammen 45,8
% der Österreichsumme, Niederösterreich folgt mit +865 Mio. Euro,
dahinter Oberösterreich mit + 710 Mio. Euro und dann schon Vorarlberg
mit +476 Mio. Euro auf Platz fünf. Um +438 Mio. Euro wuchs der
Immobilientransfermarkt in Tirol und um +421 Mio. Euro in Salzburg.
Fehlen noch Kärnten mit +271 Mio. Euro und das Burgenland mit einer
doppelten Besonderheit: Es wiederholt seine negative Wachstumsrate
von 2024 und damit das einzige Minus unter den Bundesländern, nämlich
-14 Mio. Euro.
„Die Schaffung von Immobilieneigentum sollte unbedingt gefördert
werden. Eigentum bedeutet mehr Selbstbestimmung und Freiheit,
geringere Kosten in der Pension und daher einen Schutz vor
Altersarmut, auch dann, wenn das Pensionssystem in naher Zukunft
immer mehr Menschen möglicherweise nur mehr überschaubar unterstützen
kann“, so Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director von RE/MAX
Austria. „Es muss allerdings auch dringend in die Bereitstellung von
zusätzlichem Wohnraum intensiviert werden, ob durch Neubau, Umbau,
Sanierung, Verdichtung. Wir brauchen bei steigender Nachfrage nach
Wohnraum dringend mehr Angebot, damit massive Preissteigerungen,
aufgrund einer Angebotsknappheit, in Zukunft hintangehalten werden“,
appelliert Reikersdorfer.
Details zu den Bundesländern und den einzelnen Bezirken finden
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