Wien (OTS) – Vor der Park Residenz Döbling in der Hartäckerstrasse in
Wien 19
haben heute deren Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter für die Einführung einer 30er Zone demonstriert.
Der Vorsitzende des Bewohnerbeirates, Heinz Bierbaum, erklärt wie
es dazu gekommen ist: „Die schnurgerade, von keiner Ampel
unterbrochene Straße lädt viele Autofahrer zum Durchrasen ein. Auch
hat der Verkehr merklich zugenommen, seit die parallel verlaufende
Krottenbachstrasse vor ein paar Jahren umgebaut worden ist. Unter
diesen Umständen ist für uns Seniorinnen und Senioren das Überqueren
der Fahrbahn hinüber in den gegenüberliegenden Park gefährlich
geworden.“
Wie Bierbaum ausführt, war ein wesentlicher Grund für die
Protestaktion, dass sich die Wiener Linien leider bereits seit
längerem gegen die Einführung einer 30er Zone vor der Parkresidenz
Döbling sträuben. Die meinen, so Bierbaum, die Buslinie 40A verliere
mit der Temporeduzierung zu viel Zeit. „Das trifft aber nicht zu, da
es hier vor dem Haus eine Haltestelle der Buslinie gibt und der Bus
ohnehin abbremsen muss“, zeigt sich der Sprecher der 350
Bewohnerinnen und Bewohner der Park Residenz über die Argumentation
der Wiener Linien irritiert.
Bezirksvorsteher und Direktor der Park Residenz unterstützen
Anliegen der Seniorinnen und Senioren
Der Direktor der Park Residenz, Georg B. Gonano, verweist darauf,
dass dieses Mehr an Sicherheit wichtig für die Bewohnerinnen und
Bewohner und Besucherinnen und Besucher, aber auch für seine 180
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist: „Eine Tempo-30-Beschränkung
kommt allen zugute und ist ein wichtiger Schritt, um sowohl die
Unfallgefahr zu minimieren als auch ein harmonisches und sicheres
Umfeld zu schaffen.“
Wie Gonano ausführt, sind Seniorinnen und Senioren – viele sind
auf Gehhilfen oder Rollatoren angewiesen – schon an sich leider
anfälliger für Unfälle. Gonano: „Daher ist es mir als Direktor der
Park Residenz ein Anliegen alle möglichen Gefahrenquellen zu
beseitigen oder zumindest zu minimieren. Das betrifft in dem Fall die
oft hohe Geschwindigkeit des Individualverkehrs vor unserem Haus und
die damit verbundene verkürzte Reaktionszeit beim Autofahren. Eine
30er Zone würde hier gute Abhilfe schaffen.“
Unterstützung erhielt die Demonstration von der Döblinger
Bezirkspolitik. Bezirksvorsteher Daniel Resch war mit dabei. „Die
Sicherheit der Menschen in der Park Residenz Döbling ist mir ein
zentrales Anliegen, deshalb unterstütze ich die Initiative einer 30
km/h-Zone. Ich appelliere an die Stadt Wien hier die nächsten
Schritte zu setzen und eine gute Lösung für die Anrainerinnen und
Anrainer in Döbling zu schaffen“, fordert Resch. Wie der
Bezirksvorsteher betont, hat der Bezirk seine Möglichkeiten für mehr
Sicherheit ausgeschöpft und so etwa entsprechende Warnzeichen und
Bodenmarkierungen neu installiert. Jetzt ist, so Bezirksvorsteher
Resch, die Stadt Wien am Zug, wenn es um mehr Verkehrssicherheit vor
der Park Residenz Döbling geht.