Sima/Nevrivy/Pipal-Leixner: Mega-Rad-Highway fertig – 7 km pures Fahrvergnügen von der City zum Kagraner Platz

Wien (OTS) – Endlich ist es so weit: Der Radhighway Nord, Wiens 7
Kilometer lange
Radverbindung der Extraklasse, ist fertig! Das Fahrvergnügen beginnt
bei der Urania, verläuft über Aspernbrücke und Praterstraße zum
Praterstern, von dort über die Lassallestraße und die Wagramer Straße
bis zum Kagraner Platz und darüber hinaus bis zu Am langen Felde.
Zusammen verbindet die neue Schnellroute drei Bezirke und macht die
Radverbindung von der City in die Donaustadt sicher, komfortabel und
vor allem schnell. Diese hochmoderne Route setzt nicht nur für den
Wiener Radverkehr neue Maßstäbe, sie bringt auch umfangreiche
Begrünung, Entsiegelung und Kühlung entlang der Strecke – ganz nach
dem wienweiten Motto „raus aus dem Asphalt“.

„Ich freue mich sehr, dass wir Wiens ersten Mega-Radhighway nun
mit dem letzten Abschnitt auf der Wagramer Straße fertigstellen
konnten. Ein echtes Vorzeigeprojekt der großen Radwegeoffensive, im
Rahmen derer wir in den letzten 5 Jahren knapp 100 km neue
Radinfrastruktur gebaut oder auf den Weg gebracht haben. Zugleich
entsiegeln, begrünen und kühlen wir ganz nach unserem Motto ‚Raus aus
dem Asphalt‘ entlang der Strecken und angrenzende Plätze – es gibt
ganze 16.000 m2 neues Grün und dazu wurden rund 200 Bäume entlang der
Route neu gepflanzt. Damit schaffen wir angenehme Aufenthaltsorte im
öffentlichen Raum für alle. Ein großes Danke an die Verantwortlichen
in den Bezirken und die Mitarbeiter*innen der Stadt für die so gute
und erfolgreiche Zusammenarbeit“, so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.
Das grande Finale der Umgestaltung der Wagramer Straße wird Wiens
erster Straßenpark, der bis Herbst fertig sein wird: ein neuer
Freiraum auf 250 m mit knapp 40 Bäumen im letzten Abschnitt der
Wagramer Straße zwischen Steigenteschgasse und Wintzingerodestraße.

Auch der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy zeigt sich
begeistert von der neuen Radverbindung, aber vor allem auch von der
Verwandlung der Wagramer Straße: „Die Donaustädterinnen und
Donaustädter können sich nun über 8.100 Quadratmeter an neuen
Grünflächen mit 100 neuen Bäumen und 60 Hochstammsträuchern freuen.“

„Ich bin stolz darauf, was uns im Ausbau der Radwege bereits
gelungen ist – neue Radwege sind immer ein Highlight. Und ein sieben
Kilometer langer Rad-Highway, das ist ein perfektes Beispiel für
spürbaren Fortschritt im Alltag. Als Aufschwungskoalition ist es
unser Ziel, genau das weiter vorzumachen: Dass wir Tag für Tag daran
arbeiten, dass unsere Stadt moderner und zukunftsfähiger wird,“
betont NEOS Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner.

1. Abschnitt Praterstraße: Von Urania bis Praterstern

Der Mega-Rad-Highway startet in der Wiener City, bei der Urania.
Hier geht es zunächst auf der Aspernbrücke über den Donaukanal. Die
1951 erbaute Aspernbrücke ist eine hochfrequentierte Verbindung
zwischen Leopoldstadt und 1. Bezirk. Im Rahmen einer Generalsanierung
wurden 2023 die Brückenausrüstung und der Korrossionsschutz erneuert.
Im Zuge dieser Sanierung erhielt die Aspernbrücke einen Zwei-
Richtungs-Radweg, über den es in der Aspernbrückengasse und der
Praterstraße bis zum Praterstern weitergeht. Auf dem ersten Teilstück
des Mega-Rad-Highways radelt es sich durchwegs auf über 4 Metern
Breite. 51 neue Bäume und 18 Hochstammsträucher sorgen hier gemeinsam
mit den bestehenden großkronigen Platanen, die im Rahmen der
Umgestaltung natürlich erhalten geblieben sind, für Schatten. So
wurden Aspernbrückengasse und Praterstraße zu einem Fahrrad-Eldorado
und einem begrünten Tor in die Leopoldstadt. Auch der Nestroyplatz
und der Rosl-Berndt-Platz erhielten ein klimafittes Makeover und
bieten mit Bäumen, Gräserbeeten, heller Pflasterung und
Wasserelementen viel Aufenthaltsqualität für Jung und Alt.

„Um das Radfahren – aber auch das Zu-Fuß-Gehen – über den
Praterstern noch angenehmer und sicherer zu machen, wurde vor Kurzem
auch die wichtige Kreuzung Praterstern/Nordbahnstraße neugestaltet.
Bislang mussten sich Fußgänger*innen und Radler*innen hier eine recht
enge Aufstellfläche teilen. Das wurde nun mit einer eigenen
Radüberfahrt und einem eigenen Zebrastreifen entflochten. Die
Radüberfahrt wurde zudem verbreitert, wodurch eine geradlinigere
Führung des Radverkehrs im Kreuzungsbereich möglich ist. Dadurch ist
das Radfahren entlang des 1. Wiener Mega-Rad-Highways noch
komfortabler“, erläutert Wiens Radfahrbeauftragter Martin Blum.

2. Abschnitt Lassallestraße: Von Praterstern bis Reichsbrücke

Der nächste Abschnitt des Mega-Rad-Highways verläuft auf der
Lassallestraße. Vom Praterstern bis zur Reichsbrücke entstand hier
ein über 4 Meter breiter Zwei-Richtungs-Radweg. Um die Sicherheit zu
erhöhen wurde der neue Zwei-Richtungs-Radweg so gebaut, dass er an
keine Parkstreifen grenzt. So kann Unfällen durch unachtsam geöffnete
Pkw-Türen bestmöglich vorgebeugt werden.

Insgesamt wurden in der Lassallestraße 36 Bäume und 11
Hochstammsträucher neu gepflanzt sowie insgesamt 1.300 Quadratmeter
neue Grünflächen errichtet.

In den Kreuzungsbereichen mit Vorgartenstraße, Radingerstraße,
Ernst-Melchior-Gasse und Joseph-Roth-Gasse wurden
Gehsteigvorziehungen errichtet, um die Querungslängen zu verkürzen
und die Sicherheit für Fußgänger*innen zu erhöhen. An den Kreuzungen
wurde auf eine klare Trennung der Fußgänger*innenströme und des
Radverkehrs geachtet. Rund um den U-Bahn-Aufgang bei der
Radingerstraße wurde die Fußgänger*innenzone vergrößert und mit neuen
Sitzgelegenheiten aufgewertet. Helle und sickerfähige Pflasterung
sorgt in diesem Bereich auf insgesamt 420 Quadratmetern für
Entsiegelung, wodurch die Kanalisation entlastet sowie Wasser für
anschließende Verdunstung und Kühlung im Boden gespeichert werden
kann.

Egal ob auf dem Rad oder zu Fuß, die neugestaltete Lassallestraße
hat für alle etwas zu bieten!

3. Abschnitt Wagramer Straße: Von Arbeiterstrandbadstraße bis
Kagraner Platz

Über die bestehenden gemischten Geh- und Radwege der Reichsbrücke
verläuft der Mega-Rad-Highway über die Donau stadtauswärts, wo er in
die Wagramer Straße übergeht.

2023 wurde hier von der Arbeiterstrandbadstraße über die Kagraner
Brücke bis zum Donauzentrum ein 4 Meter breiter, komfortabler Zwei-
Richtungs-Radweg eröffnet, der seither für Fahrkomfort und Sicherheit
sorgt. 36 neue Bäume und neue Grünräume entlang der Strecke kühlen
und spenden während der heißen Monate Schatten.

Das letzte Teilstück verlängert nun den Mega-Rad-Highway vom
Donauzentrum bis zum Kagraner Platz um weitere 1,2 Kilometer! Der
komfortable Zwei-Richtungs-Radweg zwischen Siebeckstraße und Kagraner
Platz beziehungsweise darüber hinaus bis zu Am Langen Felde schließt
eine Lücke im Wiener Hauptradwegenetz und ermöglicht nicht nur eine
gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums und des Donauzentrums, sondern
auch der Naherholungsgebiete Donauinsel und Alte Donau.

Nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ wurde im Rahmen der
Umgestaltung dieses Abschnitts der der Wagramer Straße natürlich auch
auf großflächige Begrünung gesetzt, um eine klimafitte Umgebung für
alle Verkehrsteilnehmenden zu schaffen. Konkret entstanden entlang
der Wagramer Straße 8.100 Quadratmeter an neuen Grünflächen mit 100
neuen Bäumen und 60 Hochstammsträuchern.

Streckenführung auf einen Blick

Wer künftig von der Inneren Stadt bis zum Kagraner Platz radeln
möchte, kann über die Aspernbrücke, die Aspernbrückengasse und die
Praterstraße auf einem über 4 Meter breiten Zwei-Richtungs-Radweg bis
zum Praterstern fahren. Der Abschnitt in Aspernbrückengasse und
Praterstraße ist seit Ende 2023 fertig, auch jener auf der
Aspernbrücke ist seit Sommer befahrbar

Vom Praterstern geht es weiter über die Lassallestraße bis zur
Reichsbrücke – ebenfalls auf einem über 4 Meter breiten Zwei-
Richtungs-Radweg, der bereits im Frühling 2023 fertiggestellt wurde.

In der Wagramer Straße wurde der Abschnitt von der
Arbeiterstrandbadstraße bis zum Donauzentrum – inklusive Kagraner
Brücke – ebenfalls schon 2023 eröffnet. Auf der finalen Etappe
gelangt man schließlich entlang der Wagramer Straße vorbei am
Donauzentrum bis zum Kagraner Platz/Am langen Felde . Ein 250 Meter
langer „Straßenpark“ sorgt hier für ein großes Plus an
Lebensqualität, er ist aktuell in Bau und wird im Herbst eröffnet.

Wiens große Radwegoffensive

Die große Wiener Radwegoffensive läuft auf Hochtouren! Die rot-
pinke Stadtregierung hat mit Ende der Legislaturperiode bereits über
250 Projekte in Angriff genommen und setzt intensiv weitere um. Bis
Jahresende werden 100 km neue Radwege im Hauptradwegenetz gebaut oder
auf den Weg gebracht. Mehr als 50 km Radinfrastruktur wurden zudem im
Bezirksnetz bereits umgesetzt. Die intensiven Anstrengungen machen
sich bezahlt: Die Zahl der Radler*innen nimmt stetig zu. So ist der
Anteil der Wege, die per Rad zurückgelegt werden, im Jahr 2024 auf
elf Prozent gestiegen (im Jahr 2019 waren es sieben Prozent), wie die
Modalsplit-Erhebung 2024 zeigt.

Alle Infos zu den Radwegeprojekten auf: www.fahrradwien.at

Raus aus dem Asphalt-Rekordbilanz

Die Raus aus dem Asphalt-Projekte haben in der vergangenen
Legislaturperiode 2020-2025 eine Rekordbilanz gebracht mit 344
Projekten in allen 23 Bezirken. 3.316 Bäume wurden gepflanzt, 2.745
Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiel
geschaffen. Mit der historischen Begrünungsoffensive Wiens haben die
Grätzl eine massive Verbesserung des Mikroklimas und damit eine
Aufwertung der Lebensqualität erfahren.

Alle Projekte gibt es auf der interaktiven Wien-Karte zum
Entdecken: https://wienwirdwow.at/

rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/