Wien (OTS) – Tiere und naturnahe Grünräume leisten im Wiener
Gesundheitsverbund
einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden von Patient*innen, Bewohner*
innen und Mitarbeiter*innen. Die Areale der Kliniken und
Pflegewohnhäuser bieten nicht nur Raum für medizinische Versorgung,
sondern auch für Naturerlebnisse mitten in der Stadt – mit positiven
Effekten auf Stimmung, Aktivität, Lebensqualität und Genesung.
Der respektvolle Umgang mit Wildtieren ist dabei gelebter Alltag
– Artenschutz wird aktiv umgesetzt. Gleichzeitig spielt der bewusste
und einfühlsame Kontakt mit Tieren in den Pflegewohnhäusern eine
zentrale Rolle: Speziell geschulte Therapiehunde, Zwergponys und
Alpakas sorgen regelmäßig für Nähe, Aktivierung und emotionale
Momente.
Zwtl.: Wildtiere als Teil eines gesunden Umfelds
Naturnahe Klinik-Areale fördern Biodiversität und schaffen auch
ein Umfeld, das sich nachweislich positiv auf Menschen und ihre
Gesundheit auswirkt. Sie sind ein Healing Environment und fördern die
Genesung und das Wohlbefinden. In der Klinik Donaustadt nisten seit
rund 30 Jahren jedes Jahr Turmfalkenpärchen. Zwei Nistkästen bieten
den eleganten Jägern geeignete Brutplätze, die vom Team der Gärtner*
innen der Klinik freudvoll beobachtet werden. Jedes Jahr wird
abwechselnd ein Kasten bewohnt – ein stilles Zeugnis funktionierender
Koexistenz von Menschen und Natur.
Auch an der Klinik Hietzing achtet man auf natürliche
Lebensräume: Dort übernehmen Schafe seit mehreren Jahren den
Rasenschnitt auf ökologisch verträgliche Weise. Als „biologische
Rasenmäher“ tragen sie zur Pflege der 2 Hektar großen Wiesen am
Standort Riedelgasse bei und begeistern Mitarbeiter*innen wie
Besucher*innen gleichermaßen. Am weitläufigen Gelände des AKH Wien
sorgt eine Dachsfamilie regelmäßig für Aufsehen – das Video der
gemächlichen Spaziergänger wurde in den sozialen Medien begeistert
geteilt.
In der Klinik Favoriten leben in den Grünbereichen Feldhamster,
die dort einen geschützten Lebensraum gefunden haben. Der Europäische
Feldhamster ist stark gefährdet und streng geschützt, daher wird bei
den aktuellen Bau-Maßnahmen besondere Rücksicht auf die Feldhamster
genommen. So werden nur jene Tiere übersiedelt, die sich im
betroffenen Bereich aufhalten. Die Übersiedelung erfolgt in enger
Abstimmung mit der Naturschutzbehörde und mit größtmöglicher Sorgfalt
für das Wohl der Tiere. Neben den Feldhamstern hat sich kürzlich auch
eine Füchsin mit Welpen in der Klinik Favoriten angesiedelt – ein
Zeichen für eine artenfreundliche Umgebung mitten in der Stadt.
Besonders naturnah zeigt sich die Klinik Floridsdorf. Schon beim
Bau legte man auf ökologische Aspekte großen Wert: Die Freiflächen
wurden so gestaltet, dass sie Wildtieren weiterhin als Lebensraum
dienen. Berücksichtigt wurden dabei Brutzeiten, Nistplätze und
heimische Pflanzen. Fledermäuse finden hier dank spezieller
Nistkästen Schutz und Turmfalken, Schnecken oder seltene Nachtfalter
bereichern die Grünflächen. Erst kürzlich wurde eine geschwächte
Zweifarb-Fledermaus, liebevoll „Gerti“ genannt, von Mitarbeiter*innen
entdeckt und in eine Wildtierstation gebracht.
Zwtl.: Tiergestützte Therapie: Aktivierung, Freude und Erinnerungen
Der direkte Kontakt mit Tieren wirkt sich nachweislich positiv
auf das emotionale Wohlbefinden und die Aktivität der Bewohner*innen
aus. Auch in den Pflegewohnhäusern des Wiener Gesundheitsverbundes
spielen Tiere eine wichtige Rolle. Die Begegnungen fördern Bewegung,
soziale Interaktion und das Wiedererleben von Erinnerungen, besonders
bei Menschen mit Demenz.
Neben Hunden kommen auch Zwergponys und Alpakas zum Einsatz.
Begleitet von geschultem Personal ermöglichen diese Begegnungen
unmittelbare Erfahrungen und regen die Sinne an. Ergänzend bringen
Streichelzoos mit Ziegen, Schafen und Kaninchen zusätzliche
Abwechslung in den Alltag. Die Vorfreude auf diese Besuche ist groß –
und die positiven Erlebnisse wirken lange nach.
Zwtl.: Natur mitplanen heißt Gesundheit mitdenken
Der Wiener Gesundheitsverbund integriert gezielt ökologische
Grünräume in seine Bauprojekte. So wird die Klinik Ottakring zur
„Klinik im Park“: Mit dem Neubau entstehen rund 30 Prozent mehr
Grünflächen. Ob Wildtiere auf dem Gelände oder tiergestützte Therapie
im Alltag – sie alle tragen dazu bei, dass Gesundheit ganzheitlich
gedacht wird: als Zusammenspiel von medizinischer Versorgung, Natur
und emotionalem Wohlbefinden.
Hier geht es zur neuen Folge des Wiener Gesundheitsverbunds
Podcasts Klinikkosmos. Dieses Mal mit Therapiehund Ganymed:
