Wien/Oppenberg (OTS) – Wien Energie errichtet ein neues
Kleinwasserkraftwerk in Oppenberg in
der Steiermark. Die Anlage entsteht südlich der steirischen Ortschaft
Oppenberg (Gemeinde Rottenmann) an der Gulling, einem Nebenarm der
Enns, und wird jährlich rund 3.700 Megawattstunden Ökostrom liefern –
genug, um mehr als 1.000 Haushalte aus der Region zu versorgen. Ein
besonderes Augenmerk gilt dabei einer umweltschonenden Bauweise und
dem Erhalt des Ökosystems. 2027 will Wien Energie das
Kleinwasserkraftwerk Oppenberg in Betrieb nehmen.
„Auf unserem Weg zur Klimaneutralität 2040 müssen wir noch
unausgeschöpfte Potentiale erschließen – die Steiermark ist dabei
seit Jahren ein wichtiger Partner. Mit dem Bau des neuen
Kleinwasserkraftwerks Oppenberg nutzen wir vorhandene Ressourcen
sinnvoll und fördern die regionale Ökostromerzeugung. Gleichzeitig
achten wir beim Bau auf eine besonders umweltschonende Umsetzung. Mit
moderner Anlagentechnik und einer Fischwanderhilfe schaffen wir eine
nachhaltige Lösung für Mensch, Tier und Umwelt – und setzen dabei auf
unsere über 100-jährige Expertise in der Wasserkraft“ , so Michael
Strebl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Wien Energie,
anlässlich des Spatenstichs.
Wasserkraft ist eine der saubersten Formen der Energieerzeugung
und trägt maßgeblich zur Versorgungssicherheit von Österreich bei. „
Das Wasserkraftwerk Oppenberg wird ab 2027 100 Prozent Ökostrom
erzeugen – und damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die
Region auch in Zukunft zuverlässig mit sauberem Strom versorgt wird“
, sagt Karl Gruber, Geschäftsführer von Wien Energie. „Ich möchte der
Stadtgemeinde Rottenmann für die gute Zusammenarbeit und
Partnerschaft danken.“
Günter Gangl, Bürgermeister der Stadtgemeinde Rottenmann,
ergänzt: „Durch das Wasserkraftwerk Oppenberg bringt Wien Energie
modernste Anlagentechnik und erweitert die 100 Prozent Ökostrom-
Erzeugung in unserer Gemeinde. Die natürliche Kraft der Gulling
liefert bald zuverlässig sauberen Strom für über 1.000 Haushalte und
macht Oppenberg zu einem Vorzeigebeispiel in der modernen, lokalen
Erzeugung und Nutzung sauberer Energie.“
Zwtl.: Hochmoderne Ökostromerzeugung
Beim Kraftwerk Oppenberg setzt Wien Energie auf ein hochmodernes
Ausleitungskraftwerk. Das bedeutet: Das Kraftwerk wird das ganze Jahr
über automatisch betrieben. Bei der Wehranlage wird das Wasser des
Flusses aufgestaut und von dort fließt es durch eine Druckrohrleitung
zum Krafthaus. Damit ein natürlicher Wasserlauf erhalten bleibt,
bleibt in der Ausleitungsstrecke immer genügend Wasser im Fluss. Wien
Energie legt bei der gesamten Konstruktion großen Wert auf den Schutz
von Natur und Tierwelt: Damit Fische und andere Kleinlebewesen
ungehindert wandern können, wird eine eigene Fischwanderhilfe
errichtet. Diese funktioniert wie eine natürliche Umleitung um die
Wehranlage und ermöglicht den Tieren sowohl flussaufwärts als auch
flussabwärts freie Bewegung. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der
Eingriff in die Landschaft nach höchsten Standards rückgebaut und
rekultiviert.
Zwtl.: 100 Jahre Wasserkraft bei Wien Energie
Wien Energie betreibt bereits heute 13 Wasserkraftwerke in der
Steiermark – unter anderem in Unzmarkt, Mürzhofen, Kindberg, Bruck an
der Mur und Ratten. Das neue Kleinwasserkraftwerk Oppenberg entsteht
flussaufwärts des Kraftwerks Gulling, das seit Herbst 2019 am
gleichnamigen Fluss grüne Energie für die Region erzeugt. In den
letzten zehn Jahren hat Wien Energie über 170 Millionen Euro in
Erneuerbare Projekte in der Steiermark investiert und plant in den
kommenden zehn Jahren weitere Investitionen im Ausmaß von über 200
Millionen Euro. Damit trägt Wien Energie maßgeblich zur regionalen
Wertschöpfung der Steiermark bei.
Bereits vor über 100 Jahren hat Wien Energie ihr erstes
Wasserkraftwerk in Betrieb genommen: 1924 wurde das Kraftwerk
Opponitz in Niederösterreich nach knapp dreijähriger Bauzeit eröffnet
und liefert auch heute noch zuverlässig sauberen Strom. Insgesamt
zählt Wien Energie derzeit 88 Wasserkraftwerke in Österreich sowie im
Ausland und hält Beteiligungen an bedeutenden Anlagen wie den
Kraftwerken Freudenau und Greifenstein sowie an den Innkraftwerken.
Bildmaterial : https://wienenergie.at/media-17