Vogelfutter im Test: Ein Desaster für unsere gefiederten Freunde!
Am 7. Januar 2026 veröffentlichte die Arbeiterkammer Oberösterreich in Zusammenarbeit mit DIE UMWELTBERATUNG eine erschütternde Studie über die Qualität von Vogelfuttermischungen. Die Ergebnisse sind alarmierend: Von zehn getesteten Produkten sind nur zwei wirklich empfehlenswert, während ganze fünf Produkte glatt durchfallen. Ein Schlag für alle, die sich um die heimischen Wildvögel kümmern wollen!
Der Test: Was wurde untersucht?
Die Arbeiterkammer und DIE UMWELTBERATUNG nahmen zehn handelsübliche Vogelfuttermischungen aus Supermärkten, dem Tierfachhandel und Baumärkten unter die Lupe. Ziel war es, die Konsumenten über Qualität, Zusammensetzung, Herkunft und mögliche Schadstoffbelastungen zu informieren. Doch was sie fanden, war alles andere als beruhigend.
- Qualität der Inhaltsstoffe: Nur zwei Produkte konnten mit einem hohen Anteil an Ölsaaten überzeugen, die für Wildvögel besonders energiereich sind.
- Pestizidrückstände: In vier von zehn Proben wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln wie Deltamethrin und Chlorpyrifos gefunden, die knapp unter den Grenzwerten für Lebensmittel lagen.
- Herkunft der Rohstoffe: Nur ein Produkt bestand vollständig aus österreichischen Rohstoffen.
Was bedeutet das für die Vögel?
Wildvögel sind auf energiereiche Nahrung angewiesen, besonders in den kalten Wintermonaten. Ein hoher Getreideanteil, wie er in vielen getesteten Mischungen vorkommt, bietet nicht die nötige Energie und wird oft von den Vögeln verschmäht. Zudem können Pestizidrückstände langfristig schädlich sein und die Gesundheit der Vögel beeinträchtigen.
Experten schlagen Alarm
Ein fiktiver Experte, Dr. Alfred Federleicht, Ornithologe an der Universität Wien, warnt: „Die Ergebnisse des Tests sind besorgniserregend. Viele Vogelfreunde denken, sie tun ihren gefiederten Freunden etwas Gutes, indem sie Futter aus dem Handel anbieten. Doch oft ist das Gegenteil der Fall.“
Ein Blick über die Grenzen: Wie sieht es in anderen Ländern aus?
Ein Vergleich mit Deutschland zeigt: Auch dort gibt es ähnliche Probleme. Eine Studie aus dem Jahr 2025 ergab, dass rund 70% der getesteten Vogelfuttermischungen Pestizidrückstände aufwiesen. In der Schweiz hingegen sind die Bestimmungen strenger: Hier dürfen nur Produkte mit einem minimalen Pestizidgehalt verkauft werden.
Die Politik ist gefragt
Die Ergebnisse des Tests werfen auch Fragen zur Rolle der Politik auf. In Österreich sind die gesetzlichen Bestimmungen für Vogelfutter nicht so streng wie in anderen Ländern. Es wäre an der Zeit, die Grenzwerte für Pestizide zu überdenken und strengere Kontrollen durchzuführen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Vögel tatsächlich gesunde Nahrung erhalten.
Was können Konsumenten tun?
Die AK rät eindringlich: „Achten Sie auf Futtermischungen mit hohem Ölsaatenanteil und möglichst wenig Getreide. Wenn möglich, greifen Sie zu Bio-Vogelfutter, um Pestizidrückstände zu vermeiden. Und achten Sie auf regionale Herkunft der Zutaten.“
Für viele Vogelfreunde bedeutet das, dass sie ihre Einkaufsgewohnheiten überdenken müssen. Ein günstiger Preis bedeutet nicht immer gute Qualität. Im Zweifel sollte man lieber weniger, dafür hochwertiger füttern.
Ein Ausblick in die Zukunft
Der Vogelfuttermarkt könnte sich in den kommenden Jahren drastisch verändern. Mit wachsendem Bewusstsein für die Qualität von Tiernahrung könnte die Nachfrage nach hochwertigen, pestizidfreien Produkten steigen. Unternehmen, die auf Bio-Qualität und regionale Rohstoffe setzen, könnten dadurch einen Wettbewerbsvorteil erlangen.
Auch die Politik könnte reagieren und strengere Regelungen einführen, um die Qualität von Vogelfutter zu sichern. In jedem Fall bleibt zu hoffen, dass die alarmierenden Ergebnisse dieser Studie zu einem Umdenken führen – zum Wohl der Vögel und der Natur.
Bleiben Sie dran für weitere Updates zu diesem wichtigen Thema. Denn eines ist sicher: Die Gesundheit unserer Wildvögel geht uns alle an!

