Laaben (OTS) – Wenn wir von ANIMAL SPIRIT zu einem unserer Auslands-
Tierschutzprojekte nach Ägypten oder Sri Lanka fliegen, begegnen wir
dort häufig Straßenhunden und Straßenkatzen. Viele der Tiere sind
hungrig und die meisten UrlauberInnen haben Mitgefühl mit den
Vierbeinern. Gäste erfreuen sich sogar über die tierische
Gesellschaft und kaufen manchmal selbst Futter für die Tiere. Wenn
Dokumentationen wie “ Die Hunde-Mafia: How to kill a puppy & get rich
” veröffentlicht werden, wo über das Leid der Straßenhunde in
Rumänien berichtet wird, dann werden TierschützerInnen als HeldInnen
gefeiert.
Zwtl.: Und was hat das nun mit Tauben zu tun?
Tauben sind die Straßentiere Österreichs. Doch die Hilfe für
Tauben wird großteils leider keineswegs positiv wahrgenommen. Viele
Menschen ekeln sich sogar oft, wenn wir von ANIMAL SPIRIT eine
verschnürte Taube fangen und von Haaren, Drähten oder Fäden befreien.
So schrie man uns kürzlich zu: „Nicht die Ratten der Lüfte füttern!“.
Speziesismus bedeutet die Diskriminierung von nicht-menschlichen
Lebewesen. Zum einen beschreibt der Begriff die Abwertung von Tieren
durch den Menschen und zum anderen die willkürliche Unterscheidung
bestimmter Tierarten untereinander. Aktivistin Kathi Koch von ANIMAL
SPIRIT erklärt:„ Mit der zweiten Form haben wir es hier zu tun.
Füttern Menschen Tauben und verarzten eine Verletzte, erzürnt das
Menschen – würden wir aber gleiches bei einem Welpen tun, ernten wir
wahrscheinlich Lob. Doch verbindet diese beiden Tierarten nicht mehr,
als sie trennt? Beide Tiere – Tauben und Hunde – sind fühlende
Lebewesen, die Schmerz und Freude erleben können. Wir müssen lernen,
allen Tieren zu helfen und nicht nur denjenigen, für die wir mehr
Sympathie empfinden!“
Kathi Koch weiter: „Immer häufiger wird das Füttern von Tauben
kriminalisiert. Doch ohne artgerechtes Futter werden Krankheiten und
Mangelerscheinungen begünstigt. Regierungen erhoffen sich durch diese
grausame Methode eine Verringerung der Taubenpopulationen, da
Taubenkot nicht ins Stadtbild passt. Tauben haben allerdings einen
angezüchteten Brutzwang und brüten auch kurz vor dem Verhungern –
ganz zu schweigen, dass es absolut entsetzlich ist, fühlende
Lebewesen verhungern zu lassen, da sie vermeintlich „stören“. Demnach
sind Fütterungsverbote nicht nur brutal, sondern auch nutzlos.“
„Die einzig effektive und nachhaltige Lösung zur Regulierung der
Stadttaubenpopulation sind daher Eiertausch sowie ein kontrolliertes
und tierschutzgerechtes Stadttaubenmanagement mit offiziellen
Futterstellen, betreuten Taubenbehausungen und Eiertauschprogrammen“
– so Johanna Christine Zamernik, die eine Petition zu nachhaltigen
Taubenmanagement eingebracht hat.
Da wir von ANIMAL SPIRIT nicht länger tatenlos zusehen konnten,
wie immer mehr Tauben erkranken und schwächer werden, haben wir auf
unserem Gnadenhof Hendlberg in Laaben (NÖ) nun auch eine
Taubenvoliere errichtet. Leider ist unser Platz sehr begrenzt und wir
können zu den ersten sechs keine weiteren Tauben aufnehmen. Auf
dieser Website findet ihr hilfreiche Informationen rund um
Notfallhilfen, taubenfreundliche TierärztInnen, Taubenschläge und Ei-
Austausch.
HIER gelangen Sie zu der Petition: „ Wir fordern ein umfassendes,
nachhaltiges Stadttaubenmanagement & artgerechte Körnerfütterung von
Vögeln darf nicht kriminalisiert werden“




